- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.1.1: Phänomen Varusschlacht.
- 1.1.2: Archäoastronomie.
- 1.1.3: Am Rand der keltischen Welt.
- 1.1.4: Das Pferd.
- 1.1.5: Burgenarchäologie im Friaul.
- 1.1.6: Experimentelle Archäologie.
- 1.1.7: Mythos Neandertaler.
- 1.1.8: Neues aus dem Alten Ägypten.
- 1.1.9: Der Limes.
- 1.1.10: Pfahlbauten und Seeufersiedlungen.
- 1.1.11: Montanarchäologie.
- 1.1.12: Die Alamannen.
- 1.1.13: Syrien.
- 1.1.14: Musikarchäologie.
- 1.1.15: Fürstengräber.
- 1.1.16: Archäologie 2000.
- 1.1.17: Häuser im Moor.
- 1.2: Fundpunkt.
- 1.3: Nachrichten.
- 1.4: Aus der Presse.
- 1.5: TV-Programm.
- 1.6: Kalender.
- 1.1: Thema.
- 2: Guide.
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- 4: Bibliothek.
- 5: Mediathek.
- 6: Forum.
- 7: Club.
- 8: Autoren.
- 9: FAQ.
Von A bis Z

Zwischen 1990 und 2000 begleitete die kantonale Denkmalpflege in Lausanne das lineare Großprojekt "Bahn 2000" am Nordufer des Neuenburgersees. Die 30 neu entdeckten Fundstellen werfen ein völlig neues Licht auf die prähistorische Siedlungsdichte dieses archäologisch bisher nur ungenügend erforschten Gebietes. Das Hauptaugenmerk des gesamten Projektes mußte auf eine Seeufersiedlung gelegt werden, die durch die neue Trassenführung auf einer Fläche von nahezu 5000 m² unmittelbar bedroht war. Das Siedlungsareal gehört zur Gemeinde Concise und befindet sich direkt am Nordufer des Neuenburgersees etwa auf halber Strecke zwischen Neuchâtel und Yverdon. Wichtigstes Anliegen der kantonalen Denkmalpflege war es, die neue Trasse so zu legen, daß nur der landwärtige Teil der Siedlung betroffen war, während das Zentrum weiterhin geschützt im Boden verbleibt.
Daß sich an dieser Stelle eine umfangreiche prähistorische Siedlungskammer befindet, ist bereits seit der Mitte des letzten Jahrhunderts bekannt. Wie es die Geschichte so will, wurde die damalige Entdeckung ebenfalls durch den Bau der ersten Eisenbahnlinie am Jurafuß entlang des Sees hervorgerufen. Für die Errichtung des Bahndammes wurden damals mit Hilfe von großen Kiesschwimmbaggern mehrere tausend m² Kulturschicht zerstört. Bis zu Beginn der Planungen für das Projekt "Bahn 2000" gab es in dem seit 1900 als besonders schützenswert deklarierten"monument historique" keine archäologischen Interventionen mehr. Deshalb war auch völlig unklar, mit welcher Schichterhaltung und -mächtigkeit zu rechnen war. Schon die ersten Sondagen zeigten, daß in weiten Teilen des bedrohten Areals noch eine intakte Stratigraphie mit archäologischen Schichten in einer Mächtigkeit von bis zu 3m existierten. Bereits dadurch war klar geworden, daß Concise zu den bedeutendsten Pfahlbausatationen des gesamten nordalpinen Raumes gerechnet werden mußte.


