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Eisenzeitliche Fischereianlage im Bruckgraben im südlichen Federseeried, Gde. Oggelhausen, Kreis Biberach

2.5.2001
Übersichtsfoto der Grabung bei Oggelshausen. (Foto: J. Köninger)
Übersichtsfoto der Grabung bei Oggelshausen. (Foto: J. Köninger)

Während am Bodensee mit dem Ende der Pfahlbausiedlungen um 800 v. Chr. in der späten Bronzezeit auch die Nachweise prähistorischen Fischfangs ausbleiben, finden sich im Federseeried Fundplätze und Siedlungsspuren der frühen Hallstattkultur, die ins 7. und 6. vorchr. Jh. datieren.

In den Jahren 1994 bis 2000 wurden im Gewann Bruckgraben auf Gemarkung Oggelshausen im südlichen Federseeried in hallstattzeitlichen Fundstellen Leitwerksysteme und Behausungen aufgedeckt, die offenbar zu einer zusammenhängenden Fischfanganlage gehören. Die Anlage befindet sich in der Südostbucht des Federsees, wo etwas weiter südlich bereits im Jungneolithikum durch Netzsenkerfundstellen Fischfangplätze angezeigt sind. Sie liegt damit in einem Gewässerabschnitt des Federsees, der begünstigt durch die Mündung des Federbaches, für den Fischfang besonders geeignet gewesen sein dürfte.

Der untersuchte Bereich der hallstattzeitliche Anlage erstreckt sich auf eine Fläche von etwa 300 x 100 m und bildet mit den 1,5 km weiter südlich gelegenen "Landestellen" bzw. "Anlegestellen für Kähne", wie O. Parets in den Zwanziger Jahren schrieb, am Ufer des ehemaligen Federbaches möglicherweise eine funktionale Einheit.