Sehr geehrte Leser, dieser Newsletter informiert Sie über Neuigkeiten und Änderungen bei Archäologie Online. | |
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| Eine Felsinschrift im Wadi Khamila auf der Sinai-Halbinsel zeigt die koloniale Gewalt der frühen Ägypter. Die Szene gilt als eine der ältesten Darstellungen politischer Unterwerfung im Bildformat. |
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| Alexandria am Tigris war einst ein bedeutendes Zentrum des Handels zwischen Meer und Binnenland im antiken Mesopotamien. Lange Zeit vergessen, wurde die Stadt erst jüngst durch moderne archäologische Methoden neu verortet und erforscht. Ein internationales Forschungsteam hat ihre beeindruckende Größe und zentrale Rolle im Fernhandel rekonstruiert – trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen vor Ort. |
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| Internationales Forschungsteam der Universitäten Tübingen und Reading sowie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung entdeckt rund 430.000 Jahre alte Belege in griechischer Fundstätte |
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| Bei Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums in Köln wurde ein römisches Uferschutzbauwerk entdeckt. Der Fund gibt neue Einblicke in den antiken Hafen, führt aber zu Verzögerungen im Bauablauf. |
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| Aktuelle Grabungen in Werne beendet Bei archäologischen Grabungen in Werne (Kreis Unna) sind neben einem Friedhof etwa 30 Brandgräber und Reste davon entdeckt worden. Fachleute schätzen das Alter der Funde auf knapp 2.000 Jahre. Bereits 2024 war ein Archäologie-Team des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Südring bei früheren Sondierungsgrabungen fündig geworden. |
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| Die genetische Analyse eines 12.000 Jahre alten Doppelgrabs aus Süditalien zeigt: Seltene Erbkrankheiten gab es schon in der Vorgeschichte – und Menschen mit schweren Einschränkungen wurden offenbar sozial unterstützt. |
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| Im Zuge von Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt bei Reinstedt, Landkreis Harz, konnte im Bereich einer mittelneolitischen Grabanlage ein ganz besonderer Befund dokumentiert werden. In den Trapezgraben der Baalberger Kultur des vierten Jahrtausends vor Christus war im Spätmittelalter ein sogenannter Erdstall eingebracht worden, das heißt ein unterirdisch in den Löss gegrabenes Gangsystem. Die Deutungen von Erdställen erstrecken sich von Verstecken bis hin zu Räumen für kultische Handlungen. |
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| Ein im Havelland entdecktes Bronzeradkreuz aus dem 10./11. Jahrhundert passt exakt zu einer bereits seit über 40 Jahren bekannten Gussform aus Spandau. Der Fund liefert seltene Einblicke in frühe christliche Symbolik und Handwerksnetzwerke. |
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| Forschende haben die Ernährung eines bedeutenden Nomadenvolkes der osteuropäischen Geschichte entschlüsselt. Durch Analyse von Zahnstein liefern sie den ersten direkten Nachweis, dass zum Speiseplan der Skythen die Milch von verschiedenen Wiederkäuern und von Pferden gehörte. |
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| Die Siedlung von Eilsleben, Lkr. Börde 1974-1989 fanden bei Eilsleben archäologische Untersuchungen in einer rund 7500 Jahre alten Siedlung der ersten Bauern in Mitteleuropa statt. Die Siedlung ist unter den größten ihrer Zeit und liegt an der nördlichen Peripherie der bandkeramischen Welt. Sie bietet eine einmalige Möglichkeit, die Interaktionen der frühesten einwandernden Bauern mit der wildbeuterischen Vorbevölkerung zu untersuchen. Im Zentrum neuer Ausgrabungen, die seit 2024 als Zusammenarbeit des Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt mit der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und der Freien Universität Berlin stattfinden, steht zudem die Frage nach einer frühen Befestigung des Siedlungsplatzes. |
