- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.1.1: Phänomen Varusschlacht.
- 1.1.2: Archäoastronomie.
- 1.1.3: Am Rand der keltischen Welt.
- 1.1.4: Das Pferd.
- 1.1.5: Burgenarchäologie im Friaul.
- 1.1.6: Experimentelle Archäologie.
- 1.1.7: Mythos Neandertaler.
- 1.1.8: Neues aus dem Alten Ägypten.
- 1.1.9: Der Limes.
- 1.1.10: Pfahlbauten und Seeufersiedlungen.
- 1.1.11: Montanarchäologie.
- 1.1.12: Die Alamannen.
- 1.1.13: Syrien.
- 1.1.14: Musikarchäologie.
- 1.1.15: Fürstengräber.
- 1.1.16: Archäologie 2000.
- 1.1.17: Häuser im Moor.
- 1.2: Fundpunkt.
- 1.3: Nachrichten.
- 1.4: Aus der Presse.
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Von A bis Z


- 'Die Scheidung des Goldes vom Silber im Guß mit Schwefelantimon' nach Agricola 1556 (5)
1. Zur Geschichte von Antimon und Antimonverbindungen (1, 2, 3)
Antike
Antimon und Antimonverbindungen waren bereits im 4. Jt. v. Chr. in Gebrauch. Die frühe Fähigkeit des Menschen, metallisches Antimon aus seinen Erzen über pyrometallurgische Verfahren zu reduzieren, wird durch archäologische Fundobjekte bezeugt, wie z.B. die Fragmente eines Gefäßes aus fast reinem Antimon aus den Ruinen von Tello in Südbabylonien (4. Jt. v. Chr.) oder den "Antimonnapf von Lagash" aus Sumer (um 2000 v. Chr.). Aufgrund seiner härtenden Wirkung ist Antimon ein wichtiges Legierungsmetall, das schon in frühen Bronzen auftritt.
Antimonverbindungen dienten seit dem 2. Jt. v. Chr. zur Färbung von Gläsern und Glasuren sowie bei den Römern zur Herstellung von Spiegeln. Antimonsulfid wurde sowohl bei den Ägyptern als auch bei den mesopotamischen Hochkulturen der Sumerer und Akkader in Pulverform als Kosmetikum (Augenschminke) und als Heilmittel eingesetzt. Über die Herstellung und Wirkung von Medikamenten aus Antimonsulfid berichtet Plinius Secundus in seiner Naturalis Historiae (4):
... Der Stein (= Antimonsulfid) hat eine zusammenziehende und kühlende Wirkung, besonders rings um die Augen; deshalb haben ihn auch sehr viele "Augenerweiterer" genannt, weil er in den Augenschminken der Frauen die Augen erweitern soll; das feine Pulver von ihm samt dem Weihrauch hemmt mit beigemischtem Gummi auch Flüsse und Geschwüre der Augen. Er stillt auch das aus dem Gehirn fließende Blut und ist ferner sehr wirksam gegen frische Wunden und gegen alte Hundebisse, wenn man ihn als Pulver aufstreut, und gegen Verbrennungen durch Feuer, gemischt mit Fett, Silberglätte, Bleiweiß und Wachs ...
