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Newsletter 10/2019

18.11.2019

 

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Nachrichten

»Palmyra-GIS« - Digitaler Kulturerhalt in Syrien
Arbeit am Palmyra-GIS

Ein Forschungsteam des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) entwickelt die webbasierte Anwendung »Palmyra-GIS«

Mit der Anwendung und dem dazugehörigen 3D-Druck des Geländemodells der syrischen antiken Ruinenstadt Palmyra möchten die Forschenden zum Schutz des durch den syrischen Krieg gefährdeten Weltkulturerbes beitragen.

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Hinweise auf beabsichtigte Zerstörung des Sonnentempels
Blick auf das Grabungsgelände von Heliopolis

Eine internationale Gruppe von Forschern hat auf dem Areal des einstigen Sonnentempels von Heliopolis in Kairo erneut zahlreiche aufsehenerregende Zeugnisse eines der größten Tempel des Alten Ägyptens entdeckt. Das Team, dem auch Experten der Universität Leipzig angehörten, stieß bei einer Grabung im südwestlichen Bereich des Tempelbezirks erstmals auf gewaltige Binnenmauern aus Lehmziegeln von fünf bis sieben Metern Stärke.

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Mittelalterliche Mauern unter dem Schulhof
In der Mitte ist gut die Nord-Süd-Mauer zu erkennen

Im Innenhof des Gymnasiums Theodorianum in Paderborn haben Archäologen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Zuge von Bauarbeiten Spuren mittelalterlicher Gebäude freigelegt. Diese Entdeckung kam für die Forscher unerwartet, da dort aufgrund der schriftlichen Überlieferung keine Bebauung vermutet wurde.

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Bayerns Stahl der Steinzeit
Verbreitung der Arnhofener Silexklingen

7.000 Jahre altes Handelsimperium im Herzen Mitteleuropas entdeckt

Nahe dem heutigen Dorf Arnhofen unweit der niederbayerischen Kreisstadt Kelheim entstand in der Jungsteinzeit im 6. Jahrtausend v. Chr. das größte Feuersteinbergwerk Europas. 20.000 Schachtanlagen trieben die Steinzeitkumpels durch Kies und Sand in die Tiefe, um an einen der besten Rohstoffe ihrer Zeit zu gelangen.

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Spätbronzezeitliches Urnengräberfeld bei Dolle entdeckt
Urnenfeldergrab bei Dolle

Mehr als 100 bronzezeitliche Brandbestattungen konnte das Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt bei Ausgrabungen im Ortsteil Dolle der Gemeinde Burgstall (Bördekreis) bergen. Nötig wurden die Arbeiten, da das jetzt freigelegte Urnengräberfeld im Rahmen des A14-Ausbaus komplett überbaut wird. Die Urnen wurden auf dem locker belegten »Friedhof« in sorgfältig mit Steinplatten ausgekleideten Gruben bestattet.

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Mehr Knochen als erwartet in Arnsberger Tumba
Die Tumba im Arnsberger Kloster Wedinghausen

Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben den ersten Teil des Rätsels um die Tumba (Hochgrab) im Arnsberger Kloster Wedinghausen gelöst: Nachdem sie den 1,6 Tonnen schweren Deckel der Tumba entfernt hatten, fanden sie, was sie erhofft hatten: drei Schädel und sogar noch mehr Knochen als erwartet.

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Kurz notiert

25.05.2019 Ursprung der Burg Hülshoff archäologisch nachgewiesen
24.05.2019 Das Alter der Felsbilder
18.05.2019 Grundriss des karolingischen Doms in Passau nachgewiesen
17.05.2019 Einzigartige Gesamtschau zur Alphabetschrift
13.05.2019 Wie der Mensch seine Umwelt verändert
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Neu in der Mediathek

