- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.1.1: Phänomen Varusschlacht.
- 1.1.2: Archäoastronomie.
- 1.1.3: Am Rand der keltischen Welt.
- 1.1.4: Das Pferd.
- 1.1.5: Burgenarchäologie im Friaul.
- 1.1.6: Experimentelle Archäologie.
- 1.1.7: Mythos Neandertaler.
- 1.1.8: Neues aus dem Alten Ägypten.
- 1.1.9: Der Limes.
- 1.1.10: Pfahlbauten und Seeufersiedlungen.
- 1.1.11: Montanarchäologie.
- 1.1.12: Die Alamannen.
- 1.1.13: Syrien.
- 1.1.14: Musikarchäologie.
- 1.1.15: Fürstengräber.
- 1.1.16: Archäologie 2000.
- 1.1.17: Häuser im Moor.
- 1.2: Fundpunkt.
- 1.3: Nachrichten.
- 1.4: Aus der Presse.
- 1.5: TV-Programm.
- 1.6: Kalender.
- 1.1: Thema.
- 2: Guide.
- 3: Digger.
- 4: Bibliothek.
- 5: Mediathek.
- 6: Forum.
- 7: Club.
- 8: Autoren.
- 9: FAQ.
Von A bis Z

Die neuen Häuser
Das älteste Dorfszenario präsentiert Teile der etwa 6000 Jahre alten Siedlung "Taubried", die den Grabungen zufolge etwa 22 Häuser umfaßte und - nach der Größe der Häuser zu urteilen - Platz für 150 bis 200 Personen geboten hat. Die vier rekonstruierten, eng beieinanderliegenden Häuser sind durch Trennwände in jeweils einen Küchen- und einen Wohnteil unterteilt. Kleine "Veranden" vor den Türen zeigen, daß sich das soziale Leben wohl hauptsächlich im Freien abgespielte. Ein Novum bei den Taubried-Häusern sind die Eichenrindendächer, bislang einzigartig in der Museumslandschaft Europas. Neben archäologischen Hinweisen stammen Anleihen für diese Dachkonstruktion vor allem von den nordamerikanischen Waldlandindianern und aus Kasachstan.
Ganz anders gebaut sind hingegen die Häuser aus der spätneolithischen Siedlung "Alleshausen-Grundwiesen" (ca. 2900 v.Chr.) vom nördlichen Federseeufer. In den extrem leichten Hütten fanden sich keinerlei Hinweise darauf auf, daß die Bewohner Getreide anbauten, dafür aber unzählige Lein- und Flachsreste. Sie werden als Sommerhütten für die Textilverarbeitung gedeutet. Somit waren die Hütten vermutlich nicht ganzjährig, sondern wohl nur zur Zeit der Flachsernte bewohnt.
Neben den etwa 4000 Jahre alten Pfahlbauten der frühbronzezeitlichen "Siedlung Forschner" stehen die Häuser der "Wasserburg Buchau" aus der Spätbronzezeit, mit 3000 Jahren die jüngsten im Freigelände. Spannend ist auch hier die vielfältige Dachlandschaft der Block- und Lehmbauten: vom Grasdach über ein Nagelschindel- zum Legschindeldach, das mit großen Steinen beschwert ist und einen eine entsprechend solide Unterkonstruktion voraussetzt.

- Das Museum bietet auch weiterhin für Kinder und Erwachsene "Archäologie zum Anfassen"
Das neue Freigelände des Museums bietet nun Schülern und Erwachsenen die Möglichkeit, an Projekten und Aktionstagen teilzunehmen und somit Archäologie in einer passenden Umgebung zu erleben. Vorhanden sind ein Holzplatz, um die Möglichkeiten eines Steinbeils zu erkunden, mehrere Feuerstellen, um das Feuermachen zu üben, eine Bronzegießerplatz, eine Töpferei und ein Räucherofen.
Das Federseemuseum hat bis 1. November durchgehend von Montag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr und im Winter nur Sonntags und nach Anmeldung geöffnet.
Kontakt:
Federseemuseum Bad Buchau
88422 Bad Buchau
Tel. 07582-8350 / Fax 07582-933810
E-Mail: federseemuseum(at)t-online.de, WWW:http://www.federseemuseum.de
Eine Zusammenstellung der Grabungen rund um den Federsee bietet der Führer von Erwin Keefer "Rentierjäger und Pfahlbauern. 14000 Jahre Leben am Federsee".
Einen allgemeineren Überblick zur bietet der Steinzeitführer des Württembergischen Landesmuseums in Stuttgart, sowie die Bücher von Ernst Probst "Deutschland in der Steinzeit" und "Deutschland in der Bronzezeit".



