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Archäologie Online Newsletter 16/2026

11.09.2026

 

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Nachrichten

Grabung am Mainufer: 2400 Jahre alte Hölzer per Kran geborgen
Mauer mit Holzlagen im archäologischen Befund

Selbst für die Fachwelt war es eine Sensation: Im März 2026 stießen Arbeiter bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken an der Willigisbrücke in Aschaffenburg auf historische Hölzer. Deren Alter war zunächst unklar. Doch in nur wenigen Wochen gelang es Wissenschaftlern des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) die Eichenbalken zu datieren – gefällt wurden sie in der Eisenzeit, zwischen 372 und 352 vor Christus.

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Trapezförmige Grabanlage der Jungsteinzeit bei Markranstädt entdeckt
Drohnenaufnahme der Trapezgrabenanlage bei Markranstädt

Archäologen entdeckten bei Döhlen eine 5.800 Jahre alte Trapezgrabenanlage der Baalberger Kultur – mit einer Bestattung in Hockerposition. Ein seltener Fund im Landkreis Leipzig.

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Archäologische Untersuchungen im römischen Zentralort von Neuenstadt am Kocher
Freilegung eines Steinkellers

Seit 2003 führt das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart archäologische Untersuchungen in Neuenstadt am Kocher durch. Im Fokus steht die Funktion einer antiken Ansiedlung aus dem 2./3. Jahrhundert, die von Römern als Planstadt angelegt wurde.

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Im Zentrum der ältesten Siedlung in Rödinghausen
Anlegen eines Profils durch eine Pfostengrube

m Frühjahr dieses Jahres hat ein vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) begleitetes Ausgrabungsteam eine 2.000 Jahre alte Siedlung in Rödinghausen-Schwenningdorf entdeckt und in seinem Umfang erfasst. Nun erforscht ein kleines LWL-Team das Zentrum der Siedlung.

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Moderne Analytik gibt neue Einblicke in die 1700 Jahre alten Fibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt
Falschfarbendarstellung der Bauteile der Dosenfibel aus Dienstedt

Röntgenverfahren liefern neue Hinweise zu Material und Herstellung der Dosenfibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt

Was verraten Materialspuren über die Herstellung eines mehr als 1700 Jahre alten Schmuckstücks? Dieser Frage sind INNOVENT e.V. und die Sammlung Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena bei der Untersuchung zweier außergewöhnlicher Dosenfibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt nachgegangen. Mithilfe von Röntgen-Computertomographie und Röntgenfluoreszenzanalyse konnten sowohl konstruktive Details als auch Hinweise auf die verwendeten Ausgangsmaterialien und deren Verarbeitung gewonnen werden.

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In Oasen in der arabischen Wüste gab es bereits in der Bronzezeit "Marken"
Qurayyah-Lackkeramik (QPW) 4, früher bekannt als "Midianitische Keramik". (Qurayyah Joint Archaeological Project)

Gab es Marken bereits vor der modernen Gesellschaft, in nicht-kapitalistischen Wirtschaftssystemen? Ein internationales Team unter der Leitung von Marta Luciani von der Universität Wien hat unerwartete Erkenntnisse über den Handel in der Bronzezeit geliefert: Ja, Marken gab es tatsächlich schon vor 3.200 Jahren. Neue Erkenntnisse zu Funden in der Oase Qurayyah im Nordwesten Arabiens bieten beispiellose Einblicke in die Herstellung zweifarbig bemalter Keramik. Die Forschenden wiesen nach, dass die Gefäße so unverwechselbar, ansprechend und begehrt waren, dass sie in jeder Hinsicht als "Marke" betrachtet werden müssen.

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Urgeschichtliche Schlangenjagd am Berg Karmel
Erstautorin Maayan Lev (rechts) mit Kolleginnen und Kollegen während der Ausgrabungen am Berg Karmel. (© Reuven Yeshurun)

Vor etwa 15.000 Jahren änderte sich die Lebensweise menschlicher Gemeinschaften in der südlichen Levante grundlegend. Gruppen von Jäger-Sammlern, die bis dahin eine nomadische Lebensweise praktizierten, schränkten ihre Mobilität ein und errichteten erstmals kleine, dauerhafte Siedlungen. Diese als Natufien bezeichnete Kultur gilt als wichtige Etappe in der Geschichte der Sesshaftigkeit des Menschen, noch vor der Entwicklung der Landwirtschaft. Die geringere Mobilität wirkte sich auch auf die Ernährung der Menschen aus – sie konnten bei der Auswahl ihrer Nahrungsquellen nicht mehr so wählerisch sein wie zuvor. Eine Studie beweist erstmals, dass die Menschen des Natufien auch Jagd auf Reptilien machten.

