Sehr geehrte Leser, dieser Newsletter informiert Sie über Neuigkeiten und Änderungen bei Archäologie Online. | |
|---|
|
|---|
| Selbst für die Fachwelt war es eine Sensation: Im März 2026 stießen Arbeiter bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken an der Willigisbrücke in Aschaffenburg auf historische Hölzer. Deren Alter war zunächst unklar. Doch in nur wenigen Wochen gelang es Wissenschaftlern des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) die Eichenbalken zu datieren – gefällt wurden sie in der Eisenzeit, zwischen 372 und 352 vor Christus. |
|---|
|
|---|
| Archäologen entdeckten bei Döhlen eine 5.800 Jahre alte Trapezgrabenanlage der Baalberger Kultur – mit einer Bestattung in Hockerposition. Ein seltener Fund im Landkreis Leipzig. |
|---|
|
|---|
| Seit 2003 führt das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart archäologische Untersuchungen in Neuenstadt am Kocher durch. Im Fokus steht die Funktion einer antiken Ansiedlung aus dem 2./3. Jahrhundert, die von Römern als Planstadt angelegt wurde. |
|---|
|
|---|
| m Frühjahr dieses Jahres hat ein vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) begleitetes Ausgrabungsteam eine 2.000 Jahre alte Siedlung in Rödinghausen-Schwenningdorf entdeckt und in seinem Umfang erfasst. Nun erforscht ein kleines LWL-Team das Zentrum der Siedlung. |
|---|
|
|---|
| Röntgenverfahren liefern neue Hinweise zu Material und Herstellung der Dosenfibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt Was verraten Materialspuren über die Herstellung eines mehr als 1700 Jahre alten Schmuckstücks? Dieser Frage sind INNOVENT e.V. und die Sammlung Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena bei der Untersuchung zweier außergewöhnlicher Dosenfibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt nachgegangen. Mithilfe von Röntgen-Computertomographie und Röntgenfluoreszenzanalyse konnten sowohl konstruktive Details als auch Hinweise auf die verwendeten Ausgangsmaterialien und deren Verarbeitung gewonnen werden. |
|---|
|
|---|
| Gab es Marken bereits vor der modernen Gesellschaft, in nicht-kapitalistischen Wirtschaftssystemen? Ein internationales Team unter der Leitung von Marta Luciani von der Universität Wien hat unerwartete Erkenntnisse über den Handel in der Bronzezeit geliefert: Ja, Marken gab es tatsächlich schon vor 3.200 Jahren. Neue Erkenntnisse zu Funden in der Oase Qurayyah im Nordwesten Arabiens bieten beispiellose Einblicke in die Herstellung zweifarbig bemalter Keramik. Die Forschenden wiesen nach, dass die Gefäße so unverwechselbar, ansprechend und begehrt waren, dass sie in jeder Hinsicht als "Marke" betrachtet werden müssen. |
|---|
|
|---|
| Vor etwa 15.000 Jahren änderte sich die Lebensweise menschlicher Gemeinschaften in der südlichen Levante grundlegend. Gruppen von Jäger-Sammlern, die bis dahin eine nomadische Lebensweise praktizierten, schränkten ihre Mobilität ein und errichteten erstmals kleine, dauerhafte Siedlungen. Diese als Natufien bezeichnete Kultur gilt als wichtige Etappe in der Geschichte der Sesshaftigkeit des Menschen, noch vor der Entwicklung der Landwirtschaft. Die geringere Mobilität wirkte sich auch auf die Ernährung der Menschen aus – sie konnten bei der Auswahl ihrer Nahrungsquellen nicht mehr so wählerisch sein wie zuvor. Eine Studie beweist erstmals, dass die Menschen des Natufien auch Jagd auf Reptilien machten. |
|---|
|
|---|
| Ein Team des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen untersucht Wanderungen der Menschen der vergangenen 3.000 Jahre im Südpazifik. |
|---|
|
|---|
| Im Vorfeld eines Neubauvorhabens auf einem Gartengrundstück an der Ravensberger Straße in Werther (Kr. Gütersloh) hat ein Grabungsteam in Zusammenarbeit mit der LWL-Archäologie für Westfalen mittelalterliche Siedlungsspuren aus der Frühzeit der Stadt Werther entdeckt. Die archäologischen Untersuchungen waren erforderlich, da die Baufläche nur etwa 200 Meter von der Kirche St. Jakobus entfernt liegt und sich damit noch innerhalb des historischen Ortskerns befindet. |
|---|
