Verse über die Göttin Kybele

Digital Corpus of Literary Papyri macht Fragmente antiker Literatur frei zugänglich

Mit dem Digital Corpus of Literary Papyri, an dessen Entwicklung Wissenschaftler der Universität Heidelberg und der New York University federführend beteiligt waren, steht ein neues digitales Hilfsmittel zur Erforschung antiker Literatur zur Verfügung. Abrufbar sind in der jetzt freigeschalteten Open-Access-Datenbank Informationen über und Transkriptionen von griechischen und lateinischen Texten, die fragmentarisch auf Papyri, aber beispielsweise auch auf keramischen Scherben oder Holztafeln überliefert sind.

Weltweit gibt es gegenwärtig etwa 60 Millionen Pferde – 12 Millionen Hengste und 48 Millionen Stuten. Nahezu alle heute lebenden Hengste stammen von einem Hengst aus der Eisenzeit ab – wie eine internationale Studie unter Leitung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und der Universität Potsdam jetzt erstmalig belegt. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift »Science Advances« veröffentlicht.

Forschung
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Hortfund von Schaprode auf Rügen

Ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger entdeckten Hortfund

Am vergangenen Wochenende wurde bei Schaprode (Lkr. Vorpommern-Rügen) ein Hortfund mit mehr als 600 Silbergegenständen aus dem späten 10. Jahrhundert n. Chr. geborgen. Es handelt sich um Münzen, Halsringe, Fibeln, Perlen und einen Thorshammer.

Funde & Befunde
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Bergung eines herausragenden Fundes: Ein Boot aus der Bronzezeit

Der Einbaum von Wasserburg ist der älteste Schiffsfund im Bodensee – und zugleich Bayerns ältestes Wasserfahrzeug: Er stammt aus der Bronzezeit und ist rund 3150 Jahre alt. 2015 entdeckte ihn ein Privatmann bei einem Tauchgang 170 Meter vom Ufer entfernt im Bodensee nahe der Eschbach-Mündung bei Wasserburg. Nun wird er zur Konservierung geborgen.

Funde & Befunde
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Ausgrabung Seddin

Das Königsgrab von Seddin in der mecklenburgischen Prignitz wurde im 9. Jahrhundert vor Christus errichtet und gilt als eine der größten Grabanlagen des damaligen Europa. Es ist eingebunden in eine Kulturlandschaft mit Gräbern und Fundstellen, deren Untersuchung schon viele Erkenntnisse über die Bronzezeit und herausragende archäologische Funde erbracht hat. Seit 2015 beteiligen sich Studierende der Universität Göttingen an den archäologischen Arbeiten. In ihren aktuellen Ausgrabungen im März 2018 konnten sie aufzeigen, dass die zu dieser bronzezeitlichen Kulturlandschaft gehörende Siedlung größer war, als bisher vermutet.

Ausgrabungen
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Kolossalstatue (Visualisierung)

Weitere Teile der Kolossalstatue Psammetichs I. gefunden

Bei neuen Grabungen in Kairo sind etwa ein Jahr nach dem aufsehenerregenden Fund von Teilen der Kolossalstatue des berühmten Pharaos Psammetich I. (664 v. Chr. bis 610 v. Chr.) weitere Teile der riesigen Figur gefunden worden. Sie erlauben nun eine Rekonstruktion der Skulptur.

Funde & Befunde
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Pergamon 3D-Modell

Am 19. April 2018 wurde im Antikenmuseum der Universität Leipzig eine neue Ausstellung zur antiken Residenzstadt Pergamon eröffnet. Im Mittelpunkt der Schau, die in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI), Abteilung Istanbul, und dem Lehrstuhl Darstellungslehre der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) entstand, steht eine virtuelle 3D-Rekonstruktion Pergamons.

Ausstellungen
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Totenmaske

Das Gesicht gilt als äußeres Zeichen der eigenen Identität. Wir erkennen Bekannte vor allem an den Gesichtszügen. Das Mienenspiel verrät uns viel über Emotionen. Weil das Antlitz so prominent gehandelt wird, ist es aber auch Gegenstand von Inszenierungen. Wohlstand, Macht und Schönheit werden vor allem auch über das Gesicht unter anderem durch Schmuck und Schminke ausgedrückt. Mit „Gesichts-Fragen“ vom europäischen Paläolithikum über das vorderasiatische Neolithikum bis zum bronzezeitlichen Ägypten befasst sich ein kürzlich erschienenes Buch von Prof. Dr. Ludwig D. Morenz und Beryl Büma von der Ägyptologie der Universität Bonn.

Veröffentlichungen
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Untersuchung von Tierknochen

Zwei Millionen Euro für die Archäozoologin Cheryl Makarewicz

Vor rund fünftausend Jahren entstanden die ersten nomadischen Lebensformen, genannt mobiler Pastoralismus, in der eurasischen Steppe. Mit der neuen Ausrichtung der täglichen Ernährung auf Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde stellt dies einen einzigartigen Wendepunkt in der menschlichen Vorgeschichte dar. Die neue, nomadische Lebensform markiert eine drastische Veränderung gegenüber den sesshaften Agrargesellschaften, die bis zu diesem Zeitpunkt einen Großteil der alten Welt bevölkert hatten. In ihrem Projekt ASIAPAST wird Professorin Cheryl Makarewicz von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die Entstehung, Verbreitung und Intensivierung des mobilen Pastoralismus in der eurasischen Steppe untersuchen.

Forschung
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Plakat Bilanzkonferenz TOPOI

Wie sich unsere Sicht auf die Antike verändern kann, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über Fächer- und Institutionengrenzen hinweg neue Ansätze entwickeln, hat der Exzellenzcluster Topoi in seinem zehnjährigen Bestehen gezeigt. Bei einer Tagung am 19. April in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ermöglichen die Forscherinnen und Forscher nun in Kurzvorträgen Einblicke in das große Spektrum des von der Freien Universität und der Humboldt-Universität getragenen altertumswissenschaftlichen Forschungsverbundes.

Veranstaltungen
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Das Löwentor von Mykene in einer Zeichnung von Théodore du Moncel, 1845

Die Gründe für das Ende der mykenischen Paläste um 1200 vor Christus konnten bisher nicht eindeutig geklärt werden. Die langjährige Hypothese, dass sie durch ein starkes Erdbeben oder einen sog. »Erdbebensturm« zerstört wurden, kann nach Meinung des Archäoseismologen Klaus-Günter Hinzen und des Archäologen Joseph Maran widerlegt werden. Beide haben in dem mehrjährigen Forschungsprojekt die mykenischen Zitadellen von Tirnys und Midea untersucht.

Forschung
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