Sehr geehrte Leser, dieser Newsletter informiert Sie über Neuigkeiten und Änderungen bei Archäologie Online. | |
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| „Archäologie am Puls der Zeit“: Staatsminister Blume startet „ArchaeoSurveyTracker“, die digitale Plattform für Ehrenamtliche in der Bodendenkmalpflege |
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| Feuer war für frühe Menschen am Hula-See in Israel vor 780.000 Jahren überlebenswichtig. Sie sammelten gezielt Treibholz, darunter Olivenbaum und Granatapfel. Die neue Studie enthüllt: Feuer diente zum Kochen, Schutz und zur Lebensmittelverarbeitung – ein Beleg für ihre fortschrittlichen Fähigkeiten. |
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| Die Küche der Bronzezeit im Südkaukasus war außergewöhnlich vielfältig. Milchprodukte, Obst und Traubengetränke spielten in den Kura-Araxes-Gemeinschaften eine zentrale Rolle, wie ein internationales Forschungsteam herausfand. Die neuen Erkenntnisse wurden nun im Journal PNAS veröffentlicht. |
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| Sie ist fast sieben Meter lang und die einzige überlieferte großformatige Weltkarte aus der Antike: Die Tabula Peutingeriana zeigt die damals bekannte Welt und das römische Straßennetz von Iberien bis Indien. Seit Jahren erforscht der Lehrstuhl für Alte Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) dieses außergewöhnliche Dokument. Ein Kooperationsprojekt verspricht nun dank modernster Bildgebungstechnologie einen neuen Blick auf die alte Karte. |
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| Eine neue genetische Untersuchung zeigt, dass die kulturelle Vielfalt im sogenannten Südkegel – dem annähernd dreieckigen südlichsten Teil Südamerikas – stark durch weitreichende menschliche Migration geprägt wurde. Ein internationales Forschungsteam analysierte das Erbgut von 52 indigenen Individuen, die in den vergangenen 6.000 Jahren in den Pampas, in Nordwest-Patagonien, im Paraná-Delta sowie im östlichen Tiefland Uruguays lebten. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass mindestens drei genetisch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen im mittleren Holozän in den Pampas koexistierten. |
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| Eine neue Studie zeigt, dass Malaria in den letzten 74.000 Jahren die Lebensräume früher Menschen in Afrika prägte. Sie führte zur Aufspaltung von Populationen und beeinflusste Muster des Austauschs deutlich früher als bisher bekannt. |
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| Im Berliner Bezirk Spandau ist eine seltene griechische Münze aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. entdeckt worden. Gefunden wurde das rund 12 Millimeter große Bronzestück von einem 13-jährigen Schüler auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche. Es handelt sich um den ersten archäologischen Fund der griechischen Antike im Stadtgebiet. |
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| In Schaalby (Kreis Schleswig-Flensburg) wurden mehrere seltene Bronzekessel aus der Römischen Kaiserzeit beziehungsweise der Völkerwanderungszeit (3.–5. Jahrhundert n. Chr.) entdeckt. Vergleichbare Funde sind in Schleswig-Holstein bislang nur ein weiteres Mal belegt. Die Gefäße wurden als Block geborgen und anschließend mittels Computertomographie untersucht, um ihren Kontext und mögliche Inhalte schonend zu analysieren. |
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| In zwei Rettungsgrabungen der Kantonsarchäologie kamen in Würenlingen 2020 und 2021 ein Töpferofen aus der Zeit um 1400 sowie Abfallhalden mit Keramikscherben zum Vorschein. Die Auswertung erbrachte erstmals den archäologischen Beleg von spätmittelalterlichem Töpferhandwerk außerhalb städtischen Gebiets. Nun ist dazu die Publikation "Töpfern auf dem Lande – Spätmittelalterliches Töpferhandwerk in Würenlingen" erschienen. |
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| Bei Ausgrabungen auf der Baustelle des neuen Campus der Berner Fachhochschule in Biel entdeckte der Archäologische Dienst des Kantons Bern ein Dorf aus der Jungsteinzeit. Es bestand nach seiner Gründung 3842 v. Chr. nur knapp fünf Jahre lang, bevor ein heftiger Sturm mit Überschwemmungen die Siedlung zerstörte. Neue wissenschaftliche Ergebnisse dazu liegen nun in einem Buch vor. |
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| 279 Bestattungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden im Basler Stadtcasino freigelegt. Ein Forschungsteam der Universität Basel enthüllte nun die sozialen Hintergründe der Toten und identifizierte Pestopfer der letzten großen Welle von 1667/1668. |
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| Bei Wilschdorf hat Ronald Meißner, ehrenamtliche Mitarbeiter am Landesamt für Archäologie Sachsen, einen bemerkenswerten archäologischen Fund gemacht: ein spätbronzezeitliches Ringdepot, das auf die Zeit zwischen 1300 und 1100 vor Christus datiert wird. |
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| Wie sich handschriftliche Schriftsysteme im Laufe der Zeit entwickelt haben – das erforscht aktuell das internationale Forschungsprojekt »The Principles of Handwritten Script Evolution« der Freie Universität Berlin und der Hebrew University of Jerusalem. |
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| Von Ägypten und der griechisch-römischen Antike über Instrumentenkunde bis hin zur Buch- und Verlagsgeschichte: Mit dem neu ins Leben gerufenen Zentrum für immaterielles und materielles Kulturgut (ZimaK) vereint die Universität Leipzig ihre Museen und das Bibliotop als gemeinsame Plattform für Forschung, Lehre und den Dialog mit der Stadtgesellschaft. |
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| Wie lässt sich die rasante Zunahme der Untersuchungen an alter DNA mit der Notwendigkeit in Einklang bringen, unersetzliche menschliche Überreste zu bewahren? Dieser Frage ist ein internationales Forschungsteam unter Federführung der Universität Bonn nachgegangen. |
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| Nach zehnjähriger Forschungsarbeit ist eine umfassende Datenbank zur Nürnberger Handelsgerichtsbarkeit der Frühen Neuzeit veröffentlicht worden. Sie steht allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung |
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- LEIZA Journal of Archaeology (LJA)
Das »LEIZA Journal of Archaeology« ist eine neue, englischsprachige, peer-reviewed Fachzeitschrift für weltweite archäologische Forschung. Im Zentrum stehen Beiträge zur biologischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung des Menschen von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter mit Fokus auf Europa, Afrika und Asien. Die vom Leibniz-Zentrum für Archäologie herausgegebene Zeitschrift soll im ersten Halbjahr 2026 erstmals erscheinen.
