Sehr geehrte Leser, dieser Newsletter informiert Sie über Neuigkeiten und Änderungen bei Archäologie Online. | |
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| Bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken nördlich der Willigisbrücke in Aschaffenburg sind archäologische Strukturen zutage getreten, die ins 4. Jahrhundert vor Christus datieren. Das haben Untersuchungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) ergeben. |
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| Eine aktuelle Studie untersucht menschliche Populationen in den tropischen Regenwäldern Sri Lankas. Sie zeigt, dass der Pflanzenverzehr bereits Tausende Jahre vor der Einführung der Landwirtschaft zunahm. Die Untersuchung basiert auf menschlichen und tierischen Überresten aus der Zeit vor etwa 20.000 bis 3.000 Jahren und verwendet die Zinkisotopenanalyse des Zahnschmelzes, um die Position eines Organismus im Nahrungsnetz – die sogenannte trophische Position – sowie die Zusammensetzung der Ernährung zu rekonstruieren. |
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| Kinder aus früheren Beziehungen, die in einer neuen Familie als Geschwister aufwachsen, Paare, die fremde Kinder adoptieren oder in Pflege nehmen – sogenannte Patchworkfamilien sind heute ein weit verbreitetes Lebensmodell. Es gilt als modern, ist tatsächlich aber uralt. Da belegen neueste Analysen an menschlichem Erbgut aus der Jungsteinzeit. |
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| Das neue KI-Tool "Palaeographicum" revolutioniert die Erforschung der Kulturen im Alten Orient: Es erkennt individuelle Varianten einzelner Keilschriftzeichen – ein enormer Fortschritt für die Wissenschaft. |
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| Bei archäologischen Ausgrabungen in Paderborn kam ein besonderer Fund zutage: Im Zuge von Bauarbeiten zum Neubau der Stadtverwaltung wurde in einer mittelalterlichen Latrine ein außergewöhnlich gut erhaltenes Notizbuch aus dem 13. bis 14. Jahrhundert gefunden. Das Notizbuch aus Leder, Holz und Wachs wird jetzt beim LWL in Münster restauriert und konserviert. Danach soll der Text entschlüsselt werden. |
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| In Liebersee (Landkreis Nordsachsen) wurde eine ländliche Siedlung aus der Spätantike ausgegraben. Langhäuser, Grubenhäuser und Textilfunde belegen eine selbstversorgende Gemeinschaft. Ein Brandereignis könnte ihr Ende markieren. |
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| Waren Australopithecus und Paranthropus Zweibeiner oder Baumbewohner? Mit Computertomographie gelangen dem MPI Leipzig, der Witwatersrand-Universität und der TU Wien neue Einblicke in das Verhalten früher Homininen. |
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| Archäologisches Großprojekt in Brandenburg: Im letzten Förderjahr der DFG steht die wissenschaftliche Auswertung der bronzezeitlichen Siedlung bei Seddin im Mittelpunkt – mit neuen Erkenntnissen zur Besiedlungsgeschichte. |
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| Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) hat mit zwei wichtigen Personalentscheidungen seine Führungsebene neu besetzt. Auf ihrer Sitzung am 7. Mai 2026 wählte die Generalversammlung Dr. Alexander E. Sollee zum neuen Generalsekretär des Instituts. Nur einen Tag später, am 8. Mai, bestellte die Zentraldirektion Dr. Simone Mühl zur Leitenden Direktorin der Orient-Abteilung. Beide bringen umfassende Expertise in der Vorderasiatischen Archäologie sowie internationale Forschungserfahrung mit. |
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| Das Pergamonmuseum auf der UNESCO-Welterbestätte Museumsinsel Berlin wird seine Türen für das Publikum am 4. Juni 2027 wieder öffnen. Damit ist der Pergamonaltar endlich wieder für die Öffentlichkeit sichtbar. Hinzu kommen auf der Hauptebene weitere Räume mit Architekturexponaten wie der Mschatta-Fassade. Das Museum für Islamische Kunst wird im gesamten Nordflügel des Hauses seine vollkommen neu konzeptionierte Dauerausstellung präsentieren. Das Vorderasiatische Museum zeigt Highlights aus seiner Sammlung. |
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| Archäologische Denkmalpflege in Deutschland steht unter Druck: Der Verband der Landesarchäologien warnt vor Sparzwängen und Bürokratieabbau, die das kulturelle Erbe gefährden. |
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| Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) zeichnet die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Bissera Pentcheva von der Stanford University, Kalifornien, mit dem Gutenberg Research Award 2026 aus. "Bissera Pentcheva zählt zu den international profiliertesten Vertreterinnen der byzantinischen und mittelalterlichen Kunstgeschichte und genießt eine herausragende wissenschaftliche Reputation. Ihre Arbeiten sind nicht nur in sich exzellent, sondern strahlen weit über die Grenzen ihres eigenen Fachgebiets hinaus", erklärt Prof. Dr. Mita Banerjee, die Direktorin des Gutenberg Forschungskolleg (GFK). |
