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Fälschungsverdacht in Bernstorf – Die Fortsetzung

Ein Kommentar von Alexander Binsteiner, Geoarchäologe

22.1.2016

Die Sache ist komplex. Es geht um dubiose Fundumstände in der Archäologie, Reinheitsgrade von Gold und um Bernsteingravuren. Ein Expertenstreit ist entbrannt. Argumente und Gegenargumente werden betont sachlich ausgetauscht und über die Medien kommuniziert. Gutachten werden in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse dann aber gezielt zurückgehalten. Die längst überfälligen Analysen werden auf die lange Bank geschoben und die zuständige Behörde verweigert die Aussage. Noch ein volles Jahr soll die bereits verärgerte, wissenschaftliche Gemeinde und die Öffentlichkeit jetzt noch warten, dann soll die Lösung des Rätsels präsentiert werden – Ende 2016!

Millionensummen wurden bereits in den Ankauf von Goldartefakten, den Bau eines Museums und die Erforschung der Fundstelle gesteckt, einer bronzezeitlichen Anlage bei Bernstorf in der Gemeinde Kranzberg nahe der oberbayerischen Kreisstadt Freising - öffentliche Gelder. Der Steuerzahler hätte ein Recht, die Wahrheit zu erfahren, und zwar so, dass nicht nur im Fach Chemie vorgebildete Mitbürger sie verstehen können.

Es geht längst nicht mehr nur um Wissenschaft, sondern ein Fälschungs- und Betrugsverdacht steht im Raum, den es auszuräumen gilt. Aber die Verantwortlichen, vom Volk bezahlt, drehen ihrem Arbeitgeber den Rücken zu. Wer wird diesem Theater jetzt endlich ein Ende bereiten?

So schwierig ist es ja im Grunde nicht, wenn man es nicht zu einer Ermessensfrage von Hochschulprofessoren machen würde und man ließe nur die harten Fakten sprechen. Die Frage lautet, ist das mit 99,99 Prozent Goldgehalt sehr reine Gold der bronzezeitlichen Schmuckgegenstände aus Bernstorf nun auf natürlichem Wege entstanden oder durch Elektrolyse künstlich erzeugt worden. Die Analyse von Prof. Ernst Pernicka, dem renommiertesten Archäometallurgen im deutschsprachigen Raum, dem Mann, der den Fälschungsverdacht der weltberühmten Himmelsscheibe von Nebra ausgeräumt und die Scheibe für echt erklärt hat, und schließlich dem Mann, der 10 Jahre lang das Troja Heinrich Schliemanns ausgegraben hat, die Analyse Pernickas steht – seit über einem Jahr. Das Gold ist modern hergestellt worden und damit die Goldfunde eine Fälschung. Ein Vorwurf, den ein Mann seines Formates sicher nicht leichtfertig erhebt. Die Schiedsanalyse der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin, auf Anregung Pernickas vor über einem Jahr von der Archäologischen Staatssammlung in München in Auftrag gegeben, liegt jetzt offenbar ebenfalls vor. Aber man erfährt dazu kein Wort.

Die Bernsteinfunde aus Bernstorf mit einem eingeschnittenen Gesicht und weitgehend unlesbaren Schriftzeichen, das Markenzeichen des unlängst eröffneten Kranzberger Bronzezeitmuseums, wurden von einer Expertin in England auf ihre Echtheit hin überprüft. Auch dieses Gutachten liegt dem Leiter der Archäologischen Staatssammlung, Prof. Rupert Gebhard, bereits seit dem Sommer vor. Der Dame wurde allerdings vom Auftraggeber verboten, Auskünfte zu erteilen.

Vielleicht könnte aber Gebhard jetzt endlich selbst diese Ergebnisse dem wissenschaftlichen Fußvolk mitteilen. Es wäre allmählich an der Zeit!

Aber er plant indessen im Geheimen zusammen mit seinem Gefolgsmann, dem Frankfurter Archäologieprofessor Rüdiger Krause, den großen Coup. In einer gemeinsamen Aktion soll der Verdacht, der schwer auf dem Münchner Museum lastet, mit einem Schlag ausgeräumt werden – mit einer wissenschaftlichen Publikation. Die Zweifler sollen damit vernichtend geschlagen werden. Für immer soll dann Ruhe einkehren in Bernstorf.