- CLIOARCH - CLIOdynamic ARCHaeology:
Die Website des CLIOARCH-Projekts der Aarhus University präsentiert ein vom ERC gefördertes Forschungsprojekt zur späten Altsteinzeit und frühen Mittelsteinzeit. Im Mittelpunkt stehen computergestützte Ansätze, mit denen kulturelle Taxonomien, Klimamodelle und archäologische Befunde zusammengeführt werden. So soll ein genaueres Bild der Mensch-Umwelt-Beziehungen dieser Epochen entstehen. Auf der Homepage werden die Fragestellungen und die Methodik ebenso erläutert wie die einzelnen Arbeitspakete zu Typologie, Klima, Feldarchäologie und Modellierung.
- Zentrum für Immaterielles und Materielles Kulturgut (ZimaK)
Das neu gegründete »Zentrum für Immaterielles und Materielles Kulturgut« (ZimaK) der Universität Leipzig vereint das Ägyptische Museum, das Antikenmuseum, das Musikinstrumentenmuseum und das Bibliotop als gemeinsame Plattform für Forschung, Lehre und den Dialog mit der Öffentlichkeit.
- Hochschule RheinMain - UNESCO Chair für historische Stadtlandschaften und Kulturerbe-Verträglichkeitsprüfungen
Der seit 2022 am Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen der Hochschule RheinMain verankerte UNESCO Chair widmet sich historischen Stadtlandschaften sowie Kulturerbe-Verträglichkeitsprüfungen. Auf der Homepage wird der Auftrag zwischen Forschung, Lehre und Wissenstransfer erläutert und es wird gezeigt, wie der Lehrstuhl den Schutz und die nachhaltige Entwicklung von Welterbestätten begleitet. Ergänzt wird dies durch Hinweise auf Projekte, Publikationen, Lehrformate und aktuelle Aktivitäten.
- Archäologische Fundstätten in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Auf der Website »UAE Archaeological Sites« des Kulturministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate ist eine Karte mit einer Übersicht archäologischer Fundorte in den VAE zu finden. Die Rubriken sind nach Regionen und Orten wie Sharjah, Kalba, Mleiha, Wadi al-Hilo oder Umm al-Quwain gegliedert.
- Sharjah Archaeology Authority - VAE
Die Homepage der »Sharjah Archaeology Authority «(SAA) präsentiert die 1986 gegründete und 2016 als eigenständige Behörde etablierte Institution des Emirats Schardscha (Vereinigte Arabische Emirate). Im Mittelpunkt stehen der Schutz, die Erforschung und die Dokumentation archäologischer Stätten des Emirats. Die Website informiert über Ausgrabungsprojekte verschiedener Epochen – vom Paläolithikum über die Eisenzeit bis zur vorislamischen Zeit – und beinhaltet eine Funddatenbank, die 3D-Scans der Funde präsentiert. Ein eigenes Fachjournal veröffentlicht Forschungen zur Archäologie der Arabischen Halbinsel und des Indischen Ozeans. Daneben dokumentiert die SAA internationale Ausstellungsaktivitäten und Kooperationen sowie Bemühungen um die Aufnahme der Kulturlandschaft der Zentralregion Schardscha in die UNESCO-Welterbeliste.
- Onlinedatenbank »Die Nürnberger Handelsgerichtsbarkeit. Kaufmännische Gutachten …«
Die Homepage präsentiert die im Rahmen eines DFG-Projekts der Universität Würzburg und des Stadtarchivs Nürnberg digital erschlossene Datenbank zur Nürnberger Handelsgerichtsbarkeit. Im Mittelpunkt stehen die »Pareres«, also kaufmännische Gutachten zu handelsrechtlichen Streitfragen aus dem Zeitraum von 1628 bis 1806. Über die Homepage gelangt man direkt zur Suche und erhält einen inhaltlichen Zugang zu den Quellen, darunter eine Rubrik zu den Gutachten selbst. Der Bestand umfasst laut Stand März 2026 bereits 7.730 Objekte.
- HERILAND - Cultural Heritage and the Planning of European Landscapes
HERILAND ist ein europaweites Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk zu den Themen Kulturerbe, Raumplanung und Design. Es wird von mehreren Universitäten getragen und aus EU-Mitteln gefördert. Auf der Website wird das Projektkonzept erläutert, die Verbindung von Wissenschaft und Praxis dargestellt und die internationale Graduiertenausbildung vorgestellt. Inhaltlich dominieren Informationen zum Forschungsansatz und Projektaufbau, die durch Beiträge, Materialien und Publikationen ergänzt werden. Hinzu kommen Hinweise auf Trainingsformate für Studierende und Graduierte sowie auf aktuelle Aktivitäten.
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