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Newsletter 09/2019

03.04.2020

 

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Nachrichten

Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
Göbekli Tepe

Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts liefern neue Erkenntnisse zur Nahrungsproduktion frühneolithischer Jäger und Sammler am Göbekli Tepe, Türkei

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Römisches Marschlager in Bielefeld entdeckt
Auf der Römerbaustelle Aliso des LWL zeigten erst kürzlich einige Reenactor, wie Wall und Graben eines römischen Marschlagers angelegt wurde

In Bielefeld ist es dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gelungen, ein römisches Marschlager nachzuweisen. Weite Teile des Walls aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus (regierte 31 vor Christus bis 14 nach Christus) sind noch heute zu erkennen. Damit ist das im Stadtteil Sennestadt gefundene Lager in Westfalen bislang einzigartig.

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Neue Erkenntnisse zum Ursprung der sinotibetischen Sprachen
Die rekonstruierte Expansion nicht-sinitischer Sprachen

Eine phylogenetische Analyse der sinotibetischen Sprachfamilie, zu der Sprachen wie Chinesisch, Tibetisch und Burmesisch gehören, deutet darauf hin, dass sie vor etwa 7.200 Jahren in Nordchina entstanden ist und mit frühen neolithischen Kulturen wie der späten Cishan- und der frühen Yangshao-Kultur verbunden war.

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Westfälische Neandertaler hatten weitreichende Kontakte
Faustkeil aus Westfalen

Seltener Fund eines Faustkeils bei Unna

Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat im Kreis Unna einen seltenen Faustkeil der Neandertaler gefunden. Die Experten des LWL datieren das Stück auf ein Alter von rund 60.000 Jahren. Faustkeile ähnlicher Machart finden sich ansonsten vor allem in Frankreich und England.

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Neue Studie enthüllt Details der Geschichte Inner-Eurasiens
Geografische Verteilung der untersuchten Gruppen

Ein internationales Forschungsteam hat archäologische, historische und linguistische Daten mit den genetischen Informationen von mehr als 700 neu analysierten Individuen kombiniert, um ein detaillierteres Bild der Geschichte des inneren Eurasiens zu erstellen. Dabei zeigte sich, dass die indigenen Bevölkerungsgruppen der Region genetisch, kulturell und sprachlich sehr unterschiedlich sind. Genetisch lassen sie sich jedoch drei Gradienten zuordnen, die geografisch von Ost nach West verlaufenden Zonen entsprechen.

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Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
Xiahe Unterkiefer aus der Baishiya-Höhle

Bisher waren die Denisovaner nur durch einige wenige Fossilfragmente aus der Denisova-Höhle in Sibirien bekannt. Ein internationales Forschungsteam beschreibt nun einen 160.000 Jahre alten frühmenschlichen Kiefer aus Xiahe in China. Mithilfe der Analyse alter Proteine fanden die Forschenden heraus, dass der Besitzer des Unterkiefers einer Population angehörte, die eng mit den Denisovanern aus Sibirien verwandt war. Diese Population lebte während des Mittleren Pleistozäns im Hochland von Tibet und hatte sich schon lange vor Ankunft des Homo sapiens in der Region an die höhenbedingt sauerstoffarme Umgebung angepasst.

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Kurz notiert

Die kulturhistorische Bedeutung prähistorischen Textilhandwerks
Steinzeitliches Fischernetz

Ein Verbundprojekt unter der Federführung des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart untersucht erstmals systematisch die kulturhistorische Bedeutung des prähistorischen Textilhandwerks in Baden-Württemberg.

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Verleihung des 18. Eduard-Anthes-Preises
Verleihung des 18. Eduard-Anthes-Preises

Ältester Archäologiepreis Deutschlands wurde wieder verliehen

Am 9. Mai wurde in Darmstadt der mit 7.500 Euro dotierte Preis an Clarissa Agricola M.A. verliehen. Die Preisträgerin wird damit für ihre Dissertation »Der Wert des Besonderen - Römische und germanische Terra Nigra des 3. bis 5. Jh. Chr.« ausgezeichnet.

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Zukunftssichere Fachinformation für die Altertumswissenschaften
GNOMON Suche

Bibliographische Datenbank GNOMON goes Open Data

Durch eine Kooperation der Universitäten Augsburg und Eichstätt, der Bayerischen Staatsbibliothek und des Verlags C. H. Beck ist eine neue Suchoberfläche für die Gnomon Bibliographische Datenbank für die Altertumswissenschaften entstanden, die in den Verbundkatalog des Bibliotheksverbundes Bayern integriert ist. Die bibliographischen Daten steht nun auch als Open Data zur freien Nachnutzung zur Verfügung.