|
|---|
| Die Entdeckung, dass abgelegene Mittelmeerinseln bereits vor der Entwicklung der Landwirtschaft besiedelt wurden, hat die bisherigen Vorstellungen von den maritimen Fähigkeiten der letzten Jäger und Sammler Europas grundlegend verändert. Neue Befunde aus Malta zeigen, dass diese Gruppen über mindestens ein Jahrtausend hinweg wiederholt Seereisen von mindestens 100 Kilometern Länge unternahmen, vermutlich zwischen Sizilien und Malta. |
|---|
|
|---|
| Im Zusammenhang mit der weiteren Erschließung des Industriegebiets ›Ost‹ in Halberstadt finden in enger Abstimmung mit der Stadt Halberstadt im Bereich ›Am Frevelgraben‹ derzeit archäologische Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt statt. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung liegt auf einer herausragenden mittelalterlichen Wüstung, die bereits zahlreiche aufschlussreiche Befunde erbrachte. |
|---|
|
|---|
| Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften untersuchte die DNA von über 500 Mammuts aus Knochenfunden in Nordamerika, Asien und Europa – darunter auch aus Langmannersdorf in Niederösterreich. Wie das Team nun im Fachjournal Current Biology berichtet, waren jene Mammuts, die von unseren Vorfahren gejagt wurden, überwiegend weiblich. |
|---|
|
|---|
| Eine in der Fachzeitschrift PNAS veröffentliche Studie zeigt, dass die Zunahme der Getreidekorngröße zu Beginn der Jungsteinzeit vor 11.000 Jahren eher auf Wachstumsbedingungen als auf menschliche Selektion zurückzuführen war. |
|---|
|
|---|
| Die Ruine der einstigen Stiftskirche St. Marien zu Walbeck an der Aller, nach 941 von Graf Lothar II. als Sühneleistung für die Beteiligung an einer Verschwörung gegen Otto I. gegründet, gilt als ein bedeutendes architektonisches Zeugnis der Ottonenzeit weit über das heutige Sachsen-Anhalt hinaus. Das aufgehende Mauerwerk war wiederholt Gegenstand der Bauforschung. Im Untergrund befinden sich archäologische Befunde, die neue Erkenntnisse zur Datierung und zu baulichen Eigenheiten liefern. |
|---|
|
|---|
| Neue Erkenntnisse zum mittelalterlichen Schiffsbau und zur Schifffahrtsgeschichte der Bodenseeregion Während ein Keller in der Konstanzer Konradigasse aus dem Jahr 1244 bauhistorisch untersucht wurde, kam ein ungewöhnlicher Befund zutage: Bei der Kellerdecke handelt es sich um Teile eines mittelalterlichen Schiffes. Die Untersuchung durch das Landesamt für Denkmalpflege verspricht außergewöhnliche Erkenntnisse zur Schifffahrtsgeschichte der Region. |
|---|
|
|---|
| Wohnen Menschen kontinuierlich über lange Zeit an demselben Platz, so können sich Abfälle, der Schutt von Häusern usw. schichtenweise zu regelrechten Wohnhügeln auftürmen. Bei Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Groß Rosenburg im Salzlandkreis konnte nun ein solcher Wohnhügel dokumentiert werden, der sich einst über ungefähr acht Hektar erstreckt hatte und über mehrere tausend Jahre immer wieder als Siedlungsplatz genutzt wurde. |
|---|
|
|---|
| Ein deutsch-türkisches Team hat auf über 5.000 Metern erstmals den Gletscher des Ararat vermessen. Unter dem schmelzenden Eis könnte ein einzigartiges Klima- und Kulturarchiv liegen, das Jahrtausende zurückreicht. Nun suchte das Team die beste Stelle, um dort künftig Eisbohrkerne zu gewinnen. |
|---|
|
|---|
| Eine neue Studie dokumentiert eine Reihe fossiler Fußspuren, die das "fossile Verhalten" einer frühen Homininen-Gruppe an einem Seeufer im Norden Kenias vor rund 1,4 Millionen Jahren festhalten. |
|---|
|
|---|
 | Aufgrund des großen Erfolges verlängert das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) seine aktuelle große Sonderausstellung bis zum 7. Februar 2026. Ausgehend von der außergewöhnlichen Bestattung der Schamanin von Bad Dürrenberg (7.000 v. Chr.) wird den frühesten Hinweisen auf das Phänomen des Schamanismus nachgegangen. Faszinierende Funde entführen in die Welt der spirituellen Spezialistin von Bad Dürrenberg und in das Mesolithikum. www.ausstellung-schamanin.de | |
|---|
|
|---|
| Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Leipziger Umwelthistorikers Martin Bauch (GWZO) konnte nachweisen, dass die berühmte Magdalenenflut von 1342 nur eines von 16 überregionalen Hochwassern binnen zweier Jahre war. Die jetzt veröffentlichten Erkenntnisse verändern den Blick auf mittelalterliche Katastrophen – und auf das heutige Hochwasser-Risikomanagement. |
|---|
|
|---|
| Der Halberstädter Dom in der gleichnamigen Stadt im nördlichen Harzvorland ist ein mittelalterliches Meisterwerk von nationaler Bedeutung. Doch der Dom ist bedroht durch schädliche Emissionen vor allem fossiler Brennstoffe. Ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördertes High-Tech-Projekt sorgt für Schutz und Erhalt dieses Denkmals – mithilfe von Lasertechnik. |
|---|
|
|---|
| Eine neue wissenschaftliche Publikation stellt den bislang umfassendsten digitalen Zwilling des Mannes aus dem Eis und seiner Ausrüstung vor. Erstmals wurden dabei hochauflösende Aufnahmen der Körperoberfläche mit dreidimensionalen CT-Daten aus dem Inneren der Mumie zusammengeführt. Das vom Südtiroler Archäologiemuseum beauftragte Projekt eröffnet neue Möglichkeiten für Forschung, Konservierung und Vermittlung. |
|---|
|
|---|
| Ein äthiopisch-deutsches DAI-Projekt untersucht die Tragfähigkeit der Wände eines antiken mehrstöckigen Palastes in Yeha (Äthiopien). |
|---|
|
|---|
| Im Spätmittelalter ab dem Jahr 1310 waren die prächtigen Außenwandmalereien der Nikolaikirche (heute: Friedenskirche) in Frankfurt/Oder weithin sichtbar. Doch bereits gut 70 Jahre später gerieten sie praktisch in Vergessenheit, weil das Kirchenschiff um einen neuen Chortrakt erweitert worden war, der die Malereien verdeckte. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat ein Projekt der Fachhochschule Potsdam gefördert, in dem die Malereien auf Folgen von Umwelteinflüssen geprüft wurden. Mit innovativen Methoden wurde auch das ursprüngliche Erscheinungsbild der überbauten Fassade rekonstruiert. |
|---|
|
|---|
| Besondere Reise für die Bremer Weserlastkähne: Damit die historischen Kähne aus dem 17. Jahrhundert zeitgemäß in 3D dokumentiert werden können, wechselten sie nach 19 Jahren den Standort vom Depot des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte nach Vechta. |
|---|
|
|---|
| Neues Forschungsprojekt zur Altsteinzeit Warum setzte sich in der Geschichte der Menschheit Homo sapiens durch, während andere Menschenformen wie die Neandertaler verschwanden? Und welche Rolle spielten dabei bereits Hunderttausende von Jahren zuvor Klima, Umwelt, technischer Fortschritt und Begegnungen zwischen verschiedenen Populationen? Diesen Fragen widmet sich ein neues Forschungsprojekt des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA). Das Vorhaben wird in den kommenden fünf Jahren durch einen "ERC Starting Grant" des Europäischen Forschungsrats mit 1,5 Millionen Euro gefördert. |
|---|
|
|---|
1189 bricht Friedrich Barbarossa mit einem gewaltigen Heer nach Jerusalem auf. Doch der sorgfältig vorbereitete Dritte Kreuzzug wird von Kämpfen, Hunger, Krankheiten und dem Tod des Kaisers überschattet. Die Historikerin Teresa Maria Felchner untersucht nicht nur die Fürsten und Ritter, sondern auch Geistliche, Bürger und den Minnesänger Friedrich von Hausen. Anhand ihrer Lebenswege zeigt sich, wer dem Kaiser folgte, welche Motive die Kreuzfahrer antrieben und warum nur ein Bruchteil des Heeres Akkon erreichte. Ein Blick auf den Kreuzzug aus der Perspektive der Menschen, die ihn trugen. | |
|---|
|
|---|
- The Golden Bond - Unfolding the Kapulukaya Hoard
Das Webportal »The Golden Bond« der Universität Mailand widmet sich der digitalen Aufbereitung des spätantiken Münzschatzes von Kapulukaya. Im Mittelpunkt der interaktiven Webpräsenz stehen 21 spätrömische Goldsolidi und das zugehörige Tongefäß des Depotfundes. Interessierte können die Objekte anhand von 3D-Modellen interaktiv erforschen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Begleitende historische Narrative und strukturierte Metadaten vermitteln den archäologischen und geldgeschichtlichen Kontext des Fundkomplexes im spätantiken Anatolien.