Aber so wird es nicht laufen. Weder sind dann die mit modernster Technik erstellten Goldanalysen Pernickas vom Tisch, noch werden die bekannten Fakten dann andere sein. Also wird man sich weiter streiten mit immer neuen Experten und Gutachten - auf Kosten des Steuerzahlers. Das kann sich hinziehen.

Dem Volk wird das dann aber längst egal sein und die Goldfunde von Bernstorf werden zusammen mit dem ganzen Bronzezeit Bayern Museum in Kranzberg in aller Stille von der Bildfläche verschwinden.

Kommentare

Kate Verkooijen, 03.02.2016 16:03
Herr Binsteiner is correct to be frustrated about the delay in relaying information about the finds from Bernstorf. However, as the expert on amber who he mentions above, I must correct him on some of his points. The report I have written about the Bernstorf amber was not commissioned by Prof. Gebhard nor the ASS, nor was it paid for with public funds, German or British. It was my own research for my own personal interest. Prof. Gebhard has not forbidden me from talking about my research into the Bernstorf amber. I have, so far, made the personal decision not to comment to the media on my conclusions as I want to give Prof. Gebhard a chance to make any comments or ask me questions about the contents of my report before I make this information public. This is simply a professional courtesy. If he has questions then I want to have the opportunity to address them first rather than have a protracted argument in print. However, although Prof. Gebhard has had my report for several months now, he has so far not replied to me with any comments.
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Alexander Binsteiner, 03.02.2016 19:31
Ok Mam! Don´t beat around the bush. Let us hear your results.
Yours Alex
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Andreas Dr. Banholczer, 09.02.2016 10:47
Als deutscher Steuerzahler, der der Wissenschaft ja eigentlich gewogen ist, finde ich schon unerträglich, das die Ergebnisse nicht veröffentlicht werden, deren Erhebung von meinem Geld bezahlt wurden. Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Postdoktorand bei der DFG um eine simple Verlängerung meines Projektes ohne Zuteilung weiterer Mittel betteln musste. Und dann sowas.
Wenn die Bernstorfer Funde Fälschungen sind, dann sind sie es eben. Und wenn dann um diese Funde eben kein Lokaltourismus mit Prehistoric Parc entsteht, dann ist das eben auch so. Wird die Wahrheit dadurch noch geändert, wenn man sie herauszögert? Tipp für die Zukunft: Erst mal messen, prüfen, recherchieren - dann erspart man sich und seinem Ruf solche Peinlichkeiten.
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Immo Trinks, 10.02.2016 23:36
Hi Kate,
well over one year has passed since the conferences in Munich and Halle held in October 2014. A publication of your expert views concerning the amber pieces would be of great interest to the scientific community and public alike. The suppression of the findings from the Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin renders the approach of Prof. Gebhard highly dubious. To my understanding the statutory limitation concerning serious fraud are likely to be the reason for the delays observed.
Not only the metallurgic analysis but as well the observations and statements of the state archaeologists involved speak a very clear language.
I do hope that the scientific community as well as the paying public will get the chance to read on your findings in the near future.
I have as well been under the impression that you had been gagged.
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Anton Hierhager, 11.02.2016 09:21
Guten Tag in die Runde,
ich bin Bürger der Gemeinde Kranzberg und seit der letzten Wahlperiode Mitglied des Gemeinderates - gerade wegen meiner kritischen Einstellung zu den skandalösen Umständen (Verstoss gegen das Vergaberecht) beim Bau des sogenannten Bronzezeit Bayern Museums, in Kranzberg. Im späteren Verlauf wurden mir die Ergebnisse der Untersuchungen am Gold von Prof. Pernicka bekannt. Ich konnte mich mit Frau Verkooijen austauschen und fand dort erhebliche Zweifel an der Echtheit der Bernsteinfunde - ohne Einzelheiten zu erfahren (ich respektiere Ihre Einstellung; ich denke aber es wäre an der Zeit, diese zu überdenken). Dann erhielt ich Kenntnis von einem Bericht des Landesamtes für Denkmalpflege in München über die (teilweise merkwürdigen) Fundumstände (der Funde von Moosauer und Bachmeier). Dieser wird unter Verschluß gehalten - obwohl er vom Steuerzahler bezahlt wurde.
Ich bin nur Laie, aber mir war in kürzester Zeit klar, dass hier einiges nicht stimmen konnte. Wie können sogenannte Experten nur so leichtgläubig sein?
Wie kann es sein, dass:
- für die vermeintlichen Goldfunde angeblich ein sechstelliger Betrag (DM) als Finderlohn bezahlt wurde. Die Rede ist hier von 750 000DM. Basierend auf - wie man heute weiß - falschen Messergebnissen.
- für die vermeintlichen Bernsteinfunde angeblich ein sechstelliger Betrag (DM) als Finderlohn bezahlt wurde. Die Rede ist hier von 350 000DM.
(Die beiden Summen wurden angeblich dem Bayerischen Gesetz entsprechend zwischen den Findern - Moosauer, Bachmeier - und dem Grundstückseigentümer, aufgeteilt).
- trotz all der Zweifel (selbst Prof. Krause hat mir gegenüber in einem persönlichen Gespräch in seinem Büro in Frankfurt geäussert, dass das Gold "zu rein" wäre, aber es schon in Ordnung sein würde - Pfeifen im Walde) für Kosten von mehr als 600 000€ das sogenannte Bronzezeit Bayern Museum gebaut wurde, dessen Kernaussagen sich auf die Gold- und Bersteinfunde stützen (Bezug nach Ägypten, Mykene, etc.). Das "Icon" des Museums ist das "lächelnde Gfriss" eines der Bernsteine.

Wenn alles so ist, wie es scheint, dann ist der Öffentlichkeit ein schwerer finanzieller Schaden zugefügt worden. Rasche Aufklärung jetzt, könnte zumindest teilweise die Verjährung aufhalten, so dass der Steuerzahler wenigstens noch die Chance hat, zu seinem Recht zu kommen - es kann hier um strafrechtlich relevante Fragen gehen. Ich hoffe, das sich die Akteure ihrer Verantwortung bewusst sind. Hinter weiteren Verzögerungen (bis Ende des Jahres 2016) müsste man Absicht vermuten.

Ganz zum Schluß noch ein menschlicher Aspekt. Sollte es so sein, wie wir hier alle glauben, dann wird es Zeit dass diejenigen, welche fast schon jahrzehntelang ob ihrer Bedenken verspottet und beschimpft wurden, Gerechtigkeit erfahren. Der leider letztes Jahr verstorbenen Erwin Neumair ist hier an erster Stelle zu nennen.
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enrico , 22.02.2016 03:00
Kommentar gelöscht! Bitte diskutieren Sie sachlich!
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enrico , 22.02.2016 03:31
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Alexander Binsteiner, 22.02.2016 09:54
E-Mail Prof. Pernicka an mich mit seinem Einverständnis ins Netz gestellt:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

eigentlich wollte ich auf diese Nachricht nicht antworten, denn sie disqualifiziert sich selbst in Ton und Inhalt. Ich möchte nur zwei Dinge
richtigstellen:

1) Natürlich ist die Versendung des Artikels von Janko in Kenntnis der Analysenergebenisse der Bundesanastalt für Materialprüfung ohne Kommentar eine indirekte Verleumdung, die an diesem Wochenende bei einem Workshop in Hannover sogar noch mündlich in aggresiver Form bekräftigt wurde.

2) Prof. Dr. Gehard hat ausdrücklich zugestimmt, dass die Ergebnisse der Analysen in Mannheim beim Mitteldeutschen Archäologentag im Oktober 2014 berichtet und diskutiert werden dürfen. Damit waren sie öffentlich und sind nachher schriftlich allgemein zugänglich gemacht worden.

Deutlicher kann man es eigentlich nicht ausdrücken, dass hier etwas vertuscht werden soll.

Beste Grüße, Ernst Pernicka
____________________
Prof. Dr. Ernst Pernicka
Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH an der Universität Heidelberg D5, Museum Weltkulturen,
68159 Mannheim

Institut für Geowissenschaften
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 234-236
69120 Heidelberg


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wie wir Ihnen allen mitgeteilt haben, werden wir alle Ergebnisse und Forschungsbeiträge zu den Gold- und Bernsteinfunden in einer Monographie veröffentlichen, da man die Problematik der Fundkomplexe nur in einer Gesamtbetrachtung verständlich machen kann. Insbesondere auch deshalb, weil diese komplexe Frage nicht alleine durch naturwissenschaftliche Analysen geklärt werden kann. In diesem Sinne macht auch die von Pernicka gestellte Forderung einer Vorabpublikation der an der BAM Berlin in Auftrag gegebenen 4. Analysenreihe keinen Sinn. Es besteht zudem bereits eine Vereinbarung mit der BAM und Kollegen Dr. Ratke bezüglich der Veröffentlichung der Daten. In Ergänzung zu den bislang ermittelten Daten wird derzeit gemeinsam durch ergänzende Untersuchungen eine Interpretation der unterschiedlichen Analysenwerte und insbesondere die Frage der Inhomogenität des Goldes untersucht.