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| Aus einem »artist-in-archaeology« Programm an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sind Kunstobjekte entstanden, die im Begleitprogramm der Art Biennale 2026 in Venedig gezeigt werden. Die Künstlerin Elham Hadian zeigt Werke aus der Reihe »Exposed Layers« zu den Ausgrabungen einer der ältesten Siedlungsplätze Europas in Svinjarička Čuka in Serbien, der von Barbara Horejs vom Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW ausgegraben wird. |
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Im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg an der Havel fand die vierte bundesweite Fachtagung des Verbandes für Grabungstechnik und Feldarchäologie statt. Neben fachlichem Austausch, neuen Methoden und digitalen Dokumentationsverfahren stand vor allem eine Nachricht im Mittelpunkt: Der bedrohte Studiengang Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik und Archäologie an der HTW Berlin soll erhalten bleiben. In der Podcastfolge von Denkmalzeit spricht Anne-Marie Graatz mit verschiedenen Teilnehmer:innen der Tagung und mit dem Vorsitzenden des Verbands, Dr. Thomas Schenk, Professor für Grabungstechnik und Feldarchäologie an der Hochschule für Wirtschaft und Technik Berlin | |
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- StratiGraph
Die Homepage stellt das Projekt »StratiGraph« vor, das die archäologische und paläontologische Stratigraphie mit Wissensgraphen, KI und 3D-Dokumentation neu organisieren möchte. Im Mittelpunkt stehen offene, kollaborative Werkzeuge zur Erfassung, Analyse und zum Austausch von Stratigraphiedaten, die in die ECCCH-Cloud eingebettet sind. Ergänzend werden die Zielsetzung, der Projektaufbau und der Anspruch erläutert, Arbeitsabläufe von der Grabung bis zur Veröffentlichung zu vereinheitlichen und zu beschleunigen.
- Archéologie des Sociétés Méditerranéennes (ASM)
Auf seiner Homepage stellt die »Archéologie des Sociétés Méditerranéennes (ASM)« ihre archäologischen Forschungen im Mittelmeerraum vor und informiert über aktuelle Ausgrabungen, Publikationen und Kooperationen. Der Fokus liegt auf Projekten zu antiken Kulturen, Siedlungsstrukturen und materieller Kultur, beispielsweise römischen Villen, griechischen Kolonien oder prähistorischen Gemeinschaften. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung zwischen Forschung und Öffentlichkeit in Form von virtuellen Ausstellungen und Bildungsangeboten. Die ASM ist Teil des CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique).
- Canal U - Archéologie et histoire
Canal-U ist eine frei zugängliche audiovisuelle Plattform für Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Auf ihr werden Videos, Podcasts und wissenschaftliche Beiträge gebündelt. Im Mittelpunkt stehen Vorträge, Konferenzen, Lehrformate, Gespräche und Dokumentationen aus vielen Disziplinen. Die Seite ordnet das Material sowohl thematisch als auch nach Fachgebieten. In der Rubrik „Archäologie und Geschichte” sind zahlreiche Beiträge aus den archäologischen Wissenschaften zu finden, die thematisch und nach Epochen sortiert sind.
- Fistulae. Le marché du plomb à l'époque romaine
Das Forschungsblog »Fistulae. Le marché du plomb à l'époque romaine« begleitet ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zu römischen Blei-Wasserleitungsrohren (Fistulae aquariae). Im Mittelpunkt stehen die Organisation des antiken Bleihandels, die Herkunft des Metalls, die Handelswege, das Recycling, die Marktstrukturen und die beteiligten Akteure. Hierzu werden archäologische, epigraphische und archäometrische Erkenntnisse herangezogen. In den Beiträgen wird u.a. über neue Funde informiert und mittels Fallstudien aus Italien und Südfrankreich die bisherigen Ergebnisse vorgestellt.
- INFINITY
Das seit Anfang 2026 von der EU geförderte Projekt »INFINITY« befasst sich mit der digitalen Erschließung des europäischen Kulturerbes. Auf der Webseite wird die Verbindung zur European Collaborative Cloud for Cultural Heritage erläutert und gezeigt, wie KI und semantische Verfahren verstreute Metadaten zu vernetzten Wissensstrukturen bündeln sollen. Neben aktuellen Meldungen werden auf der Website die Ziele und technischen Ansätze eingeordnet und anhand von Beispielen der Einsatz in den realen Arbeitsabläufen von Museen, Archiven und wissenschaftlichen Einrichtungen veranschaulicht.
- ArAr - Archéologie et Archéométrie
Das französische Forschungslabor ArAr (Archéologie et Archéométrie), das vom CNRS und der Universität Lyon 2 sowie weiteren Partnern getragen wird, präsentiert auf seiner Homepage aktuelle wissenschaftliche Publikationen, Forschungsprojekte sowie nationale und internationale Feldforschungen. Zudem stellt die Seite Datenbanken wie die »Base de données Artefacts« und den »Catalogue Frantiq« bereit. Insgesamt dient die Plattform somit als Portal für Forschung, Publikationen und Wissenschaftskommunikation.
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