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Newsletter 05/2019

10.03.2019

 

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Nachrichten

In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
Kartierung der Fundorte, die dem Aurignacien in Europa zugeschrieben werden

Mit einem an der Universität zu Köln entwickelten Protokoll können die Forscherinnen und Forscher des Sonderforschungsbereiches 806 "Our Way to Europe" rekonstruieren, wie die Besiedlung Europas durch den anatomisch modernen Menschen verlief. Die Daten zeigen, dass die Population der gesamten europäischen Jäger und Sammler in der Zeitspanne von etwa 42.000 bis etwa 33.000 Jahren vor heute – dem sogenannten Aurignacien – durchschnittlich nur etwa 1.500 Personen betrug.

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Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
Virtuelle Rekonstruktion der Wirbelsäule des Skeletts von La Chapelle-aux-Saints

Mit flachem Rücken und schlecht ausbalancierter Körperhaltung – so werden Neandertaler heute oft dargestellt. Doch die Urmenschen waren uns wohl ähnlicher als gemeinhin angenommen. Dank einer virtuellen Rekonstruktion des Beckens und der Wirbelsäule eines sehr gut erhaltenen Skeletts aus Frankreich konnten Forschende der Universität Zürich (UZH) zeigen, dass sich Neandertaler ebenso aufrecht bewegten wie heutige Menschen.

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Wie kam die Kuppel in die Moschee?
Pfeilerhallen sind charakteristisch für die Moschee in der iranischen Stadt Damghan, die auf das 9. bis 10. Jahrhundert datiert wird

Die 2018 eröffnete Zentralmoschee Köln beweist, dass eine Kuppel ein typisches Merkmal für eine Moschee ist. Das war aber nicht immer so. Dr. Lorenz Korn, Professor für Islamische Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Bamberg fasst nun seine Forschungen darüber in einer Monographie zusammen, die von der Förderinitiative "Opus Magnum" der VolkswagenStiftung ermöglicht wird. Das Besondere an seiner Arbeit ist, dass sie die erhaltenen Moscheebauten des 11. und 12. Jahrhunderts in Iran insgesamt betrachtet und die Frage nach dem Warum aus der Außenperspektive klärt.

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Siedlungsspuren aus der Jungsteinzeit in Ense
Das Profil einer rundlichen Siedlungsgrube offenbart eine komplexe Verfüllungsgeschichte

Am Nordrand von Ense-Bremen (Kreis Soest), wo in Kürze ein neues Wohngebiet entsteht, haben schon vor über 7.000 Jahren Menschen der frühen Jungsteinzeit gelebt und ihre Häuser gebaut. Das bestätigen aktuelle Ausgrabungen von Archäologen, die in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeiten.

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Analyse prähistorischer Klimaschwankungen durch Muscheln
Einige der gesammelten Proben stammen aus Agia Fotini auf Kreta

Ein internationales Team von Forschern entwickelt eine neue Technik, um paläoklimatische Daten aus Muschelschalen zu gewinnen. Muschelschalen sind seit über 160.000 Jahren in archäologischen Fundstellen reichlich enthalten. Mit Hilfe von Laser-Imaging fanden die Forscher nun neue Wege, zu rekonstruieren, wie sich das Klima zu Lebzeiten von Muscheln aus archäologischen und geologischen Fundstellen verändert hat.

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Großtierjagd mit Stoßzahnspeeren
Scheiben aus Stoßzähnen vom Mammut (rechts) und vom Afrikanischen Elefanten (links)

Mammut-Elfenbein als Rohstoff für Jagdwaffen

Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Senckenberg Forschungsstation für Quartärpaläontologie Weimar haben erstmalig die mechanischen Eigenschaften von Mammut-Elfenbein aus sibirischem Permafrostboden mit Elfenbein heutiger Afrikanischer Elefanten detailliert verglichen. In ihrer kürzlich erschienenen Studie zeigt das Wissenschaftlerteam, dass sich Mammut-Elfenbein aufgrund seiner außergewöhnlichen Materialeigenschaften ideal zur Herstellung von Spitzen eiszeitlicher Jagdwaffen eignete – eine Tatsache, die altsteinzeitliche Großwildjäger auch in Mitteleuropa nutzten.

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Kurz notiert

Das antike Palmyra rekonstruiert

Ein unter Mitwirkung des Vorderasiatischen Museums entstandener 360°-Film zeigt das antike Palmyra in historisch genauer digitaler Rekonstruktion. Produziert wurde das VR-Projekt von ZDF/Terra X und Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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Neue Einträge im Guide

  • Burg-Wersau - Die Burg unter der Grasnarbe
    Die im 17. Jahrhundert komplett abgegangenen Burg Wesau bei Reilingen (südlich Heidelberg) wird seit einigen Jahren durch den Förderverein Burg Wersau e.V. grundlegend erforscht. Dazu finden neben der historischen Recherche auch Ausgrabungen auf dem Gelände statt. Jeden Samstag zwischen April und September können Interessierte an den Ausgrabungen teilnehmen. Die Homepage bietet einen umfangreichen geschichtlichen Abriss der Burg und präsentiert in einem Onlinemuseum interessante Funde aus den Ausgrabungen.
  • Freunde der Archäologie in Europa e. V.
    »Freunde der Archäologie in Europa e. V.« fördert seit 2004 die Forschungen der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt/Main. Auf der Homepage des Vereines kann man sich über die Strukturen, Arbeitsgebiete und aktuellen Veranstaltungen informieren.
  • Tree-Ring Society
    Die internationale Wissenschaftsgesellschaft verfolgt das Ziel die Dendrochronologie in Forschung und Lehre zu fördern und gegenüber der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Die Gesellschaft informiert auf der Homepage über Ihre Ziele, Strukturen und Veranstaltungen und bietet den jeweils aktuellen Newsletter als PDF zum Download an.
  • Ask An Anthropologist
    Die vor allem auf Schüler und Jugendliche ausgerichtete Homepage, bietet allerdings auch für Interessierte jeden Alters die Möglichkeit sich »spielerisch« mit dem Thema Anthropologie auseinanderzusetzen.
  • Fundpunkte - Archäologisches Museum Hamburg
    Auch abseits der bekannten Wege präsentiert das Archäologische Museum Hamburg (AMH) mit der App eine Vielzahl spannender Orte in der Hansestadt. Kostenlos erhältlich für Android im Appstore von Google.
 
 
 

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