Der von Pernicka geäußerten Kritik an einer Fußnote im Artikel von Richard Janko ist dahingegen zu entgegnen, dass zum Zeitpunkt der Auslieferung des Zeitschriftenbandes, die Daten aus Berlin weder dem Herausgeber noch dem Autor bekannt waren und ausschließlich der Sachstand 2014 zugrunde lag. Von einer ?Verleumdung? kann somit keine Rede sein.

E. Pernicka hat 2014 die von ihm für die Archäologische Staatssammlung durchgeführten Analysen veröffentlicht, ohne sich die dafür übliche Genehmigung der Auftraggeberin einzuholen. Der daraus entstandene Vertrauensverlust führte letztlich dazu, dass eine sachliche, gemeinsame Diskussion der Ergebnisse nicht mehr möglich ist.

Wir bitten daher alle Kollegen weiterhin um Geduld, wir bemühen uns um einen zügigen Abschluss und Vorlage einer wissenschaftlich fundierten Diskussionsgrundlage.

Mit freundlichen Grüßen,
Rüdiger Krause und Rupert Gebhard
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enrico , 22.02.2016 13:51
Kommentar gelöscht! Bitte diskutieren Sie sachlich!
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Alexander Binsteiner, 22.02.2016 14:50
Nennen Sie Ihren vollen Namen und verbergen Sie sich nicht wie ein Feigling hinter einem Pseudonym. Stören Sie nicht eine ernsthafte, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Ihrem Käse. Haben Sie keine Arbeit oder ist Ihnen langweilig!
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Andreas Dr. Banholczer, 25.02.2016 10:05
Da treibt sich wohl ein Troll herum, vergleiche seine weiteren Beiträge auf dieser Seite.
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Bernd Weber, 05.03.2016 14:03
Hallo,
als Neuling in dieser Runde zwei Punkte zu dieser, in Teilen schon etwas seltsam anmutenden Diskussion:

(1) Eine Frage zum Kern-Problem vorab: Woher weiß man, dass dieses fragliche Gold-Reinigungsverfahren tatsächlich erst um 600 v.Chr. üblich wurde? - Das ist m.E. auch schon sehr früh für eine solche Technologie. .. Als Naturwissenschaftler stellt sich mir in diesem Kontext zunächst die grundsätzliche Frage nach der Datendichte! – Ich bin da blutiger Laie, aber wie viele Goldproben aus der Bronzezeit sind eigentlich mit dem ja wohl technisch und zeitlich sehr aufwendigen Messmethoden von Prof. Pernicka wirklich gemessen worden? -
In diesem Zusammenhang ist m.E. auch interessant, dass nahezu zeitgleich mit der Bernstorf-Diskussion die Goldscheibe von Moordorf auch als mögliche Fälschung (mit Goldgehalt 70%?) in der Diskussion steht (Landesmuseum Hannover)! - Das ist schon recht merkwürdig und man hat den Eindruck, dass sich hier ein geradezu inflationäres Auftreten bronzezeitlicher Goldfälschungen in Deutschland andeutet...
Im Gegenschluss steht m.E. die mögliche Annahme, dass die fragliche Technologie eben doch deutlich älter ist, als die bisherigen Daten das vermuten lassen..
Wir kennen das vergleichsweise aus der ja doch (als historisch-empirische Wissenschaft) ähnlich vorgehenden Paläontologie: Das stratigraphisch erste Auftreten (d.h. lediglich die erste Beobachtung) eines fossilen Taxons in einem bestimmten Stratum bedeutet nicht zwangsläufig auch gleich dessen definitiv frühestes Erscheinen innerhalb einer bestimmten Entwicklungsreihe.. Oft hat man später mit besserem Datenmaterial die gleichen Formen in deutlich älteren Schichten gefunden!

