Archäologie aus dem Rechenzentrum

Das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke (MFA) und das Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung (V2C) des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften beteiligen sich am 12. Mai 2013 gemeinsam am Internationalen Museumstag mit Vorträgen und Vorführungen.

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Das Leibniz-Rechenzentrum ist auch Heimat des SuperMUC, des derzeit schnellsten Supercomputers in Europa (Foto: MMM/LRZ)
Das Leibniz-Rechenzentrum ist auch Heimat des SuperMUC, des derzeit schnellsten Supercomputers in Europa (Foto: MMM/LRZ)

Stereoskopische Visualisierung – also die 3D-Darstellung von Datensätzen – wird in Kooperationen zwischen dem LRZ und verschiedensten Forschungseinrichtungen vielfältig genutzt, z. B. auch in der Archäologie. Mit seiner fünfseitigen Projektionsinstallation und der großformatigen, hochauflösenden Projektionswand bietet das kürzlich eröffnete Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung (V2C) des LRZ ideale Möglichkeiten zur 3D-Darstellung und Bearbeitung von Datensätzen.

Beim Museumstag zeigt das LRZ öffentlich erste Ergebnisse dieser Verbindung zwischen modernster Technologie und Archäologie. "Mit den Beispielen aus der Museumswelt erschließt das V2C modernste Hochtechnologie für Anwendungen in den Kulturwissenschaften: Die Visualisierung baut so eine interdisziplinäre Brücke zwischen Technik und Geisteswissenschaften", erklärt Prof. Arndt Bode, Leiter des LRZ und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. In Vorträgen erläutern internationale Experten die archäologischen Hintergründe sowie die verwendeten Technologien. Des Weiteren haben Besucher die Möglichkeit, ausgewählte Ergebnisse im Rahmen von Live-Demonstrationen im V2C zu erleben. Hierbei kommen modernste Projektionsinstallationen zum Einsatz, die es erlauben, in virtuelle Welten einzutauchen.

Das LRZ zeigt im Rahmen der Vorführungen und Präsentationen die komplexe und detailgenaue Digitalisierung eines Terrakottakriegers, die Dokumentation und Visualisierung eines Römerkastells sowie die virtuelle Darstellung und Rekonstruktion einer Grabkammer von Karaburun (Türkei). Anhand virtueller Modelle demonstrieren Archäologen den Vergleich und die Analyse von Statuen und Abgüssen. Zum Abschluss der Veranstaltung demonstriert eine Liveverbindung zur University of Tokyo die bereits praktizierte Zusammenarbeit in virtuellen Welten.

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