- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.1.1: Phänomen Varusschlacht.
- 1.1.2: Archäoastronomie.
- 1.1.3: Am Rand der keltischen Welt.
- 1.1.4: Das Pferd.
- 1.1.5: Burgenarchäologie im Friaul.
- 1.1.6: Experimentelle Archäologie.
- 1.1.7: Mythos Neandertaler.
- 1.1.8: Neues aus dem Alten Ägypten.
- 1.1.9: Der Limes.
- 1.1.10: Pfahlbauten und Seeufersiedlungen.
- 1.1.11: Montanarchäologie.
- 1.1.12: Die Alamannen.
- 1.1.13: Syrien.
- 1.1.14: Musikarchäologie.
- 1.1.15: Fürstengräber.
- 1.1.16: Archäologie 2000.
- 1.1.17: Häuser im Moor.
- 1.2: Fundpunkt.
- 1.3: Nachrichten.
- 1.4: Aus der Presse.
- 1.5: TV-Programm.
- 1.6: Kalender.
- 1.1: Thema.
- 2: Guide.
- 3: Digger.
- 4: Bibliothek.
- 5: Mediathek.
- 6: Forum.
- 7: Club.
- 8: Autoren.
- 9: FAQ.
Von A bis Z

zum Inhalt
- Was ist Montanarchäologie ?
- Was will die Montanarchäologie?
- Was beinhaltet Montanarchäologie?
- Welche Ergebnisse der Montanarchäologie sind die augenfälligsten ?
- Was sind die Quellen der Montanarchäologie?
- Was sind die Spuren montanistischer Tätigkeiten an der Oberfläche ?
- Welche Forschungsmethoden hat die Montanarchäologie?
- Wie werden Bergbau und Verhüttung beschrieben?
- Beispiele montanarchäologischer Ergebnisse
- Pigmente, Feuerstein und Hornstein, Felsgesteine, Schmucksteine, Kupfer
- Zinn, Silber, Gold, Eisen
- Salz
- Wer betreibt Montanarchäologie?
- Laufende Projekte an deutschen Instituten
- Literatur zur Montanarchäologie
Was ist Montanarchäologie?
ARCHÄOLOGIE will Geschichte schreiben und nutzt dazu vorwiegend die im Boden erhaltenen Überreste menschlichen Lebens. Auch MONTANARCHÄOLOGIE will Geschichte schreiben, sie ist der Zweig der Archäologie, welcher die Informationen von Bodendenkmälern und Funden des Berg- und Hüttenwesens (= Montanwesen) zur Interpretation nutzt. Sie fühlt sich nicht an bestimmte Zeitabschnitte gebunden, sondern an die Anwendung archäologischer Methoden bei Ausgrabungen über und unter Tage.
Bereitstellung und Beschaffung derartiger Informationen erfordern u.U. größeren Aufwand und können gefährlich sein. Bei aller Faszination unter Tage, Sicherheit ist oberstes Gebot. Alte Bergwerke sind Denkmäler und stehen unter Schutz. Abenteuersuchende haben darin ebenso wenig verloren wie verantwortungslose Mineraliensammler.
Was will die Montanarchäologie?
Um ihren Teil der Geschichte schreiben zu können, nutzt Montanarchäologie Spuren und Denkmäler montanistischer Tätigkeiten des Menschen: Mit MONTANWESEN sind Bergbau, Steinbrucharbeiten, Aufbereitung, Verhüttung und Verarbeitung von Metallerzen gemeint. Sie sucht und deutet Spuren menschlicher Tätigkeiten in den Bereichen mineralischer Rohstoffgewinnung bzw. -verarbeitung. Aus den dabei angewandten Techniken und deren allgemeinen Rahmenbedingungen ergibt sich der spezifische Beitrag der Montanarchäologie zur Kultur-, Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte.
Es gehört zu den Besonderheiten montanistischer Quellen, dass diese nicht allein von Archäologen ausgewertet werden können. Man ist von Anfang an auf interdisziplinäre Zusammenarbeit angewiesen. Dies gilt für die Bestimmung von Gesteinen und Mineralien ebenso wie für die Rekonstruktion technischer Prozesse oder Herkunftsstudien. Erze, Ofenkeramik, Schlacken und Metalle werden von der Montanarchäologie zur Verfügung gestellt und bilden die Basis der Archäometallurgie. Weitere naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden im Bereich der Montanarchäologie können als Montanarchäometrie zusammengefasst werden.