(2) Auch wenn sich der Goldfund von Bernstorf am Ende doch als Fälschung herausstellen sollte (vieles spricht leider dafür), so bleibt doch der sehr positive (und m.E. in der Gesamtdiskussion wenig beachtete) "Nebeneffekt", der Auffindung der archäologischen Stätte Bernstorf an sich, die ja wohl doch nicht als Teil einer möglichen Fälschung begriffen werden kann. Der spektakuläre Goldfund und die mögliche Verbindung zur Bersteinstraße haben die Grabung Bernstorf erst ermöglicht und ohne das strittige Gold und die fraglichen Bernsteine wüssten wir wohl auch bis heute nichts über die Existenz dieses doch wohl (mit oder ohne Gold) bedeutsamen archäologischen Objektes!
Es wäre daher m.E. für die Steuern zahlende Öffentlichkeit sehr interessant (und auch sehr wichtig für das erschütterte Vertrauen dieser Öffentlichkeit in die Seriosität archäologischer Forschung!), wenn möglichst bald eine konsumierbare Darstellung der bisherigen Grabungsbefunde (unabhängig von den dubiosen Objekten) vorgelegt würde. Sie könnte ggf. aufzeigen, dass der wissenschaftliche Wert der Grabungen in Bernstorf insgesamt den ärgerlichen Streit um eine Fälschung vielleicht schon jetzt deutlich übersteigt.

Was die längst überfällige Veröffentlichung der wohl seit mehr als einem Jahr von unabhängigen Gutachtern vorgelegten Ergebnisse zur Authentizität des Goldes und des Bernsteins anbetrifft, so ist den Vorrednern nur beizupflichten.. Das ist wirklich nicht dazu geeignet, die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit der Investition rarer Steuermittel in derartige Dinge zu überzeugen!

Dr. B. Weber
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Bernd Weber, 07.03.2016 19:46
Noch ein Nachtrag in dieser Sache:

(1) Ich fand leider erst jetzt einen Beitrag von Herrn H. Illig zum Bernstorf –Spektakel (http://www.chrono-rekonstruktion.de/?page_id=148 )… Unabhängig davon, ob man Herrn Illig in seiner umstrittenen Chronologie-Debatte nun folgen mag, oder nicht, ist der Beitrag im oben verhandelten Kontext durchaus lesenswert. Er analysiert zunächst sehr akribisch die zeitlichen Abläufe, insbesondere auch die Statements der verschiedenen beteiligten Personen. Allein das ist sehr aufschlussreich. Man erkennt bald (was zu befürchten war), dass es eben wie so oft bei Streitfragen in der Wissenschaft ab einem bestimmten Punkt nicht mehr so sehr um die Sache selbst, sondern vielmehr um Befindlichkeiten geht.

(2) H. Illig beantwortet in seinem Beitrag eigentlich meine laienhafte Frage im oben zu lesenden Text: Offenbar gibt es also keine, oder jedenfalls nur sehr spärliche Analysen mit modernen Verfahren an anderen bronzezeitlichen Goldfunden aus dem Mittelmeer-Raum , insbesondere aus dem mykenischen Umfeld. Es existieren nach Illig wohl lediglich zwei archäometallurgische Befunde für diesen Fundkomplex überhaupt – interessanterweise auch wieder mit den sehr hohen Goldreinheiten: Nach H.Illig wurden von A. Hartmann „…die Griffverzierungen eines frühmykenischen Schwertes von der Argolis, sowie zwei Ringe aus Susa mit gleicher Goldzusammensetzung ..“, d.h. also mit ähnlich hohen Goldwerten gefunden. Damit sind m.E. alle weiteren Ableitungen über Fälschungen von bronzezeitlichen Goldobjekten, oder auch über deren vermeintliche Authentizität mit dem alleinigen Argument ihrer jeweiligen Goldqualität zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr problematisch bzw. nicht hinreichend. –
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die (von H. Illig dargestellte und kritisierte) Argumentation in der Debatte um das Bernstorf-Gold: Danach werden die von den Münchnern vorgelegte Vergleichs-Befunde am wohl ebenfalls sehr reinen Gold der Sargwanne des Echnaton schon grundsätzlich deshalb in Frage gestellt, als dieser ja aus der Grauzone des illegalen Kunsthandels stammen würde. Heißt das also, dass auch dieses extrem aufwendig gestaltete Objekt wegen der Gold-Zusammensetzung eine Fälschung ist? Nach Illig: „Wer der Zeit vor -600 kein nahezu reines Gold zugesteht, muss auch bei der Sargwanne von Fälschung reden“…. Gibt es möglicherweise dann noch viele weitere Goldfunde in Museen mit ähnlich hohen Gold-Reinheitswerten, die dann (wie Illig impliziert) allesamt als Fälschungen einzustufen wären ? Je mehr es aber werden, umso unglaubwürdiger wird m.E. dann auch die Fälschungs-These an sich! Nun ist andererseits auch (wie H. Illig ganz richtig bemerkt) die aus einer Raubgrabung stammende, illegal in’s Ausland verbrachte und inzwischen paläometallurgisch doch ja als echt erkannte Nebra-Scheibe (zumindest was ihre Herkunft anbetrifft) auch nicht gerade als überzeugend zu betrachten, zumal letztere (was ihre Gestaltung und Ikonographie anbetrifft) nach meiner Kenntnis doch wohl ein absolutes Unikat unter den vergleichbaren Objekten aus der Bronzezeit darstellt…

