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| Vor rund 40.000 Jahren ritzten unsere frühen Vorfahren Zeichen in Werkzeuge und Skulpturen. Diese Zeichenabfolgen weisen die gleiche Komplexität und Informationsdichte auf wie die früheste Proto-Keilschrift um 3.000 vor Christus – zehntausende Jahre später. Dies fanden der Sprachforscher Christian Bentz von der Universität des Saarlandes und die Archäologin Ewa Dutkiewicz vom Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin heraus. Über 3.000 Zeichen auf 260 Objekten untersuchte das Team mit Computermethoden und kam so der DNA der Schrift auf die Spur. Die Eindeutigkeit der Ergebnisse überraschte selbst die Forscher. |
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| Wer in Nord-Süd-Richtung durch Jütland reist, wird früher oder später einen der zahlreichen urgeschichtlichen Grabhügel passieren, die bis heute Teile der Landschaft prägen. Einige stammen noch aus der Jungsteinzeit; viele wurden aber in der sogenannten "Nordischen Bronzezeit" (ca. 1700 - 500 v. u. Z.) errichtet. Seit mehr als 150 Jahren untersuchen Forschende diesen faszinierenden Abschnitt der nordeuropäischen Geschichte, in dem Südskandinavien eng in die großen europäischen Handelsnetzwerke eingebunden wurde und in der neue Eliten sich große Grabdenkmäler errichten ließen. |
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| "Das ist wie eine Operation am offenen Herzen", fasste Stadtarchäologe Andreas Schaub die Arbeiten auf dem Münsterplatz direkt neben dem Aachener Dom bei einem Pressetermin am vergangegen Mittwoch, 25.2.2026, zusammen. In den kommenden Wochen werden er und ehrenamtliche Hilfskräfte des Archäologischen Arbeitskreises Aachen (AAA) in Handarbeit mit kleinen Schaufeln und Werkzeugen etwa 1,50 Meter tief graben und Schicht für Schicht Funde aus dem Barock, dem Mittelalter und der römischen Zeit dokumentieren. Die Arbeiten finden in zwei Baumscheiben statt, die im Nachgang mit zwei Linden wieder bepflanzt werden. |
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| Auf einer Wiese an der Technischen Universität Dortmund haben Ausgrabungen die Spuren einer alten Siedlung zutage gebracht. Die Voruntersuchungen für die Arbeiten für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf der Wiese begannen Anfang des Jahres und waren Teil einer Auflage der Stadt Dortmund. In den vergangenen 50 Jahren hatte es bereits verschiedene Einzelfunde in der Nähe gegeben, darunter Steinwerkzeuge und Keramikfunde aus dem Neolithikum, der Eisenzeit, der römischen Kaiserzeit und dem Mittelalter. Die Archäologinnen und Archäologen schlossen daher auf eine hohe und langfristige Nutzung des Areals als Siedlungsgebiet. |
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| Die lange verschollene Königspfalz Helfta bei Lutherstadt Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) stand in den Jahren 2021 bis 2023 im Mittelpunkt archäologischer Forschungsgrabungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt. Geradezu sensationell waren die Wiederentdeckung der von Otto dem Großen vor 968 gegründeten Radegundiskirche sowie des repräsentativen Palastes, in dem die ottonischen Herrscher bei ihren Aufenthalten in Helfta residierten. Die Untersuchung des Geländes dieser geradezu idealtypischen Pfalz soll in diesem Jahr im Zusammenhang mit der durch das Land Sachsen-Anhalt geförderten Entwicklung einer touristischen Infrastruktur für die Königspfalz Helfta durch die Lutherstadt Eisleben fortgesetzt werden. |
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| Ein jungsteinzeitliches Artefakt aus Girza zeigt möglicherweise das älteste eindeutig identifizierbare Sternbild. In seinem neuen Buch deutet der Bonner Ägyptologe Ludwig Morenz das Motiv als Ausdruck früher ägyptischer Himmelsreligion. |
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| Digitale 3D-Rekonstruktion bietet faszinierende Bilder Alles begann mit einem Zufall, dem eine spannende Reise in die Vergangenheit der Geschichte der Hanse folgen sollte: Bei einer der regelmäßigen Messungen in der Fahrrinne der Trave ortete das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee 2020 eine Unebenheit in der Trave. Im August 2021 untersuchten Taucher das Objekt, was sich als einzigartiger Schiffsfund aus der Hansezeit herausstellte. Im Juni 2023 begann die Bergung des Schiffwracks – es folgten Analysen, Auswertungen und übertroffene Erwartungen. Nun eröffnen neue Forschungsergebnisse zur Ladung, Bauweise und Rekonstruktion des Schiffes nicht nur neue Perspektiven auf die hansische Seefahrtsgeschichte, sondern unterstreichen Lübecks historische Rolle als Innovationszentrum des nordeuropäischen Schiffbaus. |
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| Eine Tagung der hessenARCHÄOLOGIE in Schloss Biebrich beleuchtete die digitale Primärdokumentation in der Bodendenkmalpflege – von Standards und Softwarelösungen bis zu 3D-Erfassung und drohnengestützter Prospektion. |
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Der niedersächsische Landesarchäologe Henning Haßmann und Moderator Siebo Heinken sprechen in diesem Podcast mit der vom Bauträger TransnetBW beauftragten archäologischen Fachexpertin für SuedLink Alissa Foltin und mit Bernd Rasink (NLD) über den Fortgang der archäologischen Grabungen im Rahmen des Baus großer Energietrassen in Niedersachsen. Pocast anhören | |
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- Porta Romana - une porte ouverte sur l'histoire Romaine
Die Website »Porta Romana« ist ein wissenschaftliches Forschungsblog, das sich der römischen Geschichte widmet. Es richtet sich sowohl an ein breiteres Publikum mit Interesse an der Antike als auch an Fachpublikum. Das thematische Spektrum ist breit angelegt und umfasst Forschungsbeiträge zu historischen Persönlichkeiten und Ereignissen ebenso wie strukturelle und gesellschaftliche Fragestellungen der römischen Geschichte. Ergänzt werden die Fachbeiträge durch Rezensionen und kompaktere Übersichtsartikel, die komplexe Themen allgemeinverständlich aufbereiten.
- Giant’s Quoit
Die Website »Giantsquoit.org« dokumentiert das Forschungsprojekt und die Restaurierung von Carwynnen Quoit, einem rund 5.000 Jahre alten neolithischen Portaldolmen in Cornwall. Neben der archäologischen Geschichte des zwischen 3500 und 2600 v. Chr. entstandenen Grabes und Ritualbaues werden die Ausgrabungskampagnen einschließlich bedeutender Befunde wie dem erhaltenen Kammerboden beschrieben. Ergänzt wird dies durch Beiträge zu Felskunst, Bildungsprojekten mit Schulen sowie kreativen Initiativen aus Kunst und Musik, die das Denkmal erlebbar machen.
- A portrait of Tenochtitlan
Die Website »A Portrait of Tenochtitlan« rekonstruiert die Aztekenmetropole Mexiko-Tenochtitlan im Jahr 1518 auf Basis archäologischer und historischer Quellen und präsentiert sie als interaktive Bildgeschichte. Im Zentrum stehen die Struktur und der Alltag der Stadt: von den Kanälen, Dämmen und Aquädukten über die hierarchische Stadtplanung mit Vierteln, Märkten und Heiligtümern bis hin zum sakralen Tempel- und Palastbezirk. Tenochtitlan war zur damaligen Zeit von rund 200.000 Menschen bewohnt und zählte damit zu den größten Städten der Welt.
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