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Der Limes im Museum -

die neue Ausstellung des Limesmuseums in Aalen

5.7.2001
Limesmuseum Aalen. Der neue Museumsanbau mit den baulichen Resten des linken Lagertores (porta principalis sinistra). (Foto: Württembergisches Landesmuseum Stuttgart)
Limesmuseum Aalen. Der neue Museumsanbau mit den baulichen Resten des linken Lagertores (porta principalis sinistra). (Foto: Württembergisches Landesmuseum Stuttgart)

Unter den zahlreichen Orten an der rund 550 km langen Strecke des Limes zwischen Rhein und Donau nimmt Aalen eine herausragende Position ein.
Hier waren zum einen vor 1800 Jahren etwa 1000 römische Reitersoldaten im größten Reiterkastell nördlich der Alpen stationiert, und hier steht seit 1964 mit dem Limesmuseum Aalen, einem Zweigmuseum des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart, auch das größte Römermuseum entlang der Limesstrecke.

Das Museum liegt direkt auf der Hauptstraße des ehemaligen Kastells. Vor dem Haus erblickt der Besucher die ergrabenen Reste des linken Lagertores und die Museumsfenster gestatten den Blick auf die eindrucksvollen Reste des Stabsgebäudes auf dem Freigelände. Das Limesmuseum verbindet so in glücklicher Weise die museale Präsentation direkt mit dem historischen Ort des Geschehens!

Nach der baulichen Erweiterung in den Jahren 1979-1981 hat das Limesmuseum im Jahr 2000 einen weiteren großen Entwicklungsschritt getan, der sich in zwei Teilbereichen vollzog. Der erste umfasste die bauliche Erweiterung des Museums durch einen Anbau mit einem deutlich vergrößerten Foyerbereich als Aufenthalts- und Verkehrsraum für die zahlreichen Gruppenbesucher und einem abgeschlossenen museumspädagogischen Bereich für die gezielte Projektarbeit. Der neue Museumsanbau, der sich mit seiner modernen Architektur an den preisgekrönten Hauptbau aus dem Jahre 1981 anlehnt, beherbergt als Hauptattraktion auch noch einen originalen 8 m tiefen römischen Brunnen, der bei den Bauarbeiten entdeckt und an Ort und Stelle erhalten wurde. Er diente, direkt hinter dem Kastelltor gelegen, der Wasserversorgung von Mensch und Tier.

Der zweite Bereich umfasst die Neukonzeption der Dauerausstellung, die im Gegensatz zu der alten Ausstellung eine inhaltliche Profilschärfung anstrebt. Stärker als bisher wurde das Limesmuseum als historisches Themenmuseum gestaltet, um es damit von anderen römischen Museen unterscheidbar zu machen. Dabei geht es nicht so sehr um eine rein "technische Rekonstruktion" der Vergangenheit, bei der sich das Lernziel auf die Wiedererkennung gleicher oder vergleichbarer Gegenstände in Vergangenheit und Gegenwart beschränkt.