Fazit: Man sollte vielleicht doch noch mal die Datenlage prüfen, bevor man weitere ultimative Statements veröffentlicht und die Fachwelt sowie die irritierte Öffentlichkeit aufscheucht.

(3) Ein Nachtrag zur „gefälschten“ Moordorf-Scheibe: Während man im Bernstorf –Fall (wenn auch nur mit einiger Mühe) noch ein Motiv möglicher Fälscher der Gold- und Bernsteinfunde erkennen und konstruieren könnte, erscheint dies im Falle der Moordorfer Scheibe geradezu irrational! – Wer den Fundhintergrund kennt (er ist leicht im Internet nachlesbar) kann dies nachvollziehen:
Die Moordorfer Sonnenscheibe besitzt ebenfalls einen extrem hohen Goldanteil und wurde daher unlängst von Prof. Pernicka (mit70% iger Wahrscheinlichkeit) als Fälschung deklariert. Unklar bleibt hingegen, welchen Sinn diese Fälschung gehabt haben sollte. Die Scheibe wurde definitiv von dem Bauern Vitus Dirks um 1910 auf seiner Ackerfläche in Moordorf, Kreis Aurich gefunden … Wer vergräbt also im Jahre 1910 in einem gottverlassenen Nest in Friesland, noch dazu auf dem privaten Acker eines Bauern ein aufwendig im Stil der nordischen Bronzezeit angefertigtes Goldobjekt – etwa der Bauer selbst? Da letzteres mehr als unwahrscheinlich ist, muss eine weitere Person als möglicher Fälscher angenommen werden. Er vergräbt also die allein vom Materialwert nicht ganz preiswerte Scheibe auf dem Acker des Bauern mit dem einzigen Ergebnis, dass der Bauer das Objekt zwar tatsächlich findet, es aber in seiner Bedeutung überhaupt nicht erkennt, es für Jahre in einer Stubenvitrine verstauben lässt , um es dann schließlich um 1919 für ein paar Groschen an einen Händler zu verkaufen, der den tatsächlichen Wert wohl auch nicht erkennt und die Scheibe einem Altwarenhändler überlässt. Erst Mitte der 20er Jahre taucht das Stück wohl nach vielen Umwegen im Münchner Kunsthandel wieder auf und gelangt schließlich in das dortige Museum, später dann zuständigkeitshalber in das Provinzialmuseum Hannover, wo man endlich Nachforschungen dazu anstellt. Der Bauer erkennt sein Objekt in einem Zeitungsartikel des Museums wieder und meldet sich als Finder der Scheibe. Anschließende Nachforschungen auf dem fraglichen Gelände zeigen dann tatsächlich an der bezeichneten Fundstelle einen durch Landwirtschaft im Laufe der Jahrzehnte weitgehend eingeebneten bronzezeitlichen Grabhügel aus dem die Scheibe wohl tatsächlich stammte. Der Fälscher müsste demnach auch bereits um 1910 die richtige Stelle zum Vergraben der Scheibe als mögliche bronzezeitliche Grabstätte gekannt (oder gar nur zufällig getroffen) haben, nur um einige Jahrzehnte später die gefälschte Scheibe im richtigen archäologischen Kontext erscheinen zu lassen?! – Es bliebe eine letzte Annahme: Die ursprüngliche Scheibe war echt und wurde erst danach, d.h.etwa zwischen 1910 und 1925 nach der Originalvorlage gefälscht (d.h. kopiert). Wo dann das Original verblieben und warum weder das Original noch die Fälschung anschließend gewinnbringend in den Kunstmarkt gebracht wurde, sondern am Ende in der Schaufensterauslage eines kleinen Münchner Antiquitätenladens landet, wo sie schließlich von einem Archäologen entdeckt, für 450 RM erworben und anschließend an die Bayerischen Staatssammlungen übergeben wurde, bleibt ebenfalls ein mit Logik nur schwer interpretierbares Rätsel.

