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Archäologie Online Newsletter 05/2020

01.04.2020

 

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Nachrichten

Saatgutverteilung durch den Menschen: Neue Überlegungen zum Ursprung der Pflanzendomestikation
Abbrennen von Stoppeln auf einem Feld in Usbekistan

In den letzten 3000 Jahren hat die selektive Züchtung die Palette der Eigenschaften domestizierter Pflanzen entscheidend erweitert. Ein genauer Blick auf die archäobotanischen Befunde zeigt jedoch, dass bereits bevor der Mensch mit der gezielten Züchtung von Nutzpflanzen begann, eine Reihe einander ähnlicher Merkmale bei den später domestizierten Pflanzen auftrat. In einer aktuellen Studie gibt Robert Spengler, Leiter der archäobotanischen Labore am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena einen Überblick über die frühen evolutionären Anpassungen bei Pflanzen und argumentiert, dass diese eine Reaktion auf die Unterstützung des Menschen bei der Verbreitung des Saatguts darstellen.

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Menschliche Bevölkerungsgruppen überlebten den Ausbruch des Toba-Vulkans vor 74.000 Jahren
Dhaba-Ausgrabung, Indien

In einer in Nature Communications veröffentlichen Studie legen Forschende der Abteilung für Archäologie des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte zusammen mit internationalen Partnern Belege dafür vor, dass vor und nach der Supereruption des Vulkans Toba vor 74.000 Jahren Nutzer von mittelpaläolithischen Steinwerkzeugen in Indien präsent waren. Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass Homo sapiens schon vor den großen Expansionswellen des Menschen vor 60.000 Jahren nach Südasien gelangt war und dass menschliche Bevölkerungsgruppen dort klimatische und ökologische Veränderungen überstanden.

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Weltweit größtes digitales Forschungsarchiv zum antiken Sudan in Khartoum übergeben
Übergabe Forschungsarchiv Sudan

Das Archiv des deutschen Sudanforschers Friedrich W. Hinkel (1925-2007) wurde vom Deutschen Archäologischen Institut digitalisiert und über die iDAI.welt dauerhaft zugänglich gemacht. Eine Kopie dieser digitalen Erschließung der Denkmäler des Sudan wurde Ende Februar im Beisein von Bundespräsident Steinmeier in Khartoum an die National Corporation for Antiquities and Museums (NCAM) übergeben.

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Älteste bislang rekonstruierte Bakterien-Genome
Tier - Mensch - Bakterien - Interaktionen

Anhand der Genome des Bakteriums Salmonella enterica, welche aus bis zu 6.500 Jahre alten Skeletten entschlüsselt wurden, gelang es einem internationalen Forschungsteam, Belege für die Hypothese zu finden, dass der Übergang von einer Jäger-Sammlerkultur zu Landwirtschaft und Viehhaltung die Entstehung von neuen, noch heute existierenden menschlichen Krankheitserregern begünstigte.

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Ausgewandert
Chagyrskaya-Höhle

Sibirische Neandertaler stammten von verschiedenen europäischen Populationen ab

In Südsibirien haben mindestens zwei verschiedene Neandertaler-Gruppen gelebt, von denen eine aus Osteuropa kam: Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) anhand von DNA-Analysen.

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Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
Die bislang größte Studie mit DNA-Daten von 66 Individuen aus dem Mittelmeerraum zeigt ein komplexes Muster der Einwanderung aus Afrika, Asien und Europa

Schon vor der Zeit der mediterranen Seefahrerzivilisationen gab es prähistorische Wanderungen aus Afrika, Asien und Europa auf die Mittelmeerinseln. Das hat ein Team um den Anthropologen Ron Pinhasi von der Universität Wien gemeinsam mit Forscherinnen und Forscher der Universität Florenz und der Universität Harvard anhand antiker DNA-Proben festgestellt. Im Zentrum der Untersuchungen standen prähistorische Individuen aus Sizilien, Sardinien und den Balearen.