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Professur für Biblische Archäologie an der Universität Tübingen wiederbesetzt
Jens Kamlah

Öffentliche Antrittsvorlesung am 17. Mai

Das Biblisch-Archäologische Institut der Universität Tübingen ist wieder mit einer ordentlichen Professur ausgestattet: Jens Kamlah wurde im August 2018 auf die Professur an der Evangelisch-Theologischen Fakultät berufen, er hatte das Institut seit 2010 als außerordentlicher Professor geleitet.

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Jahresbericht des Deutschen Archäologischen Instituts veröffentlicht
Jahresbericht 2018 des DAI

Im »e-Jahresbericht« veröffentlicht das DAI einen Überblick der Aktivitäten aller Abteilungen und Standorte. Heute erschien der Bericht für das Jahr 2018. Die 290 Seiten umfassende Publikation, die kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden kann, vermittelt einen umfassenden Eindruck über die Forschungen und Projekte, die das DAI weltweit durchführt.

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Claus Wolf wird neuer Direktor am Archäologischen Landesmuseum in Konstanz

Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, wird künftig auch die Leitung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg in Konstanz übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Jörg Heiligmann an.

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Neu in der Mediathek

Video
Metalldetektorsuche - Fluch oder Segen für die Archäologie?

In diesem Videobeitrag zum Thema Sondengänger und Raubgräber begleitet das Filmteam des Schweizer Nachrichtenportals »Bluewin« den Metalldetektorsucher Romano Agola, der im Auftrag des Archäologischen Dienstes Bern und mit Lizenz nach historisch bedeutenden Objekten sucht. Adriano Boschetti, der Leiter des Archäologischen Dienstes erklärt, was an dem auch in der Schweiz verbreiteten Hobby der Sondengängerei problematisch ist. Ein konkretes Beispiel wird dann auch direkt im Gelände gezeigt. Tipp: Wer Schwierigkeiten hat, den Schwyzerdütschen Dialekt zu verstehen, sollte die Anzeige der Untertitel einschalten.

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Neue Einträge im Guide

  • Celtic Fields – Stiefkinder der Archäologie
    Seit zehn Jahren befasst sich der Archäologe Volker Arnold anhand von Laserscandaten aus Schlweswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden mit den sog. »Celtic Fields« (urgeschichtliche Ackersysteme). Die Forschungsergebnisse werden auf der Homepage veröffentlicht und sind u.a. über interaktive Karten zugänglich.
  • Blog - Pfahlbauten.at
    Sehr reger Blog, in dem das Kuratorium Pfahlbauten Österreich, oftmals tagesaktuell, aus seiner Arbeit in Denkmalschutz, Vermittlung und Forschung berichtet. Darüber hinaus steht der Blog allen als Plattform zur Verfügung, die sich mit dem Thema »Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen« beschäftigen.
  • Archaeocopter and Archaeonautic
    Die im Jahr 2012 gestartete Projektgruppe der THW Dresden und der HU Berlin befasst sich mit der 3D-Dokumentation und -Rekonstruktion archäologischer Fundstellen mit Hilfe von Drohnen und künstlicher Intelligenz, um auch für großflächige Untersuchungen die Kosten gering zu halten. Seit 2014 wurde das Arbeitsgebiet auch auf die Unterwasserarchäologie erweitert. Die Homepage informiert über die Projekte und Softwarelösungen der Gruppe.
  • Sapiens - Anthropology / Everything Human
    »Sapiens« ist ein unabhängiges, thematisch sehr breit aufgestelltes Onlinemagazin, dass sich mit allen Facetten der anthropologischen Forschung befasst, von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Das Magazin wird von der Wenner-Gren Foundation unterstützt und hat seinen Sitz am Denver Museum of Nature & Science (Colorado, USA).
  • Heritage Council Ireland
    Das irische »Heritage Council« ist für die Erarbeitung von landesweiten Strategien zuständig, um Denkmalschutz, Vermittlung und Forschung bestmöglich zu steuern und zu vernetzen. So möchte das Council nicht nur das öffentliche Interesse am Kulturerbe des Landes wecken, sondern arbeitet auch gezielt mit lokalen Behörden zusammen, um diese beim Schutz und Erhalt des kulturellen Erbes zu stärken. Die Homepage informiert über die Strukturen und laufenden Programme des Council.
 
 
 

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