Bei allem Respekt, aber das alles ist m.E. doch etwas sehr abwegig und macht eigentlich keinen rechten Sinn! Spätestens im Falle Moordorf sollten daher ernsthafte Zweifel an der gegenwärtigen Fälschungs-Diskussion (s.o.) entstehen!

Abschließend noch kurz zu einem weiteren Detail in der Sache Bernstorf:
H. Illig erwähnt in seinem Beitrag u.a., dass Herr Stefan Winghart (zum Zeitpunkt der Auffindung des Bernstorf-Goldes Hauptkonservator im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege) „…von Anfang an Zweifel an der Echtheit der Bernstorf –Funde gehabt habe. So gebe es (nach seiner Ansicht) aus der fraglichen Zeit kein vergleichbares Stück aus Rohbernstein, auch keine lachenden oder grinsenden Gesichter….“
Sorry, aber hier muss ich auch als Amateur widersprechen: Es gibt sehr wohl ganz ähnliche Darstellungen von „grinsenden Gesichtern“ und zwar im Fundinventar von Mykene – allerdings dort nur aus Keramik. Manche der recht populären Terracotta-Figurinen aus Mykene haben Gesichter, die fast an Karikaturen erinnern. –
Man findet dazu Bilder (von Objekten des Nationalmuseums Athen) sogar im Internet - Einige davon könnten dem möglichen Fälscher des Bersteingesichts sogar als Vorbild gedient haben (http://flickrhivemind.net/Tags/figurine,mycenae/Interesting, Vgl.-insbesondere das Objekt auf dieser website, das als laufende No.11 abgebildet ist).
Man sollte also schon bei den Tatsachen bleiben – die „grinsenden Gesichter“ sind eben (per se) kein schlüssiges Argument gegen den Bernstorfer Bernstein – ganz im Gegenteil! - Vielleicht erfährt man ja aber doch noch mal irgendwann, was Frau Verkooijen dazu herausgefunden hat.

B. Weber
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Andreas Dr. Banholczer, 16.03.2016 12:01
Man muss sich schon fragen, ob sich "paläometallurgisch" die Echtheit bzw. das Alter von Gegenständen überhaupt bestimmen lässt. Über radioaktive Zerfallsreihen geht es naturgemäß nicht. Bleiben also nur die Herkunft und die Nutzung der Lagerstätte zu der in Frage kommenden Zeit. Beides geht von unseren gegenwärtigen Kenntnissen der damaligen Zeiten und ihren technischen Fähigkeiten aus. Die sind nun mal mehr oder weniger lückenhaft. Es mag schon sein, das Handwerkskunst nahe an die Präzision moderner industrieller Prozesse heranreicht, Beispiele gibt es genug, z.B. das ja mit sehr alten , aber bis ins letzte optimierten Handwerkstechniken hergestellte Katana, das einem modernen Kavalliesäbel aus dem 19. Jahrhundert sicher in nichts nachsteht (auch, wenn viele meinen, das es diesen sogar übertreffen würde, nun, das glaube ich nicht). Und ob wir immer sagen können, ein Gegenstand sei typisch oder untypisch für eine Epoche, ist letzten Endes auch nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit behaftet und es mag auch "Ausreißer" geben, also untypische Gegenstände, gibt es ja auch heute noch, man denke z.B. ans moderne "Retrodesign". Kann man also bei solchen Gegenständen wirklich mit letzter Sicherheit das Alter bestimmen? Eine mehr oder weniger große Unsicherheit wird bleiben, insbesondere dann, wenn der Gegenstand unsere Erwartungen nicht trifft, sei das in der Form (Nebra) oder der Technik (Reinheit Bernstorfer Goldfunde).
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gunther genthe, 04.04.2016 14:47
ob dieser pseudowissenschaflichen Darlegungen hin ode her: es íst eine schlecht gemachte Fälschung, die offensichtlich ist
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Bernd Weber, 04.04.2016 22:10
...Das ist allerdings auch keine wissenschaftliche Argumentation, sondern schlicht eine Behauptung! - Wenn's denn so einfach wäre, gäbe es die Debatte wohl auch garnicht, oder?

