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Archäologie Online Newsletter 11/2026

06.06.2026

 

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Nachrichten

Spätantike Römerbrücke bei Solothurn entdeckt
Pfähle der Römerbrücke aus dem 4. Jahrhundert.

Bei einer archäologischen Tauchuntersuchung anlässlich der Erneuerung der Eisenbahnbrücke wurden in der Aare bei Solothurn Pfähle einer Holzbrücke aus dem vierten Jahrhundert entdeckt. Der seit langem vermutete römerzeitliche Flussübergang bei Salodurum, dem antiken Solothurn, ist damit endlich auch durch Bodenfunde belegt.

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Ötzis Mikrobiom: Mitbewohner aus 5300 Jahren
Ötzis Hand

Forscher von Eurac Research haben ein detailliertes Bild der mikrobiellen Besiedlung Ötzis gewonnen. Die Untersuchung liefert Einblicke in ein komplexes Mikrobiom – von der Darmflora eines Menschen aus der Kupferzeit bis hin zu an Kälte angepasste Hefen, die die Mumie möglicherweise seit Jahrtausenden begleiten und bis heute Teil eines dynamischen Systems sind.

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Alchemisten auf der Burg Gnandstein?
Kolbenförmiges Destilliergefäß

Fund eines kolbenförmiges Sondergefäßes bei baubegleitender Untersuchung

Die Burg Gnandstein liegt im Ortsteil Gnandstein der Stadt Frohburg (Landkreis Leipzig). Die Entstehung dieser hervorragend erhaltenen Anlage geht in das 13. Jahrhundert zurück. Obwohl eine umfassende Sanierung in den Jahren 1994 bis 2004 durchgeführt wurde, fallen im Burgbereich immer wieder Baumaßnahmen an, die das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) baubegleitend betreut. Die letzte Untersuchung war notwendig, da im Bereich des abgebrochenen Westwerks der Burg umfassende Baumaßnahmen stattfanden und u.a. ein Technikraum eingebaut wurde.

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Taimeringer Mammut wurde vermutlich zerlegt von Jägern und Sammlern
Bergung des Mammutstoßzahns

Neues vom Wollhaarmammut aus Taimering: Das 2020 entdeckte Mammut wurde nach seinem Tod in einen ehemaligen eiszeitlichen Tümpel eingebettet. Pollenfunde und Altersdatierungen belegen, dass das Mammut während der unwirtlichen Bedingungen des Kältemaximums der Würmeiszeit lebte und starb. Schnittspuren an mehreren Rippen deuten darauf hin, dass altsteinzeitliche Menschen sich an dem Kadaver zu schaffen machten.

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Archäologische Spurensuche im ehemaligen Pumpenhaus im Paderquellgebiet
Überreste des Pumpenhauses

Im Zuge der Neugestaltung des Paderquellgebietes in Paderborn bot sich Archäologie-Fachleuten die Möglichkeit, einen Blick unter die Oberfläche auf neue Funde zu werfen. Größtenteils gehören die freigelegten Mauern mit ehemaligem Pumpenhaus und Ozonwerk zur Wasserversorgung des vorigen Jahrhunderts. Allerdings führen weitere Strukturen zurück zum Gelände des Abdinghofklosters und eventuell bis ins 14. Jahrhundert.

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Europäisches Damwild vor 120.000 Jahren – dem Verlust genetischer Vielfalt auf der Spur
Damhirsch Skelett

Europäische Damhirsche haben seit der letzten Warmzeit dramatisch an genetischer Vielfalt verloren. Dies enthüllen 120.000 Jahre alte Überreste der Tiere aus Neumark-Nord in Sachsen-Anhalt, die Forschende der Universität Potsdam, des MONREPOS – Archäologisches Forschungszentrum und Museum in Neuwied sowie der Universität Leiden analysiert haben. Modernes Damwild repräsentiert demzufolge nur einen Bruchteil der Vielfalt seiner Warmzeit-Vorfahren.

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Archäologische Entdeckungen entlang der Bahnstrecke Angermünde–Stettin
Jungsteinzeitliche Bestattung mit Flintdolch

Der Ausbau der Bahnstrecke Angermünde–Stettin verbindet auf besondere Weise die Ziele der Verkehrswende mit dem Schutz und der Erforschung des archäologischen Erbes Brandenburgs. In enger und sehr guter Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn konnten entlang der Trasse außergewöhnliche Fundplätze untersucht werden. Zu den herausragenden Ergebnissen zählen das bislang größte bekannte Gräberfeld der frühen Bronzezeit in Brandenburg bei Casekow sowie ein seltenes Gräberfeld der Schnurkeramik bei Luckow – der erste Nachweis dieser Kulturform in der Region seit mehr als einem halben Jahrhundert.

