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Newsletter 19/2019

14.11.2019

 

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Nachrichten

Alte Genome geben Einblick in die genetische Geschichte der zweiten Pestpandemie
Massengrab mit Pestopfern

Die Analyse von 34 Pestgenomen aus der Zeit des Schwarzen Todes und nachfolgender Epidemien zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert in Europa zeigt, wie sich das Bakterium nach einem einzigen Eintrag nach Europa diversifizierte.

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Eine Art, viele Ursprünge
Verschiedene Modelle der Populationsgeschichte

In einem in Nature Ecology and Evolution veröffentlichten Artikel argumentiert ein internationales Forschungsteam, dass unsere evolutionäre Vergangenheit als das Ergebnis dynamischer Veränderungen im Vernetzungsgrad, oder dem Genfluss, zwischen frühen Menschen verstanden werden muss, die über ganz Afrika verstreut lebten. Die Betrachtung früher menschlicher Populationen als eine Reihe von Zweigen eines einzigen evolutionären Stammbaums könne irreführend sein, weil sie die menschliche Geschichte auf eine möglicherweise illusorische Abfolge von "Spaltungszeiten" reduziert.

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Neue Grabungsergebnisse aus der Blätterhöhle in Hagen
Vor dem großen Westprofil dringen die Studierenden auf dem Vorplatz der Blätterhöhle sicher und präzise in immer tiefere Schichten vor

Die Blätterhöhle ist für die Steinzeit einer der wichtigsten Fundplätze in Westfalen und darüber hinaus. Jetzt sind Archäologen kurz davor die fünfte Grabungskampagne unter der Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) abzuschließen. Und sie haben dabei erneut besondere Funde wie Pfeilspitzen aus Feuerstein gemacht, die einen Einblick in die Welt der Menschen vor über 11.500 Jahren erlauben.

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Weiterer Nachweis jungpaläolithischer Besiedlung in Baden-Württemberg
Luftbild mit Blick auf die aktuelle Ausgrabung am Steinacker

Seit 2018 finden Ausgrabungen an der überregional bedeutsamen paläolithischen Fundstelle am Steinacker in Feldberg bei Müllheim statt. Im Fokus der diesjährigen zweiten Grabungskampagne stehen die jungpaläolithische Siedlung sowie Spuren der mittelpaläolithischen Jäger und Sammler vor etwa 100.000 Jahren, die vergangenes Jahr erstmals entdeckt wurden.

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Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas
Kupferzeitliches Versammlungshaus nach der Freilegung

Ein ukrainisch-deutsches Forschungsteam sieht in undemokratischen Entscheidungsstrukturen und der Bündelung von Macht die vermutliche Ursache für den Zusammenbruch der ältesten vorstädtischen Großsiedlungen Europas um 3.700 vor Christus.

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Neue Allianz für Spitzenforschung zur Antike
Pressekonferenz zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im Mainzer Schifffahrtsmuseum

Zur verstärkten Erforschung der Antike schmieden das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM), die Universität Trier und die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) eine neue strategische Allianz. Am 23.9.2019 unterzeichneten Prof. Dr. Michael Jäckel, Präsident der Universität Trier, sowie Generaldirektor Thomas Metz (GDKE) und Generaldirektorin Prof. Dr. Alexandra Busch (RGZM) zwei Kooperationsvereinbarungen. Ziel ist die nachhaltige Etablierung eines international sichtbaren Forschungsschwerpunktes für Römische Archäologie und Maritime Antike (FoRuM) in Rheinland-Pfalz.

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Villa rustica mit Blick über den Bodensee
Ausgrabungsstelle von Norden mit Blick über den See

Im Juli 2019 begleitete das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart im Überlinger Stadtteil Aufkirch (Bodenseekreis) den Erdabtrag für ein Bauvorhaben. Die Grabungsstelle lag im Umfeld der Kirche Sankt Michael in Aufkirch, der ursprünglichen Pfarrkirche von Überlingen. Da ihr Kern bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen soll, war hier mit archäologischen Funden und Befunden zu rechnen. Dort entdeckten sie die Reste eines römischen Gutshofes.

