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Newsletter 16/2019

14.11.2019

 

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Nachrichten

Dem Rätsel der Knochen vom Skelett-See auf der Spur
Roopkund-See im Himalaya

Einige der mysteriösen »Roopkund«-Skelette waren mediterraner Abstammung

Der Roopkund-See im indischen Himalaya-Gebirge galt bislang als Schauplatz einer einzigen Katastrophe mit Hunderten von Toten. Die erste vollständige Analyse alter Genome in Indien zeigt aber, dass dort Menschen unterschiedlicher genetischer und kultureller Gruppierungen im Abstand von rund 1.000 Jahren starben.

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Schädeldeformation als Zeichen der Zugehörigkeit
Schädeldeformation Kroatien

Bei der Untersuchung von Ernährungsgewohnheiten, Geschlecht und dem genetischen Erbgut dreier Jugendlicher, die zur Zeit der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert lebten, stellte ein österreichisch-kroatisches WissenschafterInnenteam überraschend unterschiedliche genetische Abstammungslinien mit Wurzeln in Westeuropa, dem Nahen Osten und Ostasien fest. Die beiden Jugendlichen mit nahöstlicher und ostasiatischer Abstammung wiesen künstlich deformierte Schädel auf, das Individuum mit westeuropäischer Abstammung hingegen nicht.

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Vulkaneruption in El Salvador verstärkte spätantike Klimakrise
Caldera des Vulkans Ilopango in El Salvador

Kalte Sommer, geheimnisvolle dunkle Wolken, Missernten, Seuchen – um das Jahr 540 erlebt der Mittelmeerraum eine umfassende Krise. Nach heutigem Kenntnisstand waren zwei große Vulkaneruptionen 536 und um 540 die Auslöser. Doch die Identifizierung der Vulkane blieb umstritten. Ein internationales Team unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel präsentiert jetzt in der Fachzeitschrift Quaternary Science Reviews einen Hauptverdächtigen für den Ausbruch 540: den Ilopango im heutigen El Salvador.

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Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
Karte: Savannenkorridor Südostasien

Tübinger Forschungsteam findet Hinweise auf eine früher offene Landschaft auf der Malaiischen Halbinsel, die Mensch und Tier den Weg auf die heutigen Inseln Indonesiens öffnete.

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»Geheimtinte« auf antikem Papyrus vom Nil mit mehreren Methoden enthüllt
Untersuchungsworkflow

Forscher des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, der Berliner Universitäten und des Helmholtz-Zentrums Berlin untersuchten ein kleines Papyrus-Stück, das vor zirka 100 Jahren auf der Nil-Insel Elephantine ausgegraben wurde. Unter anderem nutzten die Forschenden zerstörungsfreie Methoden am Weichröntgen-Synchrotron BESSY II. Die Arbeit, über die Forscher im Journal of Cultural Heritage berichteten, ist für weitere Analysen der Papyrussammlung in Berlin und darüber hinaus wegweisend.

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Pech für den Neandertaler
Experiment zur Herstellung von Birkenpech

Kein Beweis für höhere geistige Fähigkeiten

Forscher der Universität Tübingen und New York University entdecken, dass der Steinzeit-Klebstoff Birkenpech einfacher herzustellen ist als gedacht.

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Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
Höhlenbärenschädel

Während der letzten Eiszeit könnte der Mensch eine Schlüsselrolle gespielt haben, dass die Höhlenbären in Europa ausgestorben sind. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Zürich, die genetisches Material aus mehreren Höhlen auswertete.

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Einblicke in die Geschichte Werls
Das neuzeitliche Kellerfundament wird von den Archäologen genauestens vermessen.

Spuren vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit

Archäologen haben in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in der Werler Altstadt Spuren entdeckt, die bis in das Mittelalter zurückreichen. Ihnen gelang auch indirekt der Nachweis einer der großen Stadtbrände Werls.

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Stadtmauer von Borgentreich entdeckt
Mit Spaten und Spitzhacke dringen die Studierenden in die Vergangenheit vor

Auf der Suche nach der mittelalterlichen Stadtmauer in Borgentreich (Kr. Höxter) sind Archäologen fündig geworden: In einem Kooperationsprojekt mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) haben dreizehn Studierende der Universität Kiel mehrere Bereiche des Fundaments der historischen Stadtbefestigung freigelegt. Der Verlauf der Anlage, die im 19. Jahrhundert abgerissen wurde, war teilweise unklar.

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Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
Felsunterstand bei Fincha Habera in den Bale Mountains

Steinzeitjäger siedelten am Gletscher

Bereits vor etwa 40.000 Jahren haben Menschen dauerhaft im Hochgebirge und in Gletschernähe gelebt. Analysen von Besiedlungsspuren aus dem Bale-Gebirge im nordostafrikanischen Äthiopien zeigen, dass zu jener Zeit ein Felsüberhang auf fast 3.500 Metern Höhe offenbar erstmals dauerhaft von steinzeitlichen Jägern besiedelt und seitdem wiederholt als Wohnstätte genutzt wurde. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins »Science« berichtet eine internationale Forschungsgruppe über die ältesten Zeugnisse einer prähistorischen Wohnstätte in einem Hochgebirge.

