Sehr geehrte Leser, dieser Newsletter informiert Sie über Neuigkeiten und Änderungen bei Archäologie Online. | |
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Neu bei Archäologie Online | |
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| Neue Einblicke in die Werkzeugtechnologien und Steinbearbeitung der späten Bronze- und frühen Eisenzeit in Westiberien. Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit gilt als eine der tiefgreifendsten technologischen Umbruchsphasen der europäischen Urgeschichte. Lange wurde dieser Wandel als vergleichsweise klarer Bruch verstanden: Bronze verliert an Bedeutung, Eisen setzt sich allmählich durch. Neuere Forschungen zeichnen jedoch ein deutlich differenzierteres Bild, in dem alte und neue Werkstoffe über längere Zeit parallel genutzt, angepasst und weiterentwickelt wurden. Zwei aktuelle Studien aus der westlichen Iberischen Halbinsel liefern hierzu neue, sich ergänzende Einblicke - ausgehend von einem einzelnen Werkzeugfund bis hin zu monumentalen Steinskulpturen. |
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 | Vom 27.3.-1.11.2026 präsentiert das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) eine große Sonderausstellung. Ausgehend von der außergewöhnlichen Bestattung der Schamanin von Bad Dürrenberg (7.000 v. Chr.) wird den frühesten Hinweisen auf das Phänomen des Schamanismus nachgegangen. Faszinierende Funde aus ganz Europa und eine atmosphärische Inszenierung entführen in die Welt der spirituellen Spezialistin von Bad Dürrenberg und des Mesolithikums. www.ausstellung-schamanin.de | |
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| Bereits vor 220.000 Jahren bauten Menschen Steine für ihre Werkzeuge an Orten ab, die sie eigens dafür aufsuchten – deutlich früher als bisher angenommen. An der Fundstelle Jojosi in Südafrika betrieben sie gezielten Rohstoffabbau über zehntausende Jahre hinweg, wie ein internationales Forschungsteam nachweisen konnte. |
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| NRWs geplantes Denkmalschutzgesetz: Ohne Benehmen, ohne Schutz? Die Abschaffung der verbindlichen Abstimmung mit Fachämtern könnte 100.000 Denkmäler gefährden – trotz massiver Proteste aus der Denkmalpflege |
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| Bei Bad Düben haben Archäologen einzigartige Siedlungsreste aus der Bronzezeit und Römischen Kaiserzeit entdeckt. Die exzellent erhaltenen Hausgrundrisse und ungewöhnlichen Funde wie eine rasselnde Tonkugel gewähren seltene Einblicke in das Leben vor 3.000 Jahren. |
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| In Zeiten von Sprachnachrichten und Videos gerät Schrift leicht in Vergessenheit. Dabei ist sie seit Jahrtausenden zentrales Medium unseres kulturellen Gedächtnisses: Sie speichert Wissen und erzählt Geschichten. Aus einfachen Zeichen entstehen im Kopf ganze Welten – fast wie Kino ohne Popcorn. Gemalt oder in Stein geritzt hält sie erstaunlich lange. Ohne sie wüssten wir wenig über die Vergangenheit. Schon bevor der Mensch lesen konnte, deutete er Zeichen: Er las Tierspuren, orientierte sich an Sternen und erkannte die Tageszeit am Sonnenstand. Den langen Weg zur Schrift beschreibt der Ägyptologe Prof. Ludwig Morenz von der Universität Bonn in seinem neuen Buch. |
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| Der Untergang von Pompeji hat auch die Asche auf den Hausaltären der Bewohner erhalten. Ein internationales Forschungsteam hat erstmals wissenschaftlich untersucht, was in römischen Räuchergefäßen aus Pompeji verbrannt wurde – und Überraschendes entdeckt: Neben heimischen Pflanzen nutzten die Menschen auch importierte Duftstoffe aus Afrika oder Asien. Was zeigt, dass Pompeji Teil eines globalen Handelsnetzes war. |
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| Neandertaler jagten in Mitteleuropa Sumpfschildkröten – allerdings wahrscheinlich nicht, um sich von ihnen zu ernähren, sondern möglicherweise, um Schöpflöffel aus ihren Panzern herzustellen. Das berichtet ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser vom Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Forschenden hatten rund 125.000 Jahre alte Stücke von Schildkrötenpanzern untersucht, die in der weltbekannten altsteinzeitlichen Fundstätte Neumark-Nord im heutigen Sachsen-Anhalt entdeckt worden waren. |
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| Eine Mergelgrube nahe Lehringen in Niedersachsen im Jahr 1948: Ein Schuldirektor legt mit Helfern in 125.000 Jahre alten Ablagerungen der letzten Warmzeit das Skelett eines Waldelefanten frei. Er ahnt nicht, dass er einer Sensation auf der Spur ist: Zwischen den Rippen entdeckt das Team eine vollständige Holzlanze des Neandertalers. Nach der Entdeckung sind sich viele Forschende einig, dass der gemeinsame Fund von Skelett und Lanze von einer erfolgreichen Großwildjagd zeugt. Später gibt es Zweifel, ob eine originale Situation erhalten geblieben ist. |