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Kurz notiert

04.10.2019 Aus Haft Tappeh ins World Wide Web
04.10.2019 Ein Museum für alle – Weimarer Museum erhält Inklusions-Gütesiegel in Brüssel
04.10.2019 Vergleichendes Forschungsprojekt zur römischen und islamischen Kultur
04.10.2019 Archäologische Ausgrabungen am Getreidemarkt in Chemnitz beendet
04.10.2019 Grundmauern der Heiliggeistkapelle und Friedhof in Jüterbog erfasst
02.10.2019 Weltkulturerbe der Kolonialzeit in der Karibik
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Neu in der Mediathek

190 Jahre Deutsches Archäologisches Institut - Eurasien-Abteilung (1995) Video

Mit dem Fall des eisernen Vorhangs 1989 und der Gründung der Eurasien-Abteilung 1995 erschlossen sich dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) ganz neue Arbeitsgebiete im eurasischen Raum. Heute sind der Eurasien-Abteilung zudem die Außenstellen Peking und Teheran zugeordnet und das Forschungsgebiet erstreckt sich von Moldawien im Westen bis Sibirien und Japan im Osten. Von der Geschichte der Abteilung und den aktuellen Projekten berichtet der Erste Direktor Prof. Dr. Svend Hansen in seinem Vortrag anläßlich der Feierlichkeiten zum 190-jährigen Bestehen des DAI.

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190 Jahre Deutsches Archäologisches Institut - Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik (1951) Video

Die Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik wurde 1951 gegründet und gehört seit 1967 zum Deutschen Archäologischen Institut (DAI). Mit ihren Forschungsschwerpunkten auf dem Gebiet der griechischen und lateinischen Epigraphik, der Numismatik, der Papyrologie und der historischen Topographie verbindet die Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik althistorische und archäologische Forschungen im Mittelmeerraum und ist eine wichtige Säule im Forschungsplan des DAI. Christof Schuler, Erster Direktor, Rudolf Haensch, Zweiter Direktor und Saskia Kerschbaum, wissenschaftliche Mitarbeiterin stellen die aktuellen Forschungen in ihrem Vortrag anläßlich der Feierlichkeiten zum 190-jährigen Bestehen des DAI vor.

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190 Jahre Deutsches Archäologisches Institut - Abteilung Madrid (1943) Video

Seit 1943 arbeitet die Abteilung Madrid an der Schnittstelle zweier Kontinente. Mit der Einrichtung der Abteilung erweiterte das Deutsche Archäologische Institut (DAI) seine klassische Forschungsregion weit nach Westen und folgte darin Phöniziern, Griechen und Römern, die Niederlassungen auf der Iberischen Halbinsel sowie in Nordafrika gründeten und vielfältige Spuren hinterließen. Die Forschungen des DAI Madrid reichen aber über diese Epochen hinaus von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter, wovon die Erste Direktorin Dirce Marzoli, der Projektleiter in Madinat al-Zahra Felix Arnold und Ana Catarina Susa anläßlich der Feierlichkeiten zum 190-jährigen Bestehen des DAI berichten.

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190 Jahre Deutsches Archäologisches Institut - Abteilung Istanbul (1929) Video

Mit der Gründung der Abteilung Istanbul zur 100-Jahrfeier des DAI 1929 wurde erstmals eine lokale Basis für die zahlreichen deutschen Forschungen im Osmanischen Reich, etwa in Milet, Didyma oder Pergamon, geschaffen. Viele Projekte werden noch heute fortgeführt - nun allerdings in internationalen und interdisziplinären Kooperationen. Von diesen und weiteren aktuellen Projekten des DAI Istanbul berichten anläßlich der Feierlichkeiten zum 190-jährigen Bestehen des DAI der Erste Direktor Felix Pirson, Katja Piesker, die Zweite Direktorin, sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiter Lee Clare, Ulrich Mania und Andreas Schachner.

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Neue Einträge im Guide

  • CoopCulture
    CoopCulture arbeitet mit über 250 italienischen Institutionen (Museen, Galerien) aus den Themenbereichen Kulturerbe sowie Kunst und Kultur zusammen. Mittels der Homepage kann man sich u.a. über zahlreiche Führungen und Angebote der Institutionen informieren und diese online buchen.
  • Sheffield Centre for the Archaeology of Childhood
    Das im »Department of Archaeology« der Universität Sheffield angesiedelte Forschungscluster befasst sich mit der Untersuchung der Kindheit in vergangen Epochen und Gesellschaften, sprich den Umständen und Bedingungen denen Kinder im Laufe der Menschheitsgeschichte unterworfen waren. Ziel des Zentrums ist es u.a. möglichst viele WissenschaftlerInnen, die sich mit dem Thema befassen, zu vernetzen.
  • Alliance Patrimoine
    Die vier Organisationen Archäologie Schweiz (AS), Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK), Nationale Informationsstelle zum KULTURERBE (NIKE) und Schweizer Heimatschutz (SHS) bilden die sog. »Alliance Patrimoine«, um so als schlagkräftige Interessenvertretung des kulturellen Erbes der Schweiz gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit auftreten zu können. Die Homepage informiert über die Themenbereiche, Strukturen und Statements des Verbandes.
 
 
 

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