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Aus der Küche ins alchemistische Laboratorium. Die Entwicklung alchemistischer Gefäße

von Peter Kurzmann - 11.4.2008

Schlussbetrachtung

In der vorliegenden Arbeit konnten nur wenige, aber wesentliche Entwicklungen alchemistischer Geräte behandelt werden. Für eingehendere Darstellungen muss auf die Fachliteratur verwiesen werden. Erfreulicherweise können in letzter Zeit immer mehr bisher unbearbeitete Altfunde in Museumsmagazinen oder neue archäologische Bodenfunde verzeichnet werden, die die schriftliche Überlieferung stützen und bereichern. Die Archäochemie hat hieran einen großen Anteil, und es ist äußerst wünschenswert, dass Archäologen ihre auch chemisch ausgebildeten Kollegen, die Archäochemiker, in jedem Falle hinzuziehen. Viele Fehlinterpretationen lassen sich dadurch vermeiden.

Es kam dem Autor darauf an, die geistige Leistung der alten Alchemisten aufzuzeigen, die ausgehend von der „Küchen(al)chemie“ das riesige gedankliche Gebäude der Alchemie und damit schließlich auch der modernen Chemie errichteten. Sie beobachteten scharf und zogen ihre Schlüsse daraus. Viele Ausdrücke der chemischen Fachsprache zeugen heute noch von ihrem Wirken. Man darf sich den Blick für diese geistigen Leistungen nicht davon verstellen lassen, dass vieles von dem, was sie erdachten, der modernen Überprüfung nicht standhielt, so z. B. die Goldmacherei. Dieser Gedanke war in der damaligen Gedankenwelt durchaus logisch und wurde von vielen ernsthaft untersucht. Dass sich dann auch Betrüger dieser Gedanken bemächtigten und ihren materiellen Vorteil daraus zu ziehen versuchten, ist menschlich. Sie wurden doch meistens überführt und bestraft.

Literatur

Kamber, Pia, Die Latrinen auf dem Areal des Augustinerklosters, Materialhefte zur Archäologie in Basel 10 (Basel 1995).

Kamber, Pia und Peter Kurzmann, Der Gelbschmied und Alchemist (?) vom Ringelhof (mit einem Beitrag von Y. Gerber), Archäologische Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt, Jahresbericht 1998 (1999) 151-99.

Kurzmann, Peter, Die Destillation im Mittelalter (mit einem Beitrag von D. Ade-Rademacher und P. Kurzmann) (Tübingen 2000).

Kurzmann, Peter, Ein Manuskript mit Zeichnungen und Benennungen alchemistischer Geräte aus dem 14. Jahrhundert, Sudhoffs Archiv 89, 2005, 151-69.

Kurzmann, Peter, Neues über die Destillation im Mittelalter. ZAM Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 35, 2007, 87-100.

Levey, Martin, Chemistry and Chemical Technology in Ancient Mesopotamia, Amsterdam 1959).

v. Osten, Sigrid, Das Alchemistenlaboratorium von Oberstockstall. Ein Fundkomplex des 16. Jahrhunderts aus Niederösterreich (Innsbruck 1998).

Soukup, Rudolf W. und Helmut Mayer, Alchemistisches Gold, Paracelsistische Pharmaka. Laboratoriumstechnik im 16. Jahrhundert (Wien 1997).

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