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Alte DNA lässt Dynamik der frühen Besiedlung pazifischer Inseln erkennen
Datierung der vielfältigen Wanderungsbewegungen früher Menschen nach der ersten Besiedlung des westlichen Ozeaniens ("Fernes Ozeanien" in engl. Übersetzung). (Abbildung: Grafische Zusammenfassung, Michal Feldman et al./Cell.)

Ein Team des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen untersucht Wanderungen der Menschen der vergangenen 3.000 Jahre im Südpazifik.

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Siedlungsspuren aus den mittelalterlichen Anfängen Werthers entdeckt
Grabungsfläche auf dem ehemaligen Gartengrundstück an der Ravensberger Straße. Im Bereich des heutigen Carports am linken Rand der Grabungsfläche konnten die Pfostenstellungen eines mittelalterlichen Wohngebäudes nachgewiesen werden, das man in der Nähe des Schwarzbaches errichtet hatte. (Foto: Archäologie am Hellweg e.G./H. Nabo)

Im Vorfeld eines Neubauvorhabens auf einem Gartengrundstück an der Ravensberger Straße in Werther (Kr. Gütersloh) hat ein Grabungsteam in Zusammenarbeit mit der LWL-Archäologie für Westfalen mittelalterliche Siedlungsspuren aus der Frühzeit der Stadt Werther entdeckt. Die archäologischen Untersuchungen waren erforderlich, da die Baufläche nur etwa 200 Meter von der Kirche St. Jakobus entfernt liegt und sich damit noch innerhalb des historischen Ortskerns befindet.

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Frühe Fernfahrten über das Mittelmeer verbanden Gemeinschaften über mindestens ein Jahrtausend
Die Höhlenfundstätte Latnija im Norden der Region Mellieħa auf Malta liefert Hinweise auf eine mehr als 1000-jährige Besiedlung durch Jäger und Sammler (Quelle: Huw Groucutt)

Die Entdeckung, dass abgelegene Mittelmeerinseln bereits vor der Entwicklung der Landwirtschaft besiedelt wurden, hat die bisherigen Vorstellungen von den maritimen Fähigkeiten der letzten Jäger und Sammler Europas grundlegend verändert. Neue Befunde aus Malta zeigen, dass diese Gruppen über mindestens ein Jahrtausend hinweg wiederholt Seereisen von mindestens 100 Kilometern Länge unternahmen, vermutlich zwischen Sizilien und Malta.

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Eine mittelalterliche Wüstung ›Am Frevelgraben‹
Grubenhäuser bei Halberstadt-Frevelgraben

Im Zusammenhang mit der weiteren Erschließung des Industriegebiets ›Ost‹ in Halberstadt finden in enger Abstimmung mit der Stadt Halberstadt im Bereich ›Am Frevelgraben‹ derzeit archäologische Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt statt. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung liegt auf einer herausragenden mittelalterlichen Wüstung, die bereits zahlreiche aufschlussreiche Befunde erbrachte.

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Eiszeitmenschen nutzten bevorzugt weibliche Mammuts
Freilegung von Mammutknochen

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften untersuchte die DNA von über 500 Mammuts aus Knochenfunden in Nordamerika, Asien und Europa – darunter auch aus Langmannersdorf in Niederösterreich. Wie das Team nun im Fachjournal Current Biology berichtet, waren jene Mammuts, die von unseren Vorfahren gejagt wurden, überwiegend weiblich.

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Neue Einblicke in die frühesten Phasen der Getreidedomestizierung
Das Sharara-Team auf dem Weg zur Ausgrabungsstätte

Eine in der Fachzeitschrift PNAS veröffentliche Studie zeigt, dass die Zunahme der Getreidekorngröße zu Beginn der Jungsteinzeit vor 11.000 Jahren eher auf Wachstumsbedingungen als auf menschliche Selektion zurückzuführen war.