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Das vergessene Dorf bei Borgentreich - mittelalterliche Siedlung Echene entdeckt
Archäologische Befunde im Drohnenbild

Ein Ausgrabungsteam begleitet vom Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) hat die Überreste einer mittelalterlichen Siedlung südwestlich von Borgentreich (Kreis Höxter) entdeckt. Neben Spuren vergangener Holzhäuser und Keramikscherben aus dem 10. und 11. Jahrhundert wurde auch das massive Steinfundament eines Kellers ausgegraben.

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Neue Erkenntnisse zum Keltenwall Murus Gallicus auf dem Basler Münsterhügel
Murus Gallicus in Basel wird freigelegt

Bei archäologischen Ausgrabungen an der Rittergasse in Basel konnten wichtige neue Erkenntnisse zur Holzkonstruktion des rund 2.100 Jahre alten, spätkeltischen Murus Gallicus gewonnen werden. Die in den Sommerferien beginnenden Bauarbeiten zur Umgestaltung der Archäologischen Informationsstelle »Basel, 80 v. Chr. Murus Gallicus – Der Keltenwall« erforderten vorgängig archäologische Untersuchungen. Geplant sind ein unterirdischer Besucherraum, der von der Rittergasse aus zugänglich ist, und zwei Baukörper, welche die Höhe und den Verlauf des Keltenwalls aufnehmen.

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Kurz notiert

Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg identifiziert 2.400 Jahre alte Vogelmumie als altägyptisches Objekt
Ägyptische Vogelmumie

Im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ist eine Vogelmumie aus einer privaten Schenkung neu untersucht und als altägyptisches Objekt identifiziert worden. Ursprünglich war der Fund als Moorfund übergeben und eingeordnet worden. Neue wissenschaftliche Analysen deuten nun darauf hin, dass die Mumie rund 2.400 Jahre alt ist und aus dem Alten Ägypten stammt.

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Biber im Welterbe: Denkmalschutz und Naturschutz handeln gemeinsam
Steinzeitdorf Pestenacker

6.000 Jahre alte Siedlungsspuren unter Druck: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege finanziert Schutzmaßnahmen, um UNESCO-Welterbe langfristig zu sichern

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Mehr als 140 Jahre alte Papier-Abklatsche antiker Inschriften online einsehbar
Abklatsch der Grabinschrift

Rund 250 antike Inschriften aus Mittel- und Norditalien können ab sofort online auf der Plattform museum-online.de abgerufen werden. Es handelt sich dabei allerdings nicht um Fotos der originalen Inschriften oder Textversionen. Vielmehr handelt es sich um detaillierte Digitalfotos von Papier-Abklatschen dieser Inschriften, die Forschende im 19. Jahrhundert anfertigten.

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Neuer Masterstudiengang "Antike Welten" startet an der Freien Universität Berlin

Der neue Masterstudiengang "Antike Welten – Interdisziplinäre Altertumswissenschaften" an der Freien Universität Berlin verknüpft archäologische, philologische und computergestützte Perspektiven auf antike Gesellschaften. Neben wissenschaftlichen Kenntnissen vermittelt der Studiengang auch digitale Kompetenzen und Fertigkeiten für Tätigkeiten etwa in Museen, Archiven, Kulturinstitutionen oder im Bereich digitaler Wissensvermittlung.

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Podcast
Romantische Ackergrabungen und Römerliebe - DENKMALZEIT #81

In der aktuellen Folge der DENKMALZEIT dreht sich alles um den deutschlandweit einzigartigen Bachelorstudiengang »Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik« an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW). Nach einer Zeit der Unsicherheit konnte der Studiengang erfolgreich gerettet werden und nimmt nun wieder Bewerber*innen auf. Im Mittelpunkt stehen zwei Studierende, Miriam und Benjamin. Sie berichten von ihrem Studienalltag, ihrer Begeisterung für archäologische Arbeiten und den Erfahrungen, die sie besonders geprägt haben. Die positive Stimmung nach der Rettung des Studiengangs ist deutlich spürbar. Mit viel Engagement machen die Studierenden auf den Studiengang aufmerksam und unterstützen Interessierte beim Einstieg.

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