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Newsletter 09/2019

26.08.2019

 

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Nachrichten

Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
Göbekli Tepe

Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts liefern neue Erkenntnisse zur Nahrungsproduktion frühneolithischer Jäger und Sammler am Göbekli Tepe, Türkei

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Römisches Marschlager in Bielefeld entdeckt
Auf der Römerbaustelle Aliso des LWL zeigten erst kürzlich einige Reenactor, wie Wall und Graben eines römischen Marschlagers angelegt wurde

In Bielefeld ist es dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gelungen, ein römisches Marschlager nachzuweisen. Weite Teile des Walls aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus (regierte 31 vor Christus bis 14 nach Christus) sind noch heute zu erkennen. Damit ist das im Stadtteil Sennestadt gefundene Lager in Westfalen bislang einzigartig.

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Neue Erkenntnisse zum Ursprung der sinotibetischen Sprachen
Die rekonstruierte Expansion nicht-sinitischer Sprachen

Eine phylogenetische Analyse der sinotibetischen Sprachfamilie, zu der Sprachen wie Chinesisch, Tibetisch und Burmesisch gehören, deutet darauf hin, dass sie vor etwa 7.200 Jahren in Nordchina entstanden ist und mit frühen neolithischen Kulturen wie der späten Cishan- und der frühen Yangshao-Kultur verbunden war.

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Westfälische Neandertaler hatten weitreichende Kontakte
Faustkeil aus Westfalen

Seltener Fund eines Faustkeils bei Unna

Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat im Kreis Unna einen seltenen Faustkeil der Neandertaler gefunden. Die Experten des LWL datieren das Stück auf ein Alter von rund 60.000 Jahren. Faustkeile ähnlicher Machart finden sich ansonsten vor allem in Frankreich und England.

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Neue Studie enthüllt Details der Geschichte Inner-Eurasiens
Geografische Verteilung der untersuchten Gruppen

Ein internationales Forschungsteam hat archäologische, historische und linguistische Daten mit den genetischen Informationen von mehr als 700 neu analysierten Individuen kombiniert, um ein detaillierteres Bild der Geschichte des inneren Eurasiens zu erstellen. Dabei zeigte sich, dass die indigenen Bevölkerungsgruppen der Region genetisch, kulturell und sprachlich sehr unterschiedlich sind. Genetisch lassen sie sich jedoch drei Gradienten zuordnen, die geografisch von Ost nach West verlaufenden Zonen entsprechen.

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Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
Xiahe Unterkiefer aus der Baishiya-Höhle

Bisher waren die Denisovaner nur durch einige wenige Fossilfragmente aus der Denisova-Höhle in Sibirien bekannt. Ein internationales Forschungsteam beschreibt nun einen 160.000 Jahre alten frühmenschlichen Kiefer aus Xiahe in China. Mithilfe der Analyse alter Proteine fanden die Forschenden heraus, dass der Besitzer des Unterkiefers einer Population angehörte, die eng mit den Denisovanern aus Sibirien verwandt war. Diese Population lebte während des Mittleren Pleistozäns im Hochland von Tibet und hatte sich schon lange vor Ankunft des Homo sapiens in der Region an die höhenbedingt sauerstoffarme Umgebung angepasst.

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Kurz notiert

10.05.2019 Die kulturhistorische Bedeutung prähistorischen Textilhandwerks
10.05.2019 Verleihung des 18. Eduard-Anthes-Preises
10.05.2019 Zukunftssichere Fachinformation für die Altertumswissenschaften
09.05.2019 Professur für Biblische Archäologie an der Universität Tübingen wiederbesetzt
09.05.2019 Jahresbericht des Deutschen Archäologischen Instituts veröffentlicht
08.05.2019 Claus Wolf wird neuer Direktor am Archäologischen Landesmuseum in Konstanz
Hier geht es zu den Blog-Einträgen
 
 

Neu in der Mediathek

Metalldetektorsuche - Fluch oder Segen für die Archäologie? Video

In diesem Videobeitrag zum Thema Sondengänger und Raubgräber begleitet das Filmteam des Schweizer Nachrichtenportals »Bluewin« den Metalldetektorsucher Romano Agola, der im Auftrag des Archäologischen Dienstes Bern und mit Lizenz nach historisch bedeutenden Objekten sucht. Adriano Boschetti, der Leiter des Archäologischen Dienstes erklärt, was an dem auch in der Schweiz verbreiteten Hobby der Sondengängerei problematisch ist. Ein konkretes Beispiel wird dann auch direkt im Gelände gezeigt. Tipp: Wer Schwierigkeiten hat, den Schwyzerdütschen Dialekt zu verstehen, sollte die Anzeige der Untertitel einschalten.

Video ansehen (Dauer: 05:17)
 
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Neue Einträge im Guide

  • Celtic Fields – Stiefkinder der Archäologie
    Seit zehn Jahren befasst sich der Archäologe Volker Arnold anhand von Laserscandaten aus Schlweswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden mit den sog. »Celtic Fields« (urgeschichtliche Ackersysteme). Die Forschungsergebnisse werden auf der Homepage veröffentlicht und sind u.a. über interaktive Karten zugänglich.
  • Blog - Pfahlbauten.at
    Sehr reger Blog, in dem das Kuratorium Pfahlbauten Österreich, oftmals tagesaktuell, aus seiner Arbeit in Denkmalschutz, Vermittlung und Forschung berichtet. Darüber hinaus steht der Blog allen als Plattform zur Verfügung, die sich mit dem Thema »Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen« beschäftigen.
  • Archaeocopter and Archaeonautic
    Die im Jahr 2012 gestartete Projektgruppe der THW Dresden und der HU Berlin befasst sich mit der 3D-Dokumentation und -Rekonstruktion archäologischer Fundstellen mit Hilfe von Drohnen und künstlicher Intelligenz, um auch für großflächige Untersuchungen die Kosten gering zu halten. Seit 2014 wurde das Arbeitsgebiet auch auf die Unterwasserarchäologie erweitert. Die Homepage informiert über die Projekte und Softwarelösungen der Gruppe.
  • Sapiens - Anthropology / Everything Human
    »Sapiens« ist ein unabhängiges, thematisch sehr breit aufgestelltes Onlinemagazin, dass sich mit allen Facetten der anthropologischen Forschung befasst, von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Das Magazin wird von der Wenner-Gren Foundation unterstützt und hat seinen Sitz am Denver Museum of Nature & Science (Colorado, USA).
  • Heritage Council Ireland
    Das irische »Heritage Council« ist für die Erarbeitung von landesweiten Strategien zuständig, um Denkmalschutz, Vermittlung und Forschung bestmöglich zu steuern und zu vernetzen. So möchte das Council nicht nur das öffentliche Interesse am Kulturerbe des Landes wecken, sondern arbeitet auch gezielt mit lokalen Behörden zusammen, um diese beim Schutz und Erhalt des kulturellen Erbes zu stärken. Die Homepage informiert über die Strukturen und laufenden Programme des Council.
 
 
 

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