2 Millionen Jahre Migration

01.05.2019 - 14.07.2019

Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz - smac
Stefan-Heym-Platz 1
09111 Chemnitz
Deutschland

Aus archäologischer Sicht sind alle Menschen Migrant*innen. Dies ist die Kernaussage der neuen Sonderausstellung 2 Millionen Jahre Migration. Vom 1. Mai bis zum 14. Juli 2019 ist die interaktive Schau in Sachsens Archäologiemuseum smac zu sehen.

Die Ausstellung verdeutlicht mit einem Blick in unsere früheste menschliche Entwicklungsgeschichte, dass Mobilität und Migration selbstverständliche Bestandteile des Menschseins und kein modernes Phänomen sind. Menschen waren zu allen Zeiten mobil. Auf der Suche nach Nahrung, Wasser und anderen Ressourcen haben sie sich stets sowohl kleinräumig bewegt als auch andere Regionen und Kontinente besiedelt.

Menschen sind in Afrika entstanden. Vertreter von Homo erectus und später anatomisch moderne Menschen kamen aus Afrika und haben sich von dort nach Asien und Europa ausgebreitet. Vor erst 7000 Jahren wanderten Ackerbauern und Viehzüchter aus der heutigen Türkei nach Europa ein. Sie vermischten sich mit der hier ansässigen Bevölkerung. Vor 4000 Jahren wanderten Menschen aus den östlichen Steppen Richtung Westen und es kam erneut zu einer Vermischung und zum Kulturaustausch.

In der Ausstellung entdecken die Besucher*innen in vier »Würfeln«, wie sich die Menschen von Afrika aus verbreiteten. Exponate und Karten sind in Koffern, Boxen und Schubladen versteckt und wecken so den Forscherdrang. Sie verdeutlichen, warum und wie Menschen (aus)wanderten, ob sie Kontakt hatten, ob sie sich vermischten und welche Auswirkungen die Migration in der Vorgeschichte hatte.

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