Bekenntnis und Behaglichkeit. Kachelöfen der Reformationszeit

14.12.2018 - 17.03.2019

Archäologisches Landesmuseum Brandenburg
Neustädtische Heidestr. 28
14776 Brandenburg
Deutschland

Die Entwicklung des Kachelofens war ein Meilenstein für die Wohnkultur. Sie führte letztendlich weg vom – gefährlichen – offenen Feuer und hin zu weitgehend rauchfreien Wohnräumen. Im Zuge der technischen Weiterentwicklung der spätestens seit dem hohen Mittel- alter zunächst bei den Eliten, seit dem Spätmittelalter auch in weiteren Kreisen verbreiteten Heiztechnik muss auch der dekorative Aspekt der Öfen betrachtet werden.

Seit dem Spätmittelalter ermöglichten es Nischen-, seit der frühen Neuzeit Plattenkacheln, die Öfen als bewusst gestaltete Elemente im Wohnraum einzusetzen. Besonders die religiösen Umbrüche des 16. Jahrhunderts sind ohne Massenmedien mit ihren Vervielfältigungstechniken nicht erklärbar. Neben dem Buchdruck gehört dazu auch die Verbreitung von Überzeugungen durch Gebrauchskunst. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie die Reformation auf Ofenkacheln dargestellt wurde, welcher Vorbilder sich die Kachelhersteller bedienten und welche Wirkungen die Bildnisse hatten.

Eine Sonderausstellung des Stadtmuseums Lübben in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum (BLDAM), der Slawenburg Raddusch und dem Förderverein des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg e.V. (FALB), gefördert von Kulturland Brandenburg.

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