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| Zwei Dissertationen bringen frische Erkenntnisse zur Varusschlacht Das von der VolkswagenStiftung geförderte Projekt »Kalkriese als Ort der Varusschlacht? – eine anhaltende Kontroverse« konnte mit zwei Doktorarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Gemeinsam mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben sich zwei Wissenschaftlerinnen auf ganz unterschiedliche Weise mit den Funden aus Kalkriese beschäftigt. |
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| Zwischen 2016 und 2022 konnten in der Frankfurter Nordweststadt auf einer Fläche von knapp einem halben Hektar große Teile des Kultbezirks der antiken römischen Stadt Nida entdeckt und ausgegraben werden. Um die Ergebnisse dieser Ausgrabung eingehend wissenschaftlich auswerten zu können, haben das Archäologische Museum Frankfurt, die Goethe-Universität und die Universität Basel gemeinsam Mittel über eine Million Euro eingeworben. |
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| Edda Guareschi ist neue Kuratorin für die Mumie des Mannes aus dem Eis. Mit ihrer Erfahrung in forensischer Anthropologie bringt sie neue Impulse für Forschung und Konservierung im Südtiroler Archäologiemuseum. |
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| Die Antike und ihre Rezeption verstehen und erforschen, ganz ohne Latein- und Griechischkenntnisse? Der neue Studiengang „Classics“ an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) bietet dazu eine einzigartige Möglichkeit. |
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Im Vorfeld einer grossen Überbauung in Gebenstorf führte die Kantonsarchäologie Aargau von Anfang April 2024 bis Ende Mai 2025 eine Rettungsgrabung durch, um die römischen Überreste im »Steinacher« südlich der Limmat zu dokumentieren. Die römischen Ruinen waren ausserordentlich gut erhalten und belegen mehrere Grossbauten, die in engem Verhältnis zum Legionslager Vindonissa standen. Besondere Funde wie Wandmalerei eines repräsentativen Gebäudes, mehrere Gewichtssteine und Messgeräte, viele Münzen und darunter ein Aureus, eine Goldmünze, belegen, dass dieser grosse Baukomplex ein wichtiges politisches und administratives Zentrum war. Hier an der Limmat wirkte Rom. Die Resultate der Ausgrabung eröffnen wichtige neue Erkenntnisse für das Legionslager Vindonissa und das römische Gebenstorf. Die Filmdokumentation gibt Einblick in die 14 Monate dauernden Ausgrabungsarbeiten und präsentiert erste beeindruckende Resultate. Mehr Informationen zur Archäologie im Aargau | |
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Der Sieg bei Hastings war erst der Anfang. Nach 1066 steht Wilhelm der Eroberer vor der Herausforderung, ein erobertes Königreich dauerhaft zu kontrollieren. Die Epochentrotter zeigen, wie er Widerstände brutal niederschlägt, neue Machtstrukturen etabliert und England grundlegend neu ordnet. Burgenbau, Landvergabe und Verwaltungsreformen werden zu zentralen Instrumenten normannischer Herrschaft. Ein Blick auf die Jahre nach der Schlacht – und darauf, wie aus einem militärischen Erfolg eine stabile Königsmacht entsteht. | |
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1066 entscheidet sich das Schicksal Englands: In der Schlacht von Hastings prallen rivalisierende Thronansprüche, dynastische Ambitionen und politische Intrigen aufeinander. Diese Episode zeichnen die Epochentrotter den Weg dorthin nach – vom Tod König Eduards des Bekenners über die konkurrierenden Ansprüche von Harold Godwinson, Harald Hardrada und Wilhelm von der Normandie bis zu den militärischen und strategischen Voraussetzungen der Entscheidungsschlacht. Im Fokus steht dabei die normannische Perspektive, mit der wir unsere Reihe zu Wilhelm dem Eroberer fortsetzen. | |
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- Reallexikon für Antike und Christentum (RAC)
Die Homepage »Reallexikon für Antike und Christentum (RAC)« stellt ein Forschungsunternehmen zur Spätantike vor, das die Wechselwirkungen zwischen Christentum, jüdischer Tradition und paganer Umwelt vom 1. Jahrhundert bis etwa 650 nach Christus untersucht. Im Zentrum stehen Zielsetzung und Arbeitsweise des Lexikons als Hilfsmittel zur Erforschung der Transformation von der antiken Kultur zur spätantik-christlichen Welt. Die Homepage umfasst digitale Angebote wie Register und Onlinezugänge, die den thematischen Einstieg in das umfangreiche Stichwortverzeichnis erleichtern.
