Irak-Krieg
Interpol will mit einem Spezialteam gegen den Raub von Kulturgütern im Irak vorgehen. Es solle Kunstgegenstände aufspüren und die Täter fassen, kündigte die internationale Polizei am Freitag in Lyon an. Noch im April sollen Interpol-Experten nach Kuwait und in weitere Länder der Region reisen, sobald als möglich auch in den Irak. Interpol appellierte an sämtliche Organisationen, die sich mit Kulturgütern und dem Kunsthandel befassen, keine Kulturschätze aus dem Irak anzukaufen. Bei Zweifeln über die Herkunft von Kulturgütern solle sofort Interpol alarmiert werden. Artikel im STANDARD vom 18.4.2003. Sprache: deutsch
Aktuelle Informationsseite von H-MUSEUM (H-NET Network für "Museum Professionals") zum Irak-Krieg und dessen Folgen. Mit zahlreichen weiterführenden Links und Hintergrundinfos zum Thema. Sprachen: deutsch, englisch
Im antiken Mesopotamien erfanden die Sumerer das Rad und entwickelten die Keilschrift. An Euphrat und Tigris entstanden prächtige Paläste und Tempelanlagen. Ur, Babylon, Niniveh: Namen aus biblischen Geschichten, die wenig zu tun haben mit dem heutigen Irak-Bild von geheimen Waffenlagern, Ölfeldern und Scudraketen. Artikel bei n-tv.de. Sprache: deutsch
Unter einem Foto des weltberühmten Zikkurat (Stufenturm) von Ur im Südirak, der damals ebenfalls kleinere Treffer ("Kollateralschäden") abbekommen hatte, berichtete die in London erscheinende, als unabhängig geltende Zeitung al Hayat jetzt am ausführlichsten über die Plünderungen im Nationalmuseum von Bagdad. Sie beklagt, daß ungefähr achtzig Prozent des Bestandes beschädigt oder gestohlen worden seien. Daß es Bewaffnete waren, die in das Museum eindrangen, läßt wohl darauf schließen, daß der Entschluß zu plündern nicht spontan gefaßt war. Artikel von Wolfgang Günter Lerch in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG vom 16.4.2003. Sprache: deutsch
Wie im ersten Golfkrieg verbringen irakische Archäologen wieder Tag und Nacht neben Kunstwerken im Nationalmuseum von Bagdad, um sie zu schützen. Doch viele Stätten ermangeln jeglicher Dokumentation, so daß man nicht einmal feststellen kann, was derzeit alles entfernt wird. Werke aus allen Epochen sind in Gefahr - sumerische Schrifttafeln, Statuen, assyrische Steinreliefs, fünftausend Jahre alte Rollsiegel, Goldschmuck und Schätze des Islam. "Man wird sehen", sagt Jane Waldbaum, "was nächstes Jahr alles in den Auktionshäusern auftauchen wird, in der Schweiz, in London und New York." Artikel von Lisa Zeitz in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG vom 11.4.2003. Sprache: deutsch
Irakische Polizisten haben in der Umgebung von Bagdad die von Plünderern aus dem Nationalmuseum gestohlene 5.000 Jahre alte Uruk-Maske entdeckt. Sie war eines der wertvollsten Beutestücke der Plünderer, die nach dem Einmarsch der US-Armee in Bagdad in das irakische Nationalmuseum eingedrungen waren. Sprache: deutsch
(7)
(3)
(4)