Ingelheimer Gerichtbücher online

Was passierte mit einem Viehhändler, der ein scheinbar krankes Schwein an einen Bauern verkauft hat und dieses auf dem langen Heimweg nach "Winternheim" verlustig gegangen ist? Solcherlei "Hader" oder Streit wurde in den Ingelheimer Gerichtbüchern niedergeschrieben, die für die Wissenschaft einen unschätzbaren Fundus an Informationen über das Leben im Mittelalter darstellen.

Knapp 570 Seiten saubere Einträge, verpackt in einem Band von sechs Zentimeter Breite berichten über die dortigen Streitigkeiten und zeichnen ein Bild vom Leben eines Dorfes um die Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Somit kann man nun auch zu den Großwinternheimer Beleidigungsklagen, Ehebrüchen, Erbrechtsstreitigkeiten, tätlichen Angriffen, Betrugsdelikten, Nachbarschaftszwisten oder Wirtshausschlägereien im Internet recherchieren.

Das nun digitalisierte Buch aus Großwinternheim deckt den Zeitraum von 1490 bis 1502 ab. Man sieht neben dem eingescannten Original die Transkription und die Übersetzung in heutiges Deutsch. Daneben haben Dr. Stefan Grathoff, Dr. Regina Schäfer und sein Team ein alphabetisches Register erstellt.

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