Palmyra-GIS - Digitaler Kulturerhalt in Syrien Video

Als Beitrag zum Schutz des durch den syrischen Krieg gefährdeten Weltkulturerbes haben Forschende des Deutschen Archäologischen Instituts die webbasierte Anwendung »Palmyra GIS« entwickelt. Dafür haben sie zahlreiche in den vergangenen Jahrzehnten entstandene Ausgrabungspläne, Kartierungen und neue geophysikalische Messungen mit einem Digitalen Höhenmodell, historischen Landkarten und Luftbildern kombiniert. Entstanden ist dabei ein System, das erstmals eine vereinheitlichte Datengrundlage in digitaler Form für den Denkmalschutz und die weitere Erforschung der antiken Oasenstadt zugänglich macht.
In dem Video werden die technischen und inhaltlichen Grundlagen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten des »Palmyra-GIS« vorgestellt, zu denen auch die Verknüpfung mit weiteren Datenbanken wie etwa der Objekt- und Bild-Datenbank arachne zählt. Die Anwendung ist unter der Adresse geoserver.dainst.org für jedermann frei zugänglich, so dass man auch selbst auf virtuelle Entdeckungsreise gehen kann.

Video ansehen (Dauer: 05:04)
 
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Neue Einträge im Guide

  • iDAI.geoserver
    Diese offene Plattform für altertumswissenschaftliche Geodaten und Karten wird vom Deutschen Archäologischen Institut betrieben. Der Zugriff ist ohne Anmeldung möglich. Die Geodaten können heruntergeladen oder z.B. in Form eines WMS online genutzt werden (im Rahmen der jeweiligen Nutzungslizenz). Registrierte Nutzer können Daten hochladen und mit anderen teilen.
  • Die Burg auf dem Kugelberg bei Goldbach
    Im Rahmen des Spessartprojektes wurde im Herbst 2018 die im 12. Jh. errichtete Burg auf dem Kugelberg bei Goldbach (Lkr. Aschaffenburg) archäologisch untersucht. Auf dieser Seite berichten die Forschenden über die dreimonatige Ausgrabung, die auch in einem fotografischen Grabungstagebuch dokumentiert wurde.
  • Die Burg Hauenstein bei Krombach
    Wie bei vielen mittelalterlichen Burganlagen hatten auch auf der Burg Hauenstein bei Krombach (Lkr. Aschaffenburg) in der Vergangenheit mehrere »wilde« - d.h. undokumentierte - Grabungen und Schürfungen stattgefunden, die z.T. in das 19. Jahrhundert zurückreichen. Ein Ziel der im Spätjahr 2017 durchgeführten Untersuchungen war daher die Dokumentation der bei diesen Aktivitäten freigelegten Mauerreste. Darüber hinaus wurde auch die Datierung der Anlage geklärt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind hier nachzulesen.
  • ArcHerNet - Archaeological Heritage Network
    ArcHerNet ist ein Kompetenznetzwerk, das deutsche Kompetenzen im Bereich des Kulturerhalts und Kulturgüterschutzes im Ausland bündeln soll. Es vereint Experten verschiedener Institutionen, um unschätzbare Denkmäler zu erhalten, zu sichern und zu schützen. Darüber hinaus sollen durch die Schaffung von Arbeitsplätzen wirtschaftliche Impulse gesetzt und so zur Stabilisierung in den Gast- und Partnerländern beigetragen werden. Auf der Webseite findet man Informationen über die in diesem Rahmen stattfindenden Projekte sowie aktuelle Berichte, Interviews und Terminhinweise.
  • Vikingaliv Stockholm - The Viking Museum
    Das Museum »Vikingaliv« in Stockholm informiert auf seiner Homepage über die aktuellen Angebote und gibt einen kleinen Einblick in seine Ausstellung. Das Museum möchte mit seiner Ausstellung einen reellen und lebendigen Einblick in die Wikingerzeit geben.
  • Manx National Heritage
    Die Gesellschaft »Manx National Heritage« wird aus dem Manx Museum und National Trust gebildet und fungiert als Denkmalbehörde auf der Isle of Man, Großbritannien. Manx ist der gälische Name für die Isle of Man. Die Homepage informiert über die aktuellen Angebote und Sammlungen des Museums sowie über die Strukturen und Arbeitsfelder des Trust.
 
 
 

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