- Wert der Vergangenheit - Leibniz-Forschungsverbund
Der Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit« erforscht aus geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven die Frage, welche Bedeutung vergangene Ereignisse und Deutungen für heutige Gesellschaften haben. Im Zentrum stehen beispielsweise Konflikte um Denkmäler oder umkämpfte Geschichtsbilder, die als Auseinandersetzungen um Wertbildungsprozesse verstanden werden. Die Website bietet einen Einblick in die Thematik, verweist auf laufende Forschungsarbeiten und enthält einen Blog mit vertiefenden Debattenbeiträgen.
- Archéologie de l’Asie centrale
Die Homepage der ArScAn-Forschungsgruppe »Archéologie de l’Asie centrale« präsentiert ein an der Université Paris Nanterre angesiedeltes Team, das sich der Archäologie Zentralasiens widmet, mit Projekten von der Vorgeschichte bis in islamische Zeiträume. Vorgestellt werden laufende Grabungen, Forschungsprogramme und Publikationen, ergänzt um Hinweise auf Kolloquien und Vorträge.
- Der B.A.-Studiengang „Classics – Literatur, Kultur und Rezeption der Antike”
Mit dem Wintersemester 2026/27 startet an der Universität Bochum der B.A.-Studiengang »Classics – Literatur, Kultur und Rezeption der Antike« ein interdisziplinäres Studienangebot zur Kultur- und Epochengeschichte. Die Studierenden gewinnen einen umfassenden Einblick in die Inhalte und Methoden der Klassischen Philologie sowie der Alten Geschichte und Archäologie. Sie werden mit unterschiedlichen literatur- und kulturwissenschaftlichen Methoden vertraut gemacht und lernen, die kreative Verwendung der Antike zu analysieren. Der Studiengang vermittelt Wissen über Geschichte und Kultur, über Struktur und Wandel von sozialen und politischen Organisationen, über Philosophie, Religion sowie Aspekte der Globalisierung und Transkulturalität.
- Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya
Die Plattform »classicmayan.org« bietet eine wissenschaftlich ausgerichtete Textdatenbank sowie ein Wörterbuch des Klassischen Maya und stellt damit zentrale Werkzeuge zur Erforschung der Schrift und Sprache dieser mesoamerikanischen Kultur bereit. Ergänzend erschließt die Plattform ein umfangreiches Korpus an Hieroglyphentexten und Bildern, das mit einem online zugänglichen Katalog verknüpft ist. Vertiefende Materialien zu Fundorten, Museen, 3D-Artefakten, Kalenderberechnungen und einer bibliografischen Sammlung bieten weitere Informationen, während Projekt-, Team- und Publikationsseiten Hintergrund und Arbeitsweise des Forschungsvorhabens dokumentieren.
- Kleine und fragmentarische Historiker der Spätantike
Die Homepage des Langzeitprojekts »Kleine und fragmentarische Historiker der Spätantike« stellt ein Forschungsvorhaben vor, in dem rund 90 meist randständige oder nur in Fragmenten überlieferte lateinische und griechische Geschichtswerke des 3. bis 6. Jahrhunderts ediert, übersetzt und kommentiert werden. Den Hauptbereich der Homepage bildet eine Online-Datenbank, die nach thematischen Modulen oder nach Autoren durchsucht werden kann. Darüber hinaus finden sich Informationen zu den Zielen des Projekts, zur Anbindung an die Universität Düsseldorf sowie Verweise auf die zugehörige Druckedition.
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