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| Die Analyse eines Bohrkerns aus einem Oasensee im Tschad liefert neue Erkenntnisse über die Niederschlagsgeschichte in der Sahara. Die Untersuchung unter Leitung der Universität zu Köln zeigt, dass eine langanhaltende Feuchtphase, die von 14.800 bis 5.500 Jahren vor heute andauerte, durch kurzfristige Trockenheiten unterbrochen wurde. Derartige Ereignisse könnten in ähnlicher Weise auch in Zukunft auftreten. |
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| Die UNESCO hat gemeinsam mit der Technischen Hochschule Brandenburg den neuen UNESCO-Lehrstuhl "Digitalisierung von kulturellem Erbe in Krisengebieten der MENA-Region" eingerichtet. Er arbeitet an der Schnittstelle von Informatik, Technik und Wirtschaft sowie Archäologie und Architektur und kooperiert mit zahlreichen Partnern im Nahen Osten und Nordafrika. |
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| An der nur 400 m nördlich der Wartburg gelegenen Burganlage "Metilstein" fanden im Sommer 2025 mehrere Wochen lang nicht genehmigte Grabungen statt. Dabei erfolgten an drei Stellen der mittelalterlichen Ruine Schachtungen ohne Kenntnis der Denkmalbehörden. Insbesondere wurden Mauerreste freigelegt, die nun Wind und Wetter ausgesetzt und damit stark gefährdet waren. |
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Landesarchäologe Henning Haßmann und Moderator Siebo Heinken sprechen mit Unterwasserarchäologe Mike Belasus anlässlich der Bergung des kaiserlichen U-Bootes U16, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte. Podcast anhören | |
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- baureka.online - Forschungsdatenportal für die Historische Bauforschung
Baureka.online ist ein digitales Forschungsdatenportal für die Historische Bauforschung. Es wird gemeinsam von der RWTH Aachen, der TU Berlin und FIZ Karlsruhe mit DFG-Förderung aufgebaut. Die Historische Bauforschung untersucht gebaute Strukturen in historischer Perspektive und erzeugt dabei große Mengen digitaler Daten, darunter Vermessungsprotokolle, Punktwolken, Fotos und Kartierungen. Das Portal gliedert sich in drei Module: »baureka.storage« dient der Langzeitarchivierung und Publikation von Primärforschungsdaten, »baureka.index« fungiert als zentraler Nachweiskatalog – auch für extern gespeicherte Daten – und »baureka.publications« soll künftig als Open-Access-Publikationsplattform ergänzt werden. Die Zielgruppe umfasst Personen und Institutionen aus den Bereichen Architektur- und Kunstgeschichte sowie der Denkmalpflege. Die Plattform befindet sich derzeit noch im Aufbau, eine zweite DFG-Förderphase wird vorbereitet.
- Ramesses III. Publication and Conservation Project
Die Homepage des »Ramesses III. (KV 11) Publication and Conservation Project« stellt ein seit 2016 offiziell an der Humboldt-Universität zu Berlin verankertes interdisziplinäres Forschungsvorhaben vor. In Kooperation mit den Universitäten Luxor und Qena verfolgt es die Ausgrabung, Konservierung und Publikation des Grabes von Ramses III. im Tal der Könige (KV 11). Dabei werden traditionelle philologische und archäologische Methoden mit modernen Techniken wie Photogrammetrie und virtueller Realität verbunden und geologische, petrologische und hydrologische Studien einbezogen. Ein Blog informiert über die aktuellen Forschungen.
- Forschungsallianz Kulturerbe
Die »Forschungsallianz Kulturerbe« ist ein im Jahr 2008 gegründeter Verbund aus 23 Fraunhofer-Instituten, acht Leibniz-Forschungsmuseen, fünf Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie der Sächsischen Landesbibliothek. Ziel ist es, Kompetenzen aus den Geistes-, Sozial-, Natur- und Kulturwissenschaften zu bündeln, um neue Verfahren zur Restaurierung und Konservierung von Kulturgut zu entwickeln und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu intensivieren. Auf der Homepage werden gemeinsame Forschungsprojekte vorgestellt, darunter Vorhaben zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Kulturgüter sowie zur Entwicklung zerstörungsfreier digitaler Messmethoden und neuer Digitalisierungskonzepte. In den aktuellen Meldungen wird beispielsweise über das Projekt KERES zum Schutz vor Extremklimaereignissen sowie über Fachtagungen zur Konservierungswissenschaft berichtet.
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