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Bauarchäologie am ottonenzeitlichen St. Marien Stift in Walbeck an der Aller
Ruine der Walbecker Kirche

Die Ruine der einstigen Stiftskirche St. Marien zu Walbeck an der Aller, nach 941 von Graf Lothar II. als Sühneleistung für die Beteiligung an einer Verschwörung gegen Otto I. gegründet, gilt als ein bedeutendes architektonisches Zeugnis der Ottonenzeit weit über das heutige Sachsen-Anhalt hinaus. Das aufgehende Mauerwerk war wiederholt Gegenstand der Bauforschung. Im Untergrund befinden sich archäologische Befunde, die neue Erkenntnisse zur Datierung und zu baulichen Eigenheiten liefern.

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Konstanz: Mittelalterliches Schiff in einer Kellerdecke untersucht
Mittelalterliche Schiffsbohlen in der Konstanzer Kellerdecke

Neue Erkenntnisse zum mittelalterlichen Schiffsbau und zur Schifffahrtsgeschichte der Bodenseeregion

Während ein Keller in der Konstanzer Konradigasse aus dem Jahr 1244 bauhistorisch untersucht wurde, kam ein ungewöhnlicher Befund zutage: Bei der Kellerdecke handelt es sich um Teile eines mittelalterlichen Schiffes. Die Untersuchung durch das Landesamt für Denkmalpflege verspricht außergewöhnliche Erkenntnisse zur Schifffahrtsgeschichte der Region.

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In die Höhe gewohnt. Archäologische Untersuchungen an einem Siedlungshügel bei Groß Rosenburg, Sachsen-Anhalt
Freilegung eines Urnengrabes

Wohnen Menschen kontinuierlich über lange Zeit an demselben Platz, so können sich Abfälle, der Schutt von Häusern usw. schichtenweise zu regelrechten Wohnhügeln auftürmen. Bei Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Groß Rosenburg im Salzlandkreis konnte nun ein solcher Wohnhügel dokumentiert werden, der sich einst über ungefähr acht Hektar erstreckt hatte und über mehrere tausend Jahre immer wieder als Siedlungsplatz genutzt wurde.

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Deutsch-türkisches Forschungsteam erkundet schrumpfenden Ararat-Gletscher als Klima- und Umweltarchiv
Basislager unterhalb des Ararat-Gipfels

Ein deutsch-türkisches Team hat auf über 5.000 Metern erstmals den Gletscher des Ararat vermessen. Unter dem schmelzenden Eis könnte ein einzigartiges Klima- und Kulturarchiv liegen, das Jahrtausende zurückreicht. Nun suchte das Team die beste Stelle, um dort künftig Eisbohrkerne zu gewinnen.

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Fossile Fussabdrücke eines 1,4 Millionen Jahre alten Menschenverwandten
Fußabdruck eines Paranthropus boisei

Eine neue Studie dokumentiert eine Reihe fossiler Fußspuren, die das "fossile Verhalten" einer frühen Homininen-Gruppe an einem Seeufer im Norden Kenias vor rund 1,4 Millionen Jahren festhalten.

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"Die Schamanin"

Aufgrund des großen Erfolges verlängert das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) seine aktuelle große Sonderausstellung bis zum 7. Februar 2026.
Ausgehend von der außergewöhnlichen Bestattung der Schamanin von Bad Dürrenberg (7.000 v. Chr.) wird den frühesten Hinweisen auf das Phänomen des Schamanismus nachgegangen. Faszinierende Funde entführen in die Welt der spirituellen Spezialistin von Bad Dürrenberg und in das Mesolithikum.

www.ausstellung-schamanin.de

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Kurz notiert

Als die Fluten Europa überrollten: Die vergessenen Hochwasser-Katastrophen von 1342 und 1343
Extreme Niederschläge und Hochwasser im 13. Jahrhundert

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Leipziger Umwelthistorikers Martin Bauch (GWZO) konnte nachweisen, dass die berühmte Magdalenenflut von 1342 nur eines von 16 überregionalen Hochwassern binnen zweier Jahre war. Die jetzt veröffentlichten Erkenntnisse verändern den Blick auf mittelalterliche Katastrophen – und auf das heutige Hochwasser-Risikomanagement.

