27.05.2012 - 11:15:21
Kooperation

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Die Grabungskampagne auf der Burg Cucagna.

von Kornelia Kilian - 17.1.2005

Gerne denken wir an den Monat in Italien zurück, der nicht nur irgendein Praktikum für unser Studium war. Er steht in Verbindung mit vielerlei Erfahrungen und Erinnerungen, sowohl im Arbeits-, als auch im sozialen Bereich. Wie sehr uns diese Zeit prägte, zeigt der rege EMail-Kontakt der TeilnehmerInnen, der schon über einige Monate hinweg anhält.

Ein besonderes Ereignis zum Ende der Kampagne war das Abschlussfest auf der Burg, auf das sich alle schon Tage vorher freuten. Diese einmalige Kulisse, sogar mit Sommergