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Newsletter 15/2019

18.11.2019

 

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Nachrichten

Neue Ausgrabungen am Ringheiligtum
Kreisgräben beim Ringheiligtum

Parallelen der Anlage von Pömmelte zu Stonehenge und Avebury werden untersucht

Das Archäologenteam der aktuell laufenden Grabungskampagne am Ringheiligtum von Pömmelte (Salzlandkreis) wird seit Mitte Juli durch Studierende der Universität Southampton verstärkt. Deren akademischer Lehrer, Prof. Joshua Pollard, erforscht auch die Anlagen von Avebury und Stonehenge und sieht deutliche Parallelen zwischen dem Rondell in Mitteldeutschland und den englischen Monumenten, die im gleichen zeitlich-kulturellen Kontext entstanden. Sowohl in Avebury als auch in Pömmelte wurde ein älteres Vorläufer-Heiligtum, das sich durch eine rechteckige Form deutlich von den Ringanlagen unterscheidet.

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Aufbau und Zerstörung - Neues zum ältesten jahrgenau datierten Burgwall Mitteleuropas
Burgwall Kemberg, Luftbild

Unmittelbar am Rande der Stadt Kemberg, Lkr. Wittenberg, befand sich während der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 1200-500 v. Chr.) eine der bedeutendsten vorgeschichtlichen Burgen Mitteldeutschlands dieser Zeit. Im Rahmen eines polnisch-deutschen Kooperationsprojektes der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität Warschau (UKSW) und des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) werden am Burgwall seit dem 8. Juli archäologische Untersuchungen durchgeführt.

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Siedlungsreste an der Pader
Deutlich sticht der rötlich verziegelte Lehm im einstigen Grubenhaus hervor

Im Neubaugebiet "Am Kalberdanz" in Paderborn sind Archäologen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bei Grabungen erneut fündig geworden. In unmittelbarer Nähe zur Pader, auf einer hochgelegenen Paderterrasse, wurden mittelalterliche Siedlungsreste entdeckt.

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Früher Kirchenbau am Quellheiligtum entdeckt
Fundamente Kirchenschiff

Seit Anfang April diesen Jahres führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) westlich von Marienborn auf dem sogenannten Kirchberg archäologische Grabungen durch. Oberhalb der Bullerspring genannten Quelle des Flüsschens Wirpke befindet sich ein außergewöhnlicher Platz von dem bereits Funde ab dem 1. Jh. n. Chr. nachgewiesen sind und an dem sich heute die Reste einer kleinen Kirche befinden.

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Älteste bekannte Vorstufe der Fresko-Malerei im Mittelmeerraum dokumentiert
Bodenbemalung mit Pflanzenmotiv

Archäologinnen und Archäologen der American University of Beirut und der Universität Tübingen haben die ältesten großflächig erhaltenen Wandmalereien im Vorderen Orient dokumentiert. Erste Teile der Malereien wurden bereits 2005 in den Ruinen eines Palasts aus der Bronzezeit im Süden des Libanon, an der Mittelmeerküste südlich von Sidon, entdeckt.

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Seltene Brandgräber aus der Steinzeit bei Wedringen
Rössener Keramikgefäß

Im Zuge des Neubaus der Ortsumfahrung bei Wedringen, Ortsteil von Haldensleben, Ldkr. Börde, führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) derzeit archäologische Ausgrabungen durch. Auf dem aktuellen Abschnitt der Grabungsfläche wurden seltene Brandgräber der Rössener Kultur (ca. 6600–6450 vor heute) entdeckt. Die etwa 25 Grabgruben sind an der dunklen, aschigen Verfüllung gut in dem sie umgebenden Boden erkennbar. Als Beigaben in den Gräbern sind reich verzierte Gefäße sowie Beile und Äxte aus Felsgestein zu finden. Im näheren Umfeld der Brandbestattungen und ohne erkennbaren Befundzusammenhang deponierte Keramikgefäße lassen an ein noch nicht näher zu definierendes Ritual während der Bestattungszeremonie denken.

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Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
Halle im Hohle Fels

Unscheinbarer, aber sehr aussagekräftiger Fund

Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren seltenen Reibestein

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26.07.2019 Datenbank der Gelehrten des Spätmittelalters
26.07.2019 Angebot für gehörlose Menschen im LWL-Römermuseum Haltern
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Neue Einträge im Guide

  • Funde der älteren Bronzezeit
    Informationen zu einem Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, das sich die Aufnahme und Publikation aller Funde und Befunde des älteren Abschnitts der nordeuropäischen Bronzezeitkultur (2. Jahrtausend v. Chr.) aus Dänemark, Schleswig-Holstein und Nordniedersachsen zum Ziel gesetzt hat. Bislang sind 21 Bände in der Reihe »Die Funde der älteren Bronzezeit des nordischen Kreises in Dänemark, Schleswig-Holstein und Niedersachsen« erschienen.
  • Die chalkolithische Mega-Siedlung von Valencina de la Concepción bei Sevilla
    In dem DFG-Projekt der Uni Würzburg werden Siedlungsablauf und Wirtschaft im Nordbereich der kupferzeitlichen Fundstätte von Valencina de la Concepción in Andalusien während des 3. Jahrtausends v. Chr. erforscht. Mit einer Fläche von über 460 Hektar gehört der Komplex aus Siedlung und zugehörigem Gräberfeld zu einer Reihe kupferzeitlicher Mega-Siedlungen im Südwesten der Iberischen Halbinsel. Auf der Internetseite gibt es eine kurze Information zum Projekt und Links zu einer ausführlicheren Beschreibung der bisherigen Ergebnisse der im Untersuchungsgebiet durchgeführten Prospektionen.
  • Menschwerdung – die Evolution menschlichen Verhaltens
    Übersicht der Forschungen des Archäologischen Forschungszentrums Monrepos bzw. des Römisch-Germanischen Zentralmuseums zum Forschungsfeld »Menschwerdung« mit den Themenfeldern »Verhaltensstrategien in warmzeitlichen Umwelten«, »Ernährung« und »Regelwerke früher Gesellschaftssysteme im Kontext«
  • ArchaeOman
    ArchaeOman ist eine projektübergreifende Informationsplattform für den Fachbereich der Vorderasiatischen Archäologie mit dem Schwerpunkt Oman. Die Plattform richtet sich an Wissenschaft und interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen und will die wissenschaftlichen Publikationen durch digitale Inhalte wie 3D-Modelle, Panoramen und WebGIS-Karten ergänzen. Derzeit werden dort ausführliche Informationen und 3D-Galerien von Funden, Gräbern und Gebäuden von Fundstellen wie den zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden Stätten von Bat und Al-Ayn und weiteren Fundorten (Al-Zebah, Al-Khubayb, Muhaliyah, Lizq, Tawi Said, Al-Khashbah und Al-Mudhaybi) geboten.
  • Die Entstehung komplexer Siedlungen im nördlichen Inner-Oman im 3. Jahrtausend v. Chr.
    Informationen zum DFG-geförderten Forschungsprojekt der Uni Tübingen in Al-Khashbah, Sultanat Oman, zur Siedlungsentwicklung in der Hafit- (3200 bis 2700 v. Chr.) und Umm an-Nār-Zeit (2700 bis 2000 v. Chr.). Neben einer Einführung in die Thematik gibt es auf der Internetseite auch Ergebnisse der in den Jahren 2015-2017 durchgeführten Survey- und Grabungskampagnen.
 
 
 

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