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Laserstrahlen am Halberstädter Dom schützen Meisterwerk der Gotik
Westfassade des Doms zu Halberstadt

Der Halberstädter Dom in der gleichnamigen Stadt im nördlichen Harzvorland ist ein mittelalterliches Meisterwerk von nationaler Bedeutung. Doch der Dom ist bedroht durch schädliche Emissionen vor allem fossiler Brennstoffe. Ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördertes High-Tech-Projekt sorgt für Schutz und Erhalt dieses Denkmals – mithilfe von Lasertechnik.

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Ötzis digitaler Zwilling: Neue Maßstäbe in der digitalen Konservierung
Digitaler Zwilling von Ötzi, dem Mann aus dem Eis

Eine neue wissenschaftliche Publikation stellt den bislang umfassendsten digitalen Zwilling des Mannes aus dem Eis und seiner Ausrüstung vor. Erstmals wurden dabei hochauflösende Aufnahmen der Körperoberfläche mit dreidimensionalen CT-Daten aus dem Inneren der Mumie zusammengeführt. Das vom Südtiroler Archäologiemuseum beauftragte Projekt eröffnet neue Möglichkeiten für Forschung, Konservierung und Vermittlung.

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Antike Wolkenkratzer in Äthiopien?
Virtuelles Landschaftsmodell mit dem Palast von Yeha

Ein äthiopisch-deutsches DAI-Projekt untersucht die Tragfähigkeit der Wände eines antiken mehrstöckigen Palastes in Yeha (Äthiopien).

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Fast vergessene Malereien aus dem Mittelalter zu neuem Leben erweckt
Miniaturen des alten Ost-Portals

Im Spätmittelalter ab dem Jahr 1310 waren die prächtigen Außenwandmalereien der Nikolaikirche (heute: Friedenskirche) in Frankfurt/Oder weithin sichtbar. Doch bereits gut 70 Jahre später gerieten sie praktisch in Vergessenheit, weil das Kirchenschiff um einen neuen Chortrakt erweitert worden war, der die Malereien verdeckte. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat ein Projekt der Fachhochschule Potsdam gefördert, in dem die Malereien auf Folgen von Umwelteinflüssen geprüft wurden. Mit innovativen Methoden wurde auch das ursprüngliche Erscheinungsbild der überbauten Fassade rekonstruiert.

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Erster Schritt für die 3D-Dokumentation der Bremer Weserlastkähne
Begutachtung der Holzkomponenten

Besondere Reise für die Bremer Weserlastkähne: Damit die historischen Kähne aus dem 17. Jahrhundert zeitgemäß in 3D dokumentiert werden können, wechselten sie nach 19 Jahren den Standort vom Depot des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte nach Vechta.

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Wie wurden wir zur letzten Menschenart auf der Erde?
Die Fundstelle Suhi Dol in Bosnien und Herzegowina wurde erst 2025 entdeckt und bildet für das neu bewilligte ERC-Projekt "ENCOUNTERS" ein Fenster in die Lebensweise der Neandertaler und ihren Umgang mit wechselnden Umweltbedingungen. (Copyright: © MONREPOS-LEIZA / Tamara Dogandžić)

Neues Forschungsprojekt zur Altsteinzeit

Warum setzte sich in der Geschichte der Menschheit Homo sapiens durch, während andere Menschenformen wie die Neandertaler verschwanden? Und welche Rolle spielten dabei bereits Hunderttausende von Jahren zuvor Klima, Umwelt, technischer Fortschritt und Begegnungen zwischen verschiedenen Populationen? Diesen Fragen widmet sich ein neues Forschungsprojekt des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA). Das Vorhaben wird in den kommenden fünf Jahren durch einen "ERC Starting Grant" des Europäischen Forschungsrats mit 1,5 Millionen Euro gefördert.

