LWL-Archäologie lokalisiert die Schwanenburg

Das Magnetik-Bild zeigt im grau gefärbten Bereich deutlich die Gräben der einstigen Niederungsburg

Obwohl bereits einige Indizien für den Standort sprachen, fehlte bislang ein eindeutiger Beweis. Den konnte nun Archäolog:innen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) durch großflächige geomagnetische Messungen erbringen: Die Schwanenburg bei Rheine (Kreis Steinfurt) liegt südlich der B475 nahe bei den Höfen Willer und Strotmann im Erdreich verborgen.

Sondierungen mit der Direct-Push-Technologie im Bereich der jungsteinzeitlichen Siedlung Pestenacker.

Ein Forscherteam hat eine mögliche Erklärung für den Bau der jungsteinzeitlichen Feuchtbodensiedlung Pestenacker in Oberbayern gefunden. Erhöhte Niederschlagswerte und verringerte Temperaturen führten vor etwa 5.500 Jahren paradoxerweise zur einer lokalen Trockenlegung des ehemals vermoorten Tales und ermöglichten somit der jungsteinzeitlichen Altheimer Kultur, diesen Raum bei Pestenacker zu besiedeln.

Prospektion
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Ausgrabung Nok-Gefäß Ifana 3

Blattgemüse gehört in Westafrika als Beilage zu vielen Gerichten wie dem gestampften Yams im Süden der Region. In Zusammenarbeit mit Chemikern der Universität Bristol ist Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Goethe-Universität nun der Nachweis gelungen, dass die Ursprünge solcher Gerichte 3.500 Jahre zurückreichen.

Aus aller Welt
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Jahrringe des mittelalterlichen Bootswracks

Das mittelalterliche Bootswrack, das 2019 entdeckt und 2020 aus der Lippe bei Lippetal-Herzfeld (Kreis Soest) geborgen wurde, geht auf die Reise nach Schleswig-Holstein. Dort soll das 850 Jahre alte Wrack in den großen Konservierungsbecken des Museums für Archäologie Schloss Gottorf mehrere Jahre lang konserviert werden.

Konservierung
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Mittelalterliche Baumkelter

Bei Rettungsgrabungen im August und September 2021 auf dem Areal der ehemaligen Kleinheppacher Gemeinschaftskelter hat das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart die vermutlich älteste Baumkelter (Holzkonstruktion einer Weinpresse) Baden-Württembergs gefunden. Sie konnte auf die Zeit um das Jahr 1344 datiert werden. Auch die Überreste eines alten Trauben-Tresters aus dem 14. Jahrhundert konnten nachgewiesen werden. Die Entdeckungen der Archäologinnen und Archäologen liefern neue Erkenntnisse zur Weinbau-Tradition der Gemeinde.

Ausgrabungen
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Heiligtum des sabäischen Hauptgottes Almaqah in Yeha (Tigray/Äthiopien)

Ein Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) erstellt in den kommenden zwei Jahren den "Ethiopian Heritage Digital Atlas" (EHDA). Das gemeinsam mit der äthiopischen Antikenbehörde und der Universität Addis Abeba durchgeführte Projekt wird von der Gerda-Henkel-Stiftung mit rund 215.500 Euro gefördert. Ziel des webbasierten Denkmalinformationssystems ist es, den Erhalt der Kulturdenkmäler Äthiopiens zu sichern. Das System soll ein Monitoring von archäologischen Fundorten ermöglichen und so zur wissenschaftlichen Dokumentation des äthiopischen Kulturerbes beitragen.

Kulturerbe
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Darstellung der steinzeitlichen Grabstätte in Hazleton

Publikation gibt Aufschluss über bronzezeitliche Migrationsströme nach Großbritannien

Vor rund 5.700 Jahren lebten jene 35 Individuen, deren Proben die Wissenschafterinnen und Wissenschaftler nun analysierten. Ihre Überreste wurden in einer bedeutenden neolithischen Gräberanlage im Westen Englands gefunden. Die Analyse der aDNA, die aus Knochen und Zähnen extrahiert wurde, zeigte, dass 27 der Bestatteten enger miteinander verwandt waren. Das wiederum gewährte dem Forschungsteam neue Einblicke in die damaligen Grabtraditionen.

Forschung
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Straußeneierschalenperlenkette

Neue archäologische Untersuchungen zeigen historische Verbindungen zwischen mehr als 3.000 km entfernten Populationen und bestätigen eine direkte Verknüpfung von Klimaveränderungen und menschlichem Sozialverhalten.

Funde & Befunde
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Bronzene Zierscheibe, 7. Jh.

Schmuck und Waffen der Beigesetzten geben Auskunft über soziale Stellung

Archäologinnen und Archäologen der Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg haben 110 frühmittelalterliche Gräber in Knittlingen (Enzkreis) untersucht

Ausgrabungen
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Schwimmende Bohrplattform der Uni Bonn

Welche Wege hat der Homo sapiens auf seinem Weg von Afrika nach Europa und Asien in den vergangenen Jahrhunderttausenden genommen? Die Klimabedingungen wechselten und damit auch die Lebensbedingungen. Teils erschwerten Wüsten den Vormarsch, teilweise auch dichter Wald. Ein Forscherteam entschlüsselte in den vergangenen zwölf Jahren im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 806 »Unser Weg nach Europa« das komplexe Zusammenspiel von kulturellen Innovationen und Umwelt, die die Wanderungen prägten. Nach Abschluss des interdisziplinären Verbundprojektes legen die Forschenden nun ein Buch mit den wichtigsten Ergebnissen unter Federführung der Universitäten Bonn und Köln vor.

Forschung
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Grabung Blätterhöhle

Rund drei Monate dauerte die Ausgrabungskampagne an der Hagener Blätterhöhle im letzten Jahr. Das Archäologie-Team des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadtarchäologie Hagen sind derzeit mit den Auswertungen der Ergebnisse befasst, planen bereits die nächste Kampagne im diesem Jahr. Für die abgeschlossene Kampagne zählte zur Ausbeute an Funden vom Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren Tierknochen, Teile von Werkzeugen und eine Pfeilspitze.

Ausgrabungen
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