Gold aus Troia, Poliochni und Ur hatte denselben Ursprung

Goldlagerstätten der Bronzezeit

Neue Lasermethode ermöglicht Untersuchung von berühmten Schmuckstücken – Handelsbeziehungen in der frühen Bronzezeit reichten bis ins Industal

Das Gold in Objekten aus Troia, Poliochni - einer Siedlung auf der ungefähr 60 Kilometer vor Troia liegenden Insel Lemnos - und dem mesopotamischen Ur hat denselben geographischen Ursprung und wurde über große Distanzen gehandelt. Zu dieser Erkenntnis kommt ein internationales Forscherteam, das mit Hilfe einer innovativen mobilen Lasermethode erstmals Proben von berühmten frühbronzezeitlichen Schmuckstücken aus Troia und Poliochni analysiert hat.

Standort des ehem. jüdischen Friedhofs Erfurt

Forschungsteam analysierte genomweite Daten von 33 jüdischen Personen aus dem mittelalterlichen Erfurt des 14. Jahrhunderts

Einem internationalen Forschungsteam unter der Leitung von Shai Carmi von der Hebrew University of Jerusalem und David Reich von der Harvard University ist es gelungen, anhand von alter DNA aus Zähnen Einblicke in das Leben einer im Mittelalter in Erfurt lebenden Gemeinde aschkenasischer Juden zu gewinnen. Das Team, dem auch Archäogenetiker des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie angehörten, fand heraus, dass die damalige jüdische Gemeinde in Erfurt über eine größere genetische Vielfalt verfügte als heutige aschkenasische Juden.

Forschung
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Frühmittelalterliche Gewandschließe

Bei den aktuellen Rettungsgrabungen im Kleinbasel im Zusammenhang mit dem Ausbau der Fernwärmeleitungen kamen bisher 15 frühmittelalterliche Gräber zum Vorschein. Einzelne von ihnen waren mit aussergewöhnlich zahlreichen und wertvollen Beigaben ausgestattet. Den Höhepunkt bildet der Fund einer kunstvoll gearbeiteten goldenen Gewandschliesse, die im 7. Jahrhundert einer Frau mit ins Grab gegeben worden war.

Ausgrabungen
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Ausgegrabener Teich

Veränderungen in der Landnutzung, und nicht die Jagd, befeuerten das Aussterben von Madagaskars Megafauna

Das Schicksal des Dodos gilt als eindrucksvolles Beispiel für die destruktive Wirkung des Menschen auf insulare Ökosysteme. So lebten auf Madagaskar einst gorillaartige Lemuren, drei Meter große Elefantenvögel sowie Zwergflusspferde, die jedoch mit der Ankunft des Menschen ausstarben. Die Gründe für das Verschwinden der sogenannten Megafauna sind jedoch bislang kaum erforscht.

Aus aller Welt
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ECG

Neue Methode zur Ermittlung von Klimadaten zur Vergangenheit an Land erstmals vergleichend angewendet:

Eiszeitliche Sommer waren in Mitteleuropa zeitweise wärmer als bisher bekannt.

Forschung
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Ausgrabung Gräberfeld Segeletz

Seit 1830 führt die Ortsdurchfahrtsstraße von Segeletz über den ehemaligen Dorffriedhof. Zuvor war sie um den Kirchhof herum verlaufen, wie die Darstellung im Schmettau'schen Kartenwerk aus dem 18. Jh. noch erkennen lässt. Nun kamen bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt zahlreiche Gräber zum Vorschein. Immerhin hatten die Segeletzer vom 13. Jh. bis 1830, also weit über 500 Jahre, hier bestattet. Insgesamt 122 Gräber mussten bisher im Bereich des Friedhofs dokumentiert und geborgen werden. Die Denkmalbehörden und die Ausgrabungsfirma waren jedoch vor Beginn der Arbeiten davon ausgegangen, dass durch die umfangreichen früheren Arbeiten an der B5 große Teile des Friedhofs bereits zerstört worden waren. Der Erhaltungszustand war vor diesem Hintergrund dann doch unerwartet.

Ausgrabungen
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Römische Fibel

Neue wissenschaftliche Methode bestätigt Kalkriese als Ort der Varusschlacht.

Forschung
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Schädel-Rekonstruktion

Fischzähne, die in 780.000 Jahre alten Schichten der archäologischen Fundstelle Gesher Benot Ya’aqov in Israel zutage kamen, liefern den frühesten Hinweis auf das Garen von Nahrungsmitteln durch unsere Vorfahren.

Forschung
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Suchschnitt

Community-Ausgrabung begeistert Bürgerinnen und Bürger

Heute fand die Abschlussveranstaltung des bislang deutschlandweit einmaligen Projekts »Schenefeld gräbt aus« statt, bei der bei der das Organisationsteam vom Exzellenzcluster ROOTS der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und vom Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie in Schleswig (ZBSA) die Auswertung der Funde präsentierte.

Archäologie & Gesellschaft
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Ötzi Fundumstände

Sie gehört zu den ältesten und weltweit am besten erhaltenen Mumien: die 5.300 Jahre alte Eismumie namens Ötzi. 31 Jahre nach dem Sensationsfund in den Ötztaler Alpen kommt eine jetzt veröffentlichte Studie zu dem Befund, dass die ursprüngliche Erklärung, wie Ötzi erhalten wurde, nicht dem aktuellen Stand der Forschung entspricht. Das schreibt ein Forschungsteam aus Norwegen, der Schweiz und Österreich im Fachjournal »The Holocene«.

Forschung
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Ausgrabung des etruskischen Tempels (Drohnenfoto)

Ein interdisziplinäres Team um die Freiburger Archäologin Dr. Mariachiara Franceschini und den Mainzer Archäologen Paul P. Pasieka hat in der antiken Stadt Vulci in der italienischen Region Latium einen bislang unbekannten etruskischen Tempel entdeckt. Der 45 mal 35 Meter große Bau befindet sich westlich des bereits in den 1950er Jahren ausgegrabenen Sakralgebäudes, des sogenannten Tempio Grande.

Ausgrabungen
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