Sprechende Steine

30.01.2020 - 20.03.2020

Universität Göttingen - Kulturwissenschaftliches Zentrum
Heinrich-Düker-Weg 14
Göttingen
Deutschland

Felszeichnung in Zentralasien (Foto: Johannes Reckel)

Die Ausstellung an der Universität Göttingen zeigt frühe Felszeichnungen aus Zentralasien

Einblick in eine frühe, schriftlose Kultur bietet die Ausstellung »Sprechende Steine – Ur- und frühgeschichtliche Gesellschaften Zentralasiens im Spiegel ihrer Felszeichnungen« an der Universität Göttingen. Sie zeigt Fotografien von Felsbildern, Höhlenmalereien und Skulpturen aus Zentralasien. Zur Eröffnung am Donnerstag, 30. Januar 2020, lädt die Universität herzlich ein. Dr. Johannes Reckel, Leiter des Fachinformationsdienstes Zentralasien der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) wird mit einem Lichtbildervortrag in das Thema einführen. Die Ausstellung wird um 17.30 Uhr im Foyer des Kulturwissenschaftlichen Zentrums (KWZ), Heinrich-Düker-Weg 14, eröffnet. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im KWZ, Raum 0.607.

Reckel hat die Aufnahmen während vieler Reisen durch die Mongolei, Kirgisien und Kasachstan gemacht, wo sich besonders viele Felszeichnungen finden. Diese sogenannten Petroglyphen wurden mit Stein- oder später mit Metallwerkzeugen in glatte Steinoberflächen geritzt. Einige werden in die Steinzeit datiert, die meisten Petroglyphen entstanden jedoch in der Bronze- und Eisenzeit. Sie zeigen Menschen, Jagdwild oder Karren, aber auch Ritualtänze, Schamanen und Sonnengötter. Neben den Felszeichnungen sind auch bronzezeitliche Hirschsteine zu sehen, Stelen mit menschenähnlichen Zügen. Andere Steinfiguren geben Einblick in alttürkische Kulturen der Mongolei.

Der Fachinformationsdienst Zentralasien und Sibirien der SUB wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Ausstellung ist vom 30. Januar bis 20. März 2020 im KWZ zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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