- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.1.1: Phänomen Varusschlacht.
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- 1.1.3: Am Rand der keltischen Welt.
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- 1.1.6: Experimentelle Archäologie.
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- 1.1.9: Der Limes.
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Von A bis Z

Das römische Heer am Limes
Der Limes wurde von römischen Soldaten bewacht, die aus ihren Garnisonen, den Kastellen an der Limeslinie, abkommandiert wurden. Hierbei handelte es sich um Hilfstruppen, die in Reitereinheiten (alae) oder Fußtruppen, die teilweise beritten sein konnten, (cohortes, cohortes equitatae) oder um irreguläre Einheiten (numeri), dienten. Das Rückgrat der römischen Armee, der römischen Provinzialarmeen, waren aber die Legionen. Diese Elitetruppen Roms waren alles in einem: Kampftruppen, Pioniereinheiten, Ingenieurteams, Strukturentwickler, Zivilisationsträger, Siedlungsgründer, Wirtschaftsförderer, Konsumenten usw. Der römische Bürger, und nur ihm war es erlaubt, in der Legion zu dienen, konnte durch den Dienst in der Armee Karriere machen. Er konnte vom einfachen miles legionis aufsteigen zum centurio legionis, oder weiter zum primus pilus, dem besten Soldaten der Armee. Oftmals gelang dadurch auch der Aufstieg in die höheren gesellschaftlichen Schichten, etwa in den Ritterstand. Ja es war sogar möglich, die Senatorenklasse zu erreichen, wie das Beispiel des Publius Helvius Pertinax zeigt, dessen Karriere ihn ab 165 n. Chr. vom einfachen Legionssoldaten bis zum Kaiser brachte. Sicherlich eine Ausnahme, die im Krisenjahr 192/193 n. Chr., dem zweiten Vierkaiserjahr, möglich war.
Die Legion wurde von einem General, dem legatus legionis, kommandiert. Ihm zur Seite standen sechs Militärtribune, ein senatorischer und fünf ritterliche. Meist waren dies Eingangsstufen zu den großen Militär- und Verwaltungskarrieren im Römischen Reich. Geführt wurde die Truppe von den Legionscenturionen. Sie waren das eigentliche Rückgrat der Armee. In der Regel waren es altgediente Soldaten, die sich sowohl auf dem Schlachtfeld als auch im Lager- und Verwaltungsdienst bestens auskannten. Daneben gab es noch weitere Unteroffiziersränge und Gefreitenchargen, die die römische Armee zu einem stark hierarchisch abgestuften Heeresapparat mit vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten machten.
Der Soldat am Limes war hingegen in der Regel ein Auxiliar, ein Hilfstruppensoldat einer Ala oder Kohorte oder eines Numerus. Für sie alle galt, daß sie erst nach 25jährigem Militärdienst und einer ehrenhaften Entlassung das römische Bürgerrecht erreichen konnten. Dennoch gab ihnen die Armee Aufstiegschancen und natürlich auch Verdienstmöglichkeiten. Geführt wurden die Alen und Kohorten von Militärtribunen oder Präfekten, die Numeri meist von Legionscenturionen.