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Neu in der Mediathek

Podcast
Friedrich Barbarossa auf Kreuzzug. Ein Blick in das Heer des Kaisers - Epochentrotter #167

1189 bricht Friedrich Barbarossa mit einem gewaltigen Heer nach Jerusalem auf. Doch der sorgfältig vorbereitete Dritte Kreuzzug wird von Kämpfen, Hunger, Krankheiten und dem Tod des Kaisers überschattet. Die Historikerin Teresa Maria Felchner untersucht nicht nur die Fürsten und Ritter, sondern auch Geistliche, Bürger und den Minnesänger Friedrich von Hausen. Anhand ihrer Lebenswege zeigt sich, wer dem Kaiser folgte, welche Motive die Kreuzfahrer antrieben und warum nur ein Bruchteil des Heeres Akkon erreichte. Ein Blick auf den Kreuzzug aus der Perspektive der Menschen, die ihn trugen.

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Neue Einträge im Guide

  • The Golden Bond - Unfolding the Kapulukaya Hoard
    Das Webportal »The Golden Bond« der Universität Mailand widmet sich der digitalen Aufbereitung des spätantiken Münzschatzes von Kapulukaya. Im Mittelpunkt der interaktiven Webpräsenz stehen 21 spätrömische Goldsolidi und das zugehörige Tongefäß des Depotfundes. Interessierte können die Objekte anhand von 3D-Modellen interaktiv erforschen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Begleitende historische Narrative und strukturierte Metadaten vermitteln den archäologischen und geldgeschichtlichen Kontext des Fundkomplexes im spätantiken Anatolien.
  • Götter und Totenkultur der Antike - Eine Reise in die Unterwelt
    Die Ausstellung »Antike an Rhein und Neckar – Götter und Totenkultur der Antike« in der Deutschen Digitalen Bibliothek präsentiert die Jenseitsvorstellungen und Bestattungsriten des Altertums. Das Projekt präsentiert ausgewählte Funde der Dauerausstellung »Versunkene Geschichte« und vermittelt auf anschauliche Weise mythische Erzählungen über die Reise ins Jenseits und den antiken Totenkult.
  • Deep Mapping Estate Archives
    Die Webplattform des Projekts »Deep Mapping Estate Archives« der RCAHMW (Royal Commission on the Ancient & Historic Monuments of Wales) verbindet historische Archivquellen mit modernen Geoinformationssystemen. Im Zentrum steht die Dokumentation des landschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels in Wales vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Über interaktive Kartenanwendungen erhalten Nutzer Einblick in georeferenzierte und vektorisierte Guts-, Flurbereinigungs-, Zehnt- und frühe Vermessungskarten. Verknüpfte Archivdaten zu Besitzverhältnissen, Flurnamen und Landnutzung ermöglichen zudem detaillierte raumbezogene Analysen historischer Kulturlandschaften.
  • SCOOP - Source Codes of the Past
    Auf der Homepage von SCOOP (Source Codes of the Past) wird ein internationales Netzwerk zur automatisierten Transkription und Analyse handschriftlicher historischer Quellen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Verfahren der automatischen Text- und Handschriftenerkennung, die Klassifikation von Dokumenten, methodische Fragen, sprachliche Herausforderungen sowie Datensätze und institutionelle Arbeitsabläufe. Ebenso befasst sich das Netzwerk mit der Weiterverwendung erkannter Texte für Textvergleich, Natural Language Processing und digitale Editionen. Das Angebot wird durch Informationen zu Arbeitsgruppen, Fachveranstaltungen, den regelmäßigen Austauschtreffen, Beteiligungsmöglichkeiten und den beteiligten Forschungseinrichtungen ergänzt.
  • du:cac - Dubrovnik: Civitas et Acta Consiliorum
    Das Webportal des Forschungsprojekts „DUCAC” des Instituts für Kunstgeschichte in Zagreb widmet sich der städtebaulichen Entwicklung Dubrovniks im 15. Jahrhundert. Im Zentrum stehen unveröffentlichte Ratsbeschlüsse und der bauliche Wandel der Stadt. Über die Plattform erhalten Nutzer Zugang zu einer Datenbank, 3D-Rekonstruktionen sowie historischen Ansichten und Plänen. Darüber hinaus informiert die Seite über Workshops und Publikationen des Teams.
 
 
 

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