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Rom an der Limmat
Eine einzigartige Ausgrabung in Gebenstorf im Aargau
Im Vorfeld einer grossen Überbauung in Gebenstorf führte die Kantonsarchäologie Aargau von Anfang April 2024 bis Ende Mai 2025 eine Rettungsgrabung durch, um die römischen Überreste im »Steinacher« südlich der Limmat zu dokumentieren.
Die römischen Ruinen waren ausserordentlich gut erhalten und belegen mehrere Grossbauten, die in engem Verhältnis zum Legionslager Vindonissa standen. Besondere Funde wie Wandmalerei eines repräsentativen Gebäudes, mehrere Gewichtssteine und Messgeräte, viele Münzen und darunter ein Aureus, eine Goldmünze, belegen, dass dieser grosse Baukomplex ein wichtiges politisches und administratives Zentrum war. Hier an der Limmat wirkte Rom.
Die Resultate der Ausgrabung eröffnen wichtige neue Erkenntnisse für das Legionslager Vindonissa und das römische Gebenstorf. Die Filmdokumentation gibt Einblick in die 14 Monate dauernden Ausgrabungsarbeiten und präsentiert erste beeindruckende Resultate. Mehr Informationen zur Archäologie im Aargau
Die brandenburgische Landesarchäologie bringt auch in diesem Jahr wieder einen Jahresfilm heraus, der die wichtigsten Ausgrabungen und Forschungen des Jahres 2024 präsentiert. Vorgestellt werden die Grabungen in Wustermark (Havelland, slawenzeitliche Bestattungen und Hügelgräber), Luckow-Petershagen (Uckermark, spätneolithische und frübronzezeitliche Befunde), Lanke (Barnim, bronzezeitlicher Megalith), in Casekow (Uckermark, spätneolitische und frühbronzezeitliche Gräber) sowie die Siedlungsbefunde um das bronzezeitliche »Königsgrab« von Seddin (Prignitz).
Ein kleines, gerade einmal 3,5 cm großes Silberamulett, darin eingerollt eine dünne Silberfolie mit einer geheimnisvollen Ritzung: Die "Frankfurter Silberinschrift". Diese 18 Zeilen, da sind sich Expertinnen und Experten einig, werden die bisherige Forschung über die Ausbreitung des Christentums und die Spätzeit der römischen Herrschaft rechts des Rheins enorm bereichern. Die Inschrift konnte dank modernster Computertomographie-Technik entschlüsselt werden. Sie zeigt: der Text ist vollständig christlich zu deuten, was für diese Zeit absolut außergewöhnlich ist.
Rad und Wagen zählen zu den wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Vor etwa 5.300 Jahren begann der Mensch, gebrauchsfähige vierrädrige Holzwagen zu bauen. In dieser Zeit entstanden die ersten Stellmacherwerkstätten in verschiedenen Regionen Eurasiens etwa zur gleichen Zeit. Es finden sich Teile von Rädern, Achsen und weiteren Wagenbestandteilen am Rande von Siedlungen oder in Mooren. Besonders gut erhaltene Holzwagen wurden in bronzezeitlichen Gräbern verschiedener osteuropäischer Steppenkulturen entdeckt. Wie sahen diese Wagen genau aus? Waren sie stabil konstruiert und für den täglichen Lastentransport tauglich oder waren sie lediglich wenig funktionale Prestigeobjekte? Der Dokumentarfilm der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts bietet Einblicke in die frühen Transport- und Fortbewegungsmittel der Menschheit.
Die verschollene Reliquie
Spurensuche im spätantiken Noricum
Archäologinnen und Archäologen legen im Süden Österreichs eine längst verlassene römische Siedlung frei und machen dabei spektakuläre Entdeckungen: Sie finden zahlreiche Gebäude aus der Spätantike, darunter auch zwei imposante frühchristliche Kirchen. Besonders sensationell: Unter einem zerfallenen Altar finden sie einen vergessenen, reich verzierten Reliquien-Behälter aus Elfenbein. Warum ist das heilige Gefäß zurückgelassen worden? Ist die antike Reliquie noch drin? Wer waren die Menschen, die hier einst lebten?
Podcasts zum Thema
Bronzezeit
denkmal.debatten #44
Landesarchäologe Henning Haßmann und Moderator Siebo Heinken sprechen mit dem Lüneburger Bezirksarchäologen Mario Pahlow über die Bronzezeit als prägende Epoche der niedersächsischen Vor- und Frühgeschichte.
Vom Ab- und Auftauchen
DENKMALZEIT #85
Was verbirgt sich unter der Wasseroberfläche unserer Seen, Flüsse und Meere? Zum internationalen Tag des Kulturerbes unter Wasser widmet sich die neue Folge von DENKMALZEIT der Unterwasserarchäologie – und nimmt uns mit auf eine Reise durch Deutschland, von der Ostsee über den Werbellinsee bis zum Bodensee und darüber hinaus in die Schweiz. Im Mittelpunkt steht die dritte Tagung des Arbeitskreises für Unterwasser- und Feuchtbodenarchäologie (AKUFA) in Brandenburg an der Havel. Dort kommen Fachleute, ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger:innen sowie interessierte Sporttaucherinnen und Sporttaucher zusammen, um sich über ihre Arbeit, neue Methoden und aktuelle Herausforderungen auszutauschen. Die Gespräche führte Anne-Marie Graatz.
Filmreif ausgegraben
DENKMALZEIT #82
20 Jahre Archäologie im Film, unzählige Geschichten aus dem Boden Brandenburgs: In der neuen Folge der DENKMALZEIT wird das Jubiläum der Archäologie-Filmreihe "Momentaufnahmen" gefeiert. Im Gespräch mit Anne-Marie Graatz blicken Regisseur Thomas Claus und Sprecher und Hörspielautor Harry Kühn auf Entstehung und Entwicklung der Filmreihe zurück.
Pharaoh Ramses unter Sand. Die Entdeckung von Abu Simbel
Epochentrotter #161
Vier gewaltige Kolossalstatuen ragen aus dem Sand – und erzählen eine Geschichte, die Jahrtausende überspannt. Abu Simbel führt in die Welt der Pharaonen und zugleich ins 19. Jahrhundert, als europäische Reisende die Tempel neu sichtbar machten. Giovanni Battista Belzoni kämpfte sich durch die verschütteten Eingänge, während Jean-François Champollion die Hieroglyphen zu lesen begann. Zwischen Neugier, Zufall und kolonialen Blicken entfaltet sich eine Geschichte von Entdeckung und Deutung – und die Frage, wem Vergangenheit eigentlich gehört.
Romantische Ackergrabungen und Römerliebe
DENKMALZEIT #81
In der aktuellen Folge der DENKMALZEIT dreht sich alles um den deutschlandweit einzigartigen Bachelorstudiengang »Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik« an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW). Nach einer Zeit der Unsicherheit konnte der Studiengang erfolgreich gerettet werden und nimmt nun wieder Bewerber*innen auf. Im Mittelpunkt stehen zwei Studierende, Miriam und Benjamin. Sie berichten von ihrem Studienalltag, ihrer Begeisterung für archäologische Arbeiten und den Erfahrungen, die sie besonders geprägt haben. Die positive Stimmung nach der Rettung des Studiengangs ist deutlich spürbar. Mit viel Engagement machen die Studierenden auf den Studiengang aufmerksam und unterstützen Interessierte beim Einstieg.

























