- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.1.1: Phänomen Varusschlacht.
- 1.1.2: Archäoastronomie.
- 1.1.3: Am Rand der keltischen Welt.
- 1.1.4: Das Pferd.
- 1.1.5: Burgenarchäologie im Friaul.
- 1.1.6: Experimentelle Archäologie.
- 1.1.7: Mythos Neandertaler.
- 1.1.8: Neues aus dem Alten Ägypten.
- 1.1.9: Der Limes.
- 1.1.10: Pfahlbauten und Seeufersiedlungen.
- 1.1.11: Montanarchäologie.
- 1.1.12: Die Alamannen.
- 1.1.13: Syrien.
- 1.1.14: Musikarchäologie.
- 1.1.15: Fürstengräber.
- 1.1.16: Archäologie 2000.
- 1.1.17: Häuser im Moor.
- 1.2: Fundpunkt.
- 1.3: Nachrichten.
- 1.4: Aus der Presse.
- 1.5: TV-Programm.
- 1.6: Kalender.
- 1.1: Thema.
- 2: Guide.
- 3: Digger.
- 4: Bibliothek.
- 5: Mediathek.
- 6: Forum.
- 7: Club.
- 8: Autoren.
- 9: FAQ.
Von A bis Z

Verschiedene Schallgeräte und Musikinstrumente gehören auch zur "materiellen Kultur" und können in meist stark fragmentiertem Zustand im archäologischen Kontext überdauern und mit archäologischen Methoden zugänglich gemacht werden. Bestünde mit solchen archäologischen Funden doch die Hoffnung, auch gewisse Informationen zu den "Klangschaften" vergangener Epochen zu bekommen? Der Hoffnung hingegeben haben sich Musikwissenschaftler und Archäologen, die interdisziplinär versuchen, mithilfe archäologischer Funde von Musikinstrumenten und ikonographischer Überlieferung prähistorische und historische Musikkulturen in Ansätzen zu rekonstruieren und dafür den Begriff der sog. "Musikarchäologie" prägten.
Problematisch war, daß die Funde von Musikinstrumenten von den Archäologen oft nicht als solche erkannt, nicht publiziert und Musikwissenschaftlern damit auch nicht bekannt wurden. Wenn andererseits der archäologische Kontext des Musikinstrumentes vernachlässigt und eine reine Instrumentenkunde betrieben wurde, waren die Aussagemöglichkeiten der archäologischen Quelle stark eingeschränkt. Quellenkritik ist besonders im Hinblick auf die Datierung der Musikinstrumentenfunde zu üben. Die Vorteile archäologischer Quellen - in diesem Falle Musikinstrumente und deren Fragmente - sind eben Kontextinformation, Datierbarkeit und Authentizität, über die in den Museen auf uns gekommene Musikinstrumente oft nicht verfügen.

