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Bei den Plünderungen im Irak verschwanden Kulturgüter von unschätzbarem Wert. Aus Protest gegen die laxe Haltung der US-Truppen, die nicht gegen Plünderer im Bagdader Nationalmuseum für Altertümer vorgegangen waren, sind inzwischen drei Kulturberater des Weißen Hauses zurückgetreten. Sie warfen den US-Streitkräften Versagen beim Schutz der Kunstschätze vor. Martin Sullivan, der Vorsitzende der Beratungskommission für Kulturgut, erklärte: "Wegen der Untätigkeit unserer Nation konnte die Tragödie nicht verhindert werden." Präsident George W. Bush habe die zwingende moralische Verpflichtung gehabt, eine solche Plünderung und Zerstörung zu vermeiden. Die Regierung habe nicht auf die Ratschläge der Wissenschaftler gehört. Neben spontanen Plünderungen habe es auch organisierte und ganz offenbar von außerhalb Iraks gesteuerte Diebstähle gegeben, sagte der Präsident der amerikanischen Forschungsvereinigung in Bagdad. Artikel in SPIEGEL ONLINE vom 18.4.2003. Sprache: deutsch
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