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Schaltjahre gibt es schon seit 3.600 Jahren
Himmelsscheibe von Nebra

Das Jahr 2020 ist ein Schaltjahr, in dem – wie alle vier Jahre – mit dem 29. Februar ein Tag eingefügt wird, um Mond- und Sonnenjahr im Einklang zu halten. Zum ersten Mal geschaltet wurde aber schon Jahrtausende vorher, wie die piktogrammartige Darstellung auf der 2013 ins Weltdokumentenerbe aufgenommenen Himmelsscheibe von Nebra zeigt.

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Kurz notiert

Abgesagt: Jahreskonferenz der Brandenburgischen Landesarchäologie
abgesagt wegen Corona-Virus

Die für den 5./6. März geplante Tagung zur Brandenburgischen Landesarchäologie findet nicht statt. Wie schon zahlreiche andere Großveranstaltungen wurde auch die Jahreskonferenz in Brandenburg an der Havel wegen der aktuellen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus abgesagt. Ob, wie, wann und wo Teile des Vortragsprogramms nachgeholt werden, ist noch unklar.

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Martin Kovacs erhält Ernst von Sieglin-Forschungspreis
Dr. Martin Kovacs erhält den Ernst von Sieglin-Forschungspreis der Universität Tübingen 2020

Das Institut für Klassische Archäologie hat den diesjährigen Ernst von Sieglin-Preis an den Nachwuchswissenschaftler Martin Kovacs vergeben. Er wird für seine Habilitationsschrift "Vom Herrscher zum Heros. Die Bildnisse Alexanders des Großen und die Imitatio Alexandri" ausgezeichnet. Der Forschungspreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wurde zum zweiten Mal vergeben.

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Neue Einträge im Guide

  • PONS - Austausch-Programm Deutscher Universitäten
    »PONS-Geistes- und Kulturwissenschaften« fasst die PONS-Netzwerke von aktuell 13 geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern zusammen. Die PONS-Netzwerke ermöglichen einen Studienortwechsel in Deutschland während des Studiums und sind mit den Erasmuspartnerschaften vergleichbar. Mittlerweile sind fast alle Archäologischen Institute in Deutschland in dem Netzwerk verbunden und zwölf weitere geistes- und kulturwissenschaftliche Netzwerke sind entstanden. Auf der Homepage kann man gezielt nach den teilnehmenden Fächern oder Instituten suchen und erhält Informationen zum Bewerbungsverfahren.
  • Viking Archaeology Blog
    Ursprünglich für einen Onlinekurs der Universität von Oxford konzipiert, wurde der Blog durch den Archäologen David Beard weitergeführt und präsentiert aktuelle Nachrichten aus der internationalen Erforschung der wikingerzeitlichen Epoche.
  • Archaeoweb - Steentijd archeologie
    Die niederländische Homepage »Archeoweb« befasst sich überwiegend mit der prähistorischen Archäologie in den Niederlanden. Neben einführenden Artikeln zu den einzelnen Epochen, finden sich auf den Webseiten auch aktuelle Fundnachrichten und Veranstaltungshinweise.
  • Archiv von Friedrich W. Hinkel - Archäologie im Sudan
    Das Archiv des deutschen Sudanforschers Friedrich W. Hinkel (1925-2007) wurde vom Deutschen Archäologischen Institut digitalisiert und über die iDAI.welt dauerhaft zugänglich gemacht. Es stellt eines der größten Forschungsarchive zum antiken Sudan dar und spiegelt die über 40 Jahre währende Grabungs- und Forschungstätigkeit Dr. Hinkels im Sudan wider.
    In Kooperation mit der National Corporation for Antiquities and Museums des Sudan und dem CoDArchLab der Universität zu Köln wurden 34.000 Fotografien, 12.000 Diapositive, über 500 topographische Karten, 4000 Zeichnungen, 20.000 Karteikarten sowie 288 wissenschaftliche Materialsammlungen digital zugänglich gemacht. Das Archiv bildet den Grundstock für ein dringend benötigtes nationales Denkmalregister des Sudan.
 
 
 

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