Seit dem 15. Januar hat das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein mit Sitz in Schleswig wieder einen Amtsleiter. Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Dr. Oliver Grundei, überreichte die Ernennungsurkunde an Dr. Ulf Ickerodt, der damit offiziell die Nachfolge von Prof. Claus von Carnap-Bornheim antritt.

Terra-Sigillata-Fund

Pferd aus der Bataverschlacht für Museumsausstellung im Block geborgen

»Ich hab da was für Dich, Doktor«, schmunzelt Grabungstechniker Dominik Sarna und schaut nur kurz zu Dr. Hans Peter Schletter hoch, während er mit dem Metalldetektor weiter sucht. »Da drüben, ein Denar«, fügt er hinzu. Schletter beugt sich runter, um die kleine Plastiktüte mit der römischen Münze aufzuheben. Er holt sie heraus, ein Kopf und eine Inschrift sind zu erkennen. Vermutlich stammt sie aus dem zweiten Jahrhundert. »Genaueres wird aber erst die Aufarbeitung ergeben«, betont der Stadtarchäologe und geht weiter auf der letzten großen Untersuchungsfläche. Seit April vergangenen Jahres gräbt er mit seinem Team rund um das nördliche Dorf am römischen Kastell in Krefeld-Gellep. Es ist die größte Grabung in der Stadtgeschichte auf einer Fläche von insgesamt 3,7 Hektar. »Wir haben 3000 Quadratmeter noch vor uns. Dazu gehört auch ein Teil des Vicus. Das wird nochmal spannend«, sagt Schletter.

Ausgrabungen
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Blick auf den Grabhügel Tunnug 1 (Arschan 0)

Tief in einem Sumpf in der russischen Republik Tuwa hat der vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Archäologe Gino Caspari einen ungestörten skythischen Grabhügel entdeckt. Alles deutet darauf hin, dass es nicht nur das grösste, sondern auch das früheste skythische Fürstengrab Südsibiriens ist – und möglicherweise hervorragend konservierte Schätze birgt.

Ausgrabungen
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Grabung an der römischen Stadtmauer

Beim heutigen Pressegespräch im Rheinischen Landesmuseum in Trier wurden dank neuer Forschungserkenntnisse erstmals konkrete Angaben zur Datierung der Porta Nigra und der römischen Stadtmauer Triers bekannt gegebenen. Ein aktuelles Projekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, mit maßgeblicher Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung, hat erstmals belastbare Funde zur Datierung geliefert.

Ausgrabungen
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Karlsgraben in Graben

Studie belegt: Mittelalterlicher Schifffahrtsweg wurde nie vollendet

Vor über 1.000 Jahren wollte Kaiser Karl der Große einen durchgehenden Schifffahrtsweg vom Rhein zur Donau schaffen. 792/793 n. Chr. wurde das Verkehrsprojekt, das als eines der bedeutsamsten des Frühmittelalters in Zentraleuropa gilt, in Angriff genommen. Das ambitionierte Projekt ist in seinen Dimensionen mit modernen Großprojekten wie dem Panama-Kanal oder dem Berliner Flughafen vergleichbar. Und wie bei diesen Projekten gab es auch damals Verzögerungen und technische Probleme. Aktuelle Forschungen eines Teams aus Leipzig, Hildesheim, Jena, Kiel, Berlin und München belegen, dass das Vorhaben Karls des Großen gescheitert ist und verschiedene Teile des Kanals nicht vollendet wurden.

Veröffentlichungen
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Detail des Schädels mit Ohrringen und Perlen des frühmittelalterlichen Frauengrabes

Im geplanten Wohnbaugebiet Gartenäcker in Herrenberg (Baden-Württemberg) sind weitere archäologische Untersuchungen erforderlich, nachdem bei Probeuntersuchungen im westlichen Bereich Fundstücke entdeckt wurden, die auf eine Besiedlung von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter hinweisen.

Ausgrabungen
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Handuch zur Geschichte der Kunst in Ostmitteleuropa, Bd. 1

Mit dem von Christian Lübke und Matthias Hardt herausgegebenen Band "400–1000. Vom spätantiken Erbe zu den Anfängen der Romanik" legt das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) an der Universität Leipzig den ersten Band seines "Handbuchs zur Geschichte der Kunst in Ostmitteleuropa" vor.

Veröffentlichungen
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Mondtreppe aus dem Tempel von Dendera

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einer Verlängerung des Graduiertenkollegs 1876 „Frühe Konzepte von Mensch und Natur: Universalität, Spezifität, Tradierung“ für weitere viereinhalb Jahre zugestimmt und wird ein Finanzvolumen von rund 4 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Forschung
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Goldener Inka-Kopfschmuck

Die Ausstellung »Inka – Gold. Macht. Gott.« im Weltkulturerbe Völklinger Hütte trifft weiterhin auf ein überragendes Besucherinteresse. Pünktlich zum Start des neuen Jahrs 2018 hat die Ausstellung zur Kultur der Inka und ihrer Vorgänger-Kulturen die Besuchermarke von 150.000 überschritten.

Ausstellungen
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Nok-Terrakotta

Die Erforschung der Nok-Kultur an der Goethe-Universität kann weitergehen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat jetzt den Förderantrag des Afrika-Archäologen Prof. Peter Breunig und der Archäobotanikerin Prof. Katharina Neumann angenommen. Nun stehen nochmal rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, um das Projekt, das die 2500 Jahre alte Kultur im westafrikanischen Nigeria untersucht, bis 2020 abzuschließen.

Aus aller Welt
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Mittelalterliche Gussform aus Bielefeld

500 Jahre alte Gussformen entdeckt

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben beim Reinigen von Grabungsfunden in Bielefelds Innenstadt 500 Jahre alte seltene Gussformen entdeckt, mit denen vermutlich Gold- oder Silbertafeln gegossen wurden.

Ausgrabungen
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