italienisierenden Formen bestimmte deutsche Baukunst sprachen Zeitgenossen vom Bauen "auff welsche Manier". Erst in den 1930er Jahren prägte die Kunstgeschichte den Terminus der mitteldeutschen Frührenaissance
Zeit. Nur für eine kurze Zwischenphase Mitte des 11. Jahrhunderts pflegte der numairidische Fürst Mani' ibn Shabib urbane Traditionen und legte in ar-Raqqa repräsentative Bauwerke an. Erst die Besetzung
titanbewehrtem Kunststein ergänzt. Abschließend erfolgte dort die Ausarbeitung der Kanneluren in antiker Manier mit der Hand. Die beiden Ophistodom-Kapitelle, die im Westen vor den Tempel lagen, wurden ebenfalls
rundliches Gebilde, aus dem sich ein Schlangenkopf windet. Während Füße und Hände in realistischer Manier meisterhaft aus dem Lehm herausgearbeitet sind, weist die Kopfpartie eine komplexe Ikonographie auf
62 (Mainz 2004). Lehmann, G. A./ Wiegels, R. (Hrsg).: Römische Präsenz und Herrschaft im Germanien der augusteischen Zeit. Der Fundplatz von Kalkriese im Kontext neuerer Forschungen und Ausgrabungsbefunde
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