Untersuchungen an einem römisch-kaiserzeitlichen Verhüttungsplatz bei Brilon

Römischer Bleibarren aus Brilon

Erste Grabungsergebnisse bestätigen die frühe Bleigewinnung

Archäologie-Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben bei einer knapp zweiwöchigen Grabungskampagne im Juni neue Erkenntnisse gewonnen: Auf einem Höhenzug des Rothaargebirges nahe Brilon (Hochsauerlandkreis) legten sie eine bislang in Südwestfalen einzigartige, 2.000 Jahre alte Verarbeitungsstelle für Blei frei. Damit gelingt der archäologische Nachweis für eine frühe metallurgische Kette, die für das Sauerland bislang noch weitgehend unerforscht ist.

Ausgrabungsfläche am Hagenmarkt

Am Hagenmarkt in Braunschweig wurden im Vorfeld der eigentlichen Bauarbeiten zur Neugestaltung des Platzes umfangreiche archäologische Untersuchungen vorgenommen. Mit interessanten Ergebnissen: So kann z.B. die genaue Lage und damit auch die Baugeschichte des einstigen Opernhauses nun viel präziser bestimmt werden. Zudem haben die Grabungen erste Erkenntnisse zu mittelalterlichen Vorgängerbauten zu Tage gebracht. Aber auch während der laufenden Bauarbeiten werden immer wieder Entdeckungen gemacht, die bemerkenswerte Aufschlüsse bieten und Fenster in die die Vergangenheit Braunschweigs öffnen.

Ausgrabungen
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Drohnenaufnahme der Grabung

In Pirna entsteht ein neuer Hotelkomplex, der auf dem Gelände des Traditionshauses »Zum Schwarzer Adler« errichtet wird. Das ruinöse Vorgängergebäude des ehemaligen Hotels wurde bis auf eine historische Außenmauer abgerissen. Zwischen Abriss und Neubebauung untersucht das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) die ca. 3000 m² große Fläche. Das ist notwendig, denn das Baugrundstück liegt im archäologisch relevanten Bereich der Dohnaischen Vorstadt, einer historischen Vorstadt von Pirna. Unmittelbar vor dem Dohnaischen Tor, dem südlichen Stadttor der Stadtbefestigung, ist eine Ansiedlung bereits für das 14. Jahrhundert schriftlich bezeugt.

Ausgrabungen
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Luftaufnahme des Hüttwilersees

Jahrtausende lang hat der Mensch mit landwirtschaftlicher Nutzung die Pflanzenvielfalt nicht verringert, sondern erhöht. Das haben Forschende der Universität Basel für die letzten 7.000 Jahre detailliert nachgezeichnet. Erst in den letzten Jahrzehnten änderte sich das.

Forschung
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Neandertalerknochen der Individuen Spy 1 und 2

Eine neue genetische Studie liefert das bislang detaillierteste Bild der Vielfalt später Neandertaler in Nordwesteuropa. Ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig konnte durch die Analyse von alter DNA, die in Belgien und Frankreich gefundenen Überresten entnommen wurde, die genetischen Verbindungen von 27 Neandertalern rekonstruieren. Diese lebten kurz bevor die Neandertaler vor rund 40.000 Jahren ausstarben.

Forschung
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Vielfarbige Höhlendecke von Altamira

Menschliche DNA kann Jahrtausende an Höhlenwänden überdauern und gibt Einblicke in prähistorische menschliche Aktivitäten - auch ohne Ausgrabungen

Ein Forschungsteam hat erstmals nachgewiesen, dass alte menschliche DNA über Tausende von Jahren an Höhlenwänden erhalten bleiben kann. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, prähistorische menschliche Aktivitäten zu erforschen.

Forschung
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Schädel weiblicher Homo naledi: Neo und DH3

Proteinanalyse wirft weitere Fragen auf, wie die Homo naledi-Knochen tief unter die Erde gelangten

Ein Forschungsteam untersuchte 23 Zähne von mindestens 20 Individuen des ausgestorbenen Menschenverwandten Homo naledi und fand keine männlichen Proteinmarker. Vermutlich handelt es sich ausschließlich um weibliche Individuen. Die Fossilien wurden in einer Kammer tief in einem Höhlensystem in Südafrika entdeckt. Wie sie dorthin gelangten, ist bis heute ungeklärt – doch die Ergebnisse könnten neue Hinweise zur Lösung dieses Rätsels liefern.

Forschung
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Junge mit Hund in der Mongolei

Eine neue Studie eines internationalen Forschungsteams unter der Leitung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig zeigt verblüffende Gemeinsamkeiten in der Interaktion zwischen Menschen und Hunden in sehr unterschiedlichen Gesellschaften.

Aus aller Welt
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Taucher in der Ostsee

Ein internationales Tauchteam hat in der vergangenen Woche eines der bedeutendsten Unterwasserdenkmale vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns untersucht. Zwischen den Inseln Rügen und Usedom liegen am Eingang des Greifswalder Boddens rund ein Dutzend versenkte Handelsschiffe aus dem 17. Jahrhundert auf dem Grund der Ostsee. Archäologen des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (LAKD) konnten aber auch zwei schwedische Kriegsschiffe lokalisieren, die im Jahr 1714 Opfer des Eisgangs wurden.

Kulturerbe
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Heerlener Fluchtafel

Das Fundstück aus dem römischen Niedergermanien trägt eine seltene griechische Inschrift mit einem Bindezauber gegen Feinde.

Funde & Befunde
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Illustration: Neandertaler- und Homo-sapiens-Kind

Neue Fossilienfunde zeigen: Die frühkindliche Entwicklung verlief erstaunlich ähnlich wie beim modernen Menschen.

Forschung
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