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Komplexe Bevölkerungsgeschichte Amazoniens
Archäologische Überreste der Inkastadt Machu Picchu

Die immense kulturelle und sprachliche Vielfalt lateinamerikanischer Länder ist noch weit davon entfernt, mithilfe genetischer Untersuchungen vollständig dokumentiert zu sein. Durch die drei ökogeographischen Großräume - Anden, Amazonien und Pazifikküste – und als Heimat früher, hoch entwickelter Kulturen, spielt insbesondere das westliche Südamerika eine Schlüsselrolle in der Geschichte des Kontinents.

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Wohnluxus statt Hinterhof
Die Qualität der Gebäudeausstattungen in diesem Teil der römischen Siedlung von Stuttgart-Bad Cannstadt war eine Überraschung

Erste Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen in Stuttgart-Bad Cannstatt

Der Neubau mehrerer Wohngebäude mit Tiefgarage an der Essener Straße in Stuttgart-Bad Cannstatt erforderte erneut umfangreiche archäologische Ausgrabungen innerhalb der römerzeitlichen Siedlung auf dem Hallschlag. Im Vorfeld dieser Baumaßnahme finden hier seit Anfang Mai 2019 archäologische Untersuchungen statt. Dabei fanden sich unter anderem die Reste mehrerer Wohngebäude in überraschend qualitativer Bauweise.

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Kurz notiert

23.08.2019 Zwei Jahrtausende Bergbau
23.08.2019 Mit einer App unter Tage!
23.08.2019 DFG fördert Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften in der Forschungsbibliothek Gotha
10.08.2019 CIfA Deutschland – das Jahr 2018/19 und wie es nun weitergeht
09.08.2019 Seltener Fund aus Frankreich
09.08.2019 Steinzeitsiedlung und Keltengräber in Erlensee
06.08.2019 Neue Ausgrabungen an der Einhornhöhle
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Neue Einträge im Guide

  • History Museum of Armenia
    Das History Museum of Armenia in Jerewan öffnete 1921 erstmals für Besucher seine Türen und ist das Nationalmuseum des Landes für Archäologie und Geschichte. Auf den Seiten finden sich Informationen zur Geschichte, den Sammlungen und Ausstellungen des Museums. Die Informationen gibt es in Armenisch, Englisch und Russisch.
  • Erebuni - Historical and Archaeological Museum-Reserve
    Erebuni ist eine urartäische Festung aus dem Anfang des 8. Jahrhunderts v. Chr., heute im südlichen Teil der armenischen Hauptstadt Jerewan als ein Archäologischer Park mit Museum angelegt. Auf der Website gibt es Informationen in Armenisch und Englisch über die Geschichte der Ausgrabungen, die Funde und die heute noch zu besichtigenden Siedlungsreste.
  • Armenica - History of Armenia
    Armenica ist eine sehr ausführliche englischsprachige Website, die sich unter anderem auch mit der Archäologie und Geschichte des Landes befasst. Neben den erklärenden Texten gibt es auch Karten, ein Personenverzeichnis und ein Glossar.
  • Georgian Museums
    Die Website listet die Museum Georgiens. Man kann sich die Museen nach Orten oder Rubriken anzeigen lassen. Zu jedem Museum gibt es verschiedene Informationen, die für einen Besuch interessant sein können, sowie ein Link auf die Website des Museums.
  • Georgian National Museum
    Zum Georgischen Nationalmuseum gehören insgesamt 16 Museen und Gallerien, u. a. auch mehrere Archäologische Parks und Museen. Auf den Webseiten finden sich zu allen Orten Informationen über Besuchszeiten, Ausstellungen und Veranstaltungen. Im Bereich "Collections" kann man sich einzelne Fundstücke auf qualitativ hochwertigen Abbildungen ansehen.
  • DFG Research Unit 2358 - The Mountain Exile Hypothesis
    Die DFG Forschungsgruppe 2358 an der Universität Marburg beschäftigt sich mit den durch Menschen verursachten Veränderungen der Umwelt am Beispiel des äthiopischen Hochlandes in der Steinzeit. Auf der englischsprachigen Website befinden sich Informationen zu den Wissenschaftlern, den Unterprojekten und dem Bearbeitungsgebiet.
  • MiBERZ - Museum für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge
    Das MiBERZ zeigt in seinen Ausstellungsräumen archäologische Funde, die einen Einblick in das Leben und Arbeiten mittelalterlicher Bergleute über und unter Tage geben. Das Bergbaumuseum befindet sich im Schloss Dippoldiswalde. Die Webseiten geben Auskunft über die Ausstellung und Veranstaltungen des Museums.
 
 
 

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