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gunther genthe, 07.04.2016 22:27
Die entdeckte Bernsteinmaske ist augenscheinlich der von Schliemann ausgegrabenen sog. 'Totenmaske des Agamemnon' nachempfunden, dazu noch dazu äußerst dilettantisch (Pünktchen,Pünktchen,Komma Strich …) gemacht und mit unerklärlichen Schriftzeichen versehen. Diese stammt übrigens aus einer Zeit ca. 500 Jahre vor der erwähnten Datierung der Siedlung von Bernsdorf. Warum die Bernsteinmaske außerdem in Lehm eingeschlossen war, ist mehr als ungewöhnlich.
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Bernd Weber, 08.04.2016 21:58
Hallo,

na’ das klingt schon sachlicher… Sind Sie Archäologe oder Kunstsachverständiger? Ich würde das alles (als Laie) jedenfalls nicht so flott behaupten… Ob die Agamemnon-Maske wirklich das Vorbild war, sei dahingestellt.. Es gibt massenhaft „Vorbilder“ im Formenschatz von Mykene (http://flickrhivemind.net/Tags/figurine,mycenae/Interesting) Das Bernstorf-Gesicht sieht zugegeben wirklich etwas albern aus, aber die „Kasperlegesichter“ in den Mykene-Terrakotten sehen nicht wesentlich anders aus.. Zudem gibt es ganz ähnliche kleine (witzige) Bernsteinmasken aus der frühen Eisenzeit Ostpreußens (Wiskiauten) !!…Darf ich eine böse Vermutung äußern (?): Hätte Herr Pernicka nicht über das Gold gemeckert, würde die Bersteinmaske wohl noch heute vollkommen zweifelsfrei in den Bernstorf-Fundkomplex eingeordnet! .Vielleicht stellt sich das ganze am Ende ja tatsächlich noch als Fälschung raus, aber man sollte doch wenigstens mal warten, bis das Ergebnis von Frau Kate Verkooijen zum Bernsteinfund wirklich vorliegt, besser gesagt, endlich vorgelegt wird – bevor man sich in neuen Behauptungen ergeht!!
Meine (und nicht nur meine!) Kritik betrifft eigentlich auch wesentlich die Interpretation der Laser-Ablations-Daten (und dabei vor allem auch die Methodik der Probenbewertung) des Goldes, insbesondere im Kontext mit anderen (danach ebenfalls als Fälschungen zu deklarierenden) Objekten (Moordorf-Scheibe, Echnaton-Sargwanne und vermutlich noch viele andere Objekte)… Irgendwas stimmt nicht im Verfahren, bzw. in der Interpretation. Ich empfehle Ihnen dazu wirklich mal die Diskussion im zitierten Geschichtsforum (http://www.geschichtsforum.de/f34/gold-und-bernsteinfunde-bernstorf-bayern-50208/) zu lesen, wo Leute aus der Chemiker- und Metallurgen-Ecke schwerwiegende Kritik an der Analyse-Praxis (d.h. zur Probenbewertung für das LA-ICPMS) anbringen.
Zudem ist (s.o.) die Festlegung des angeblich frühesten Alters (600 BC) für dieses o.g. Goldanreicherungsverfahren eine sehr wacklige Behauptung, die als Argument (noch dazu als Ausschließungsargument) daher keinesfalls hinreichend ist – mit anderen Worten: Das fragliche metallurgische Verfahren könnte eben auch viel früher entdeckt und verwendet worden sein. Dass wir dafür bisher keine Evidenz haben, schließt diese Möglichkeit keinesfalls aus!

Also, was ich grundsätzlich anrate, ist lediglich ein bissel mehr Zurückhaltung bei Behauptungen! – In diesem Sinne mit freundlichen Grüßen -

B. Weber
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ACHIM LUCAS REHM, 13.11.2016 18:14
Ich verstehe nicht, warum man die Echtheit des Fundes nicht feststellen kann. Aufschluß gibt der Fundplatz und die Beifunde, die man mit der Radiocarbon-Methode datieren könnte. Es muß doch ersichtlich sein, ob ein Objekt erst kurz in der Erde ruht oder seit Jahrtausenden. So wären anhaftende Verbackungen an den Objekten etc...
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CrefAddip CrefAddip, 04.01.2017 15:36
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NocenEx NocenEx, 06.01.2017 02:22
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awrysox awrysox, 08.01.2017 00:06
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WilliamSed WilliamSed, 10.01.2017 23:22
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MdteRep MdteRep, 14.01.2017 17:47
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