Kurz notiert

REMAPP - Afrikanische Museumsgeschichte neu erzählen

Prof. Dr. Bénédicte Savoy

Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Bénédicte Savoy von der Technischen Universität Berlin erhält einen ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats für das Forschungsprojekt "REMAPP – Rearticulating Museums: Historical African Practices of Preservation and the Future of Stewardship". Das mit rund 2,5 Millionen geförderte Vorhaben untersucht, welche historischen Formen des Sammelns, Bewahrens, Präsentierens und Aktivierens materieller Kultur in afrikanischen Gesellschaften existierten und wie diese Praktiken das Verständnis von Museen weltweit verändern können.

Errichtung des Legionslagers Castra Regina (Modell im Historischen Museum Regensburg)

Wie prägten Bauprojekte die Entwicklung des Römischen Reiches? Welche Auswirkungen hatten sie auf Umwelt, Ressourcenmanagement und gesellschaftliche Strukturen? Und welche Rolle spielten monumentale Bauwerke bei der Organisation eines der größten Imperien der Weltgeschichte? Diesen grundlegenden Fragen widmet sich ein neues interdisziplinäres und überregionales Forschungsprojekt des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) und weiterer Institutionen, das in den kommenden fünf Jahren durch einen „ERC Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrats mit knapp 2,5 Millionen Euro gefördert wird.

Forschung
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Altstadt von Damaskus (Digitales Höhenmodell)

GIS-Projekte und digitale Zukunft für das syrische Kulturerbe

Ende Mai 2026 war der syrische Antikendirektor Dr. Masaoud Badawi zu Gast am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Berlin. Im Mittelpunkt standen der weitere Fortgang der schrittweise wiederaufgenommenen DAI-Aktivitäten in Syrien sowie die Vertiefung der deutsch-syrischen Zusammenarbeit im Bereich des Kulturerhalts. Bereits 2016 hatte das DAI auf die massiven Zerstörungen in Syrien und im Irak reagiert und das Archaeological Heritage Network initiiert. Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt finanzierten Projektreihe Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise bereitete sich das DAI gemeinsam mit Partnern systematisch auf den Zeitpunkt eines möglichen Wiederaufbaus vor.

Kulturerbe
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Céline Tomczyk, Preisträgerin des Europäischen Archäologiepreises

Während der Europäischen Archäologietage vom 12. bis 14. Juni 2026 wurde in Roanne, Frankreich, ein Preis verliehen, der die Forschungsleistungen von Nachwuchswissenschaftler*innen würdigt. Die diesjährige Preisträgerin des »Prix européen d' archéologie Joseph Déchelette« ist die Französin Dr. Céline Tomczyk. Neben dem Fördergeld von 10.000 Euro steht der Preisträgerin die wissenschaftliche Infrastruktur mehrerer europäischer Partnerinstitutionen zur Verfügung, darunter des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) in Mainz.

Personalia
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Archäologie-Preis

Einreichungen sind bis 30. Juni möglich

Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg geht in die nächste Runde: Bis Ende Juni werden Vorschläge für die Auszeichnung engagierter ehrenamtlicher Archäologinnen und Archäologen entgegengenommen. Die Preisverleihung findet im November 2026 in Stuttgart statt.

Personalia
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Aufbau des Notkonservierungslabors

Die kürzlich im EU-Katastrophenschutzverfahren (UCPM) registrierte Cultural Heritage Response Unit (CHRU) bildet auch in diesem Jahr weitere Teammitglieder aus.

Kulturerbe
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Grabhügelfeld in digitalem Geländemodell

Das Citizen-Science-Projekt »Heritage Quest Luxemburg« ist gestartet. Unter der Leitung von Dr. Maxime Brami vom Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und seinem Team und mithilfe von Zooniverse, einer Online-Plattform für digitale Citizen-Science-Projekte, können Freiwillige ab sofort einen Beitrag zur Erforschung von luxemburgischen archäologischen Stätten leisten.

Citizen Science
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Jun.-Prof. Dr. Alice Toso

Wie lebten Menschen vor Jahrhunderten? Wie sahen sie sich selbst? Wie wurden sie von anderen wahrgenommen? Die Archäologie untersucht heute mit modernen Methoden Skelette, Besitz, Bestattungsbräuche sowie soziale und räumliche Beziehungen. Wie sich daraus die Identität von Menschen aus der Vergangenheit rekonstruieren lässt, zeigt das Buch »Human Identities in the Archaeological Record: Interdisciplinary Perspectives from Late Antiquity to the Modern Period«.

Aus aller Welt
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Ägyptische Vogelmumie

Im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ist eine Vogelmumie aus einer privaten Schenkung neu untersucht und als altägyptisches Objekt identifiziert worden. Ursprünglich war der Fund als Moorfund übergeben und eingeordnet worden. Neue wissenschaftliche Analysen deuten nun darauf hin, dass die Mumie rund 2.400 Jahre alt ist und aus dem Alten Ägypten stammt.

Funde & Befunde
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Steinzeitdorf Pestenacker

6.000 Jahre alte Siedlungsspuren unter Druck: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege finanziert Schutzmaßnahmen, um UNESCO-Welterbe langfristig zu sichern

Kulturerbe
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Abklatsch der Grabinschrift

Rund 250 antike Inschriften aus Mittel- und Norditalien können ab sofort online auf der Plattform museum-online.de abgerufen werden. Es handelt sich dabei allerdings nicht um Fotos der originalen Inschriften oder Textversionen. Vielmehr handelt es sich um detaillierte Digitalfotos von Papier-Abklatschen dieser Inschriften, die Forschende im 19. Jahrhundert anfertigten.

Wissenschaftsgeschichte
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Kurz notiert

Auf dieser Seite finden Sie Notizen aus der archäologischen Wissenschaft und Forschung sowie zu aktuell in Print- und Online-Medien verbreiteten Meldungen zu archäologischen Themen.

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