- Götter und Totenkultur der Antike - Eine Reise in die Unterwelt
Die Ausstellung »Antike an Rhein und Neckar – Götter und Totenkultur der Antike« in der Deutschen Digitalen Bibliothek präsentiert die Jenseitsvorstellungen und Bestattungsriten des Altertums. Das Projekt präsentiert ausgewählte Funde der Dauerausstellung »Versunkene Geschichte« und vermittelt auf anschauliche Weise mythische Erzählungen über die Reise ins Jenseits und den antiken Totenkult.
- Deep Mapping Estate Archives
Die Webplattform des Projekts »Deep Mapping Estate Archives« der RCAHMW (Royal Commission on the Ancient & Historic Monuments of Wales) verbindet historische Archivquellen mit modernen Geoinformationssystemen. Im Zentrum steht die Dokumentation des landschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels in Wales vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Über interaktive Kartenanwendungen erhalten Nutzer Einblick in georeferenzierte und vektorisierte Guts-, Flurbereinigungs-, Zehnt- und frühe Vermessungskarten. Verknüpfte Archivdaten zu Besitzverhältnissen, Flurnamen und Landnutzung ermöglichen zudem detaillierte raumbezogene Analysen historischer Kulturlandschaften.
- SCOOP - Source Codes of the Past
Auf der Homepage von SCOOP (Source Codes of the Past) wird ein internationales Netzwerk zur automatisierten Transkription und Analyse handschriftlicher historischer Quellen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Verfahren der automatischen Text- und Handschriftenerkennung, die Klassifikation von Dokumenten, methodische Fragen, sprachliche Herausforderungen sowie Datensätze und institutionelle Arbeitsabläufe. Ebenso befasst sich das Netzwerk mit der Weiterverwendung erkannter Texte für Textvergleich, Natural Language Processing und digitale Editionen. Das Angebot wird durch Informationen zu Arbeitsgruppen, Fachveranstaltungen, den regelmäßigen Austauschtreffen, Beteiligungsmöglichkeiten und den beteiligten Forschungseinrichtungen ergänzt.
- du:cac - Dubrovnik: Civitas et Acta Consiliorum
Das Webportal des Forschungsprojekts „DUCAC” des Instituts für Kunstgeschichte in Zagreb widmet sich der städtebaulichen Entwicklung Dubrovniks im 15. Jahrhundert. Im Zentrum stehen unveröffentlichte Ratsbeschlüsse und der bauliche Wandel der Stadt. Über die Plattform erhalten Nutzer Zugang zu einer Datenbank, 3D-Rekonstruktionen sowie historischen Ansichten und Plänen. Darüber hinaus informiert die Seite über Workshops und Publikationen des Teams.
| |
|---|
|
|---|
Ihre Meinung ist uns wichtig | |
|---|
|
|---|
Wie ist Ihre Meinung zu unserem Newsletter? Wünschen Sie sich mehr oder andere Informationen? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Hinweise. Schreiben Sie an: redaktion@archaeologie-online.de | |
|---|
|
|---|
Wussten Sie schon? Archäologie Online ist ein Non-Profit-Projekt. Um die Kosten für Server usw. aufbringen zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Erfahren Sie mehr, helfen Sie mit! Sie erhalten diesen Newsletter, da Sie ihn für die Mailadresse ###USER_email### abonniert haben. Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen, falls Sie ihn künftig nicht mehr erhalten wollen. | |
|---|
|
|---|
|
|
|