- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.1.1: Phänomen Varusschlacht.
- 1.1.2: Archäoastronomie.
- 1.1.3: Am Rand der keltischen Welt.
- 1.1.4: Das Pferd.
- 1.1.5: Burgenarchäologie im Friaul.
- 1.1.6: Experimentelle Archäologie.
- 1.1.7: Mythos Neandertaler.
- 1.1.8: Neues aus dem Alten Ägypten.
- 1.1.9: Der Limes.
- 1.1.10: Pfahlbauten und Seeufersiedlungen.
- 1.1.11: Montanarchäologie.
- 1.1.12: Die Alamannen.
- 1.1.13: Syrien.
- 1.1.14: Musikarchäologie.
- 1.1.15: Fürstengräber.
- 1.1.16: Archäologie 2000.
- 1.1.17: Häuser im Moor.
- 1.2: Fundpunkt.
- 1.3: Nachrichten.
- 1.4: Aus der Presse.
- 1.5: TV-Programm.
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- 1.1: Thema.
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- 9: FAQ.
Von A bis Z

Die Länge der frei schwingenden Saiten (Mensur) beträgt im Falle der Instrumente Nr. 1 - 3 und 5 - 7 rekonstruiert 38 - 40 cm, wobei die Halsansatzstellen z.T. mit dem Oktavpunkt übereinstimmen. Die Lage der Bünde kann nach einem bestimmten musiktheoretischen Wissen und außermusikalischen Verfahren (äquidistante Streckenteilung) bestimmt worden sein. Z. B. kennzeichnen die rechtsseitigen Bünde der Instrumente 1 - 3 nur unwesentlich voneinander abweichende Intervallfolgen, für die Dreiviertelton- oder kleine Ganztonschritte charakteristisch sind. Ähnliche Intervallfolgen kennt man aus der spätantiken oder frühmittelalterlichen Musiktheorie, wie z.B. das diatonon homalon des Klaudios Ptolemaios (2. Jh. n. Chr.) oder die Leiter des persisch-arabischen maqam rast. Ikonographische Quellen bezeugen, dass in mehreren Merkmalen übereinstimmende Instrumente spätestens ab dem 5. Jh. n. Chr. auch außerhalb Ägyptens um das Mittelmeer herum bekannt waren, wie z.B. in Konstantinopel (Türkei) oder Quseir 'Amra (Jordanien; Mitte 8. Jh. n. Chr.; Abb. 3). Nach den bisherigen Untersuchungen kann man davon ausgehen, dass musiktheoretische Elemente der arabischen Musik (Dreiviertelton, 'neutrale Terz') bereits im 3. Jh. n. Chr., wenn nicht schon zur pharaonischen Zeit Ägyptens, bekannt waren, worauf Bundabdrücke am Hals einer Laute aus der 18. Dynastie (16. - 14. Jh. v. Chr.) hinweisen.
Prof. Dr. Ricardo Eichmann
Berlin
Literatur
- Burzik, Monika, Quellenstudien zu europäischen Zupfinstrumentenformen. Methodenprobleme, kunsthistorische Aspekte und Fragen der Namenszuordnung. Kölner Beiträge zur Musikforschung 187, Kassel 1996, 62ff.
- Eichmann, Ricardo, Koptische Lauten. Eine musikarchäologische Untersuchung von sieben Langhalslauten des 3. - 9. Jh. n. Chr. aus Ägypten. Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Kairo, Sonderschrift 27 (Mainz 1994).
- Ders., Musik in Geschichte und Gegenwart 5 (1995) 943 - 951, 987, s.v. Lauten B. Antike.
- Ders., Strings and Frets. In: Hickmann, E., Eichmann, R., Studien zur Musikarchäologie I. Orient-Archäologie 6 (Rahden/Westf. 2000).
- Ders., Präliminarien zur Rekonstruktion altorientalischer Lautenklänge.In: Monumentum Marcelle Duchesne-Guillemin, Acta Iranica 34, 1999, 505 - 515.
- Vendries, Chrisophe, Instruments à cordes at musiciens dans l´Empire Romaine. Ètude historique et archéologique (IIe siècle av. J.-C./ Ve siècle ap. J.-C.) (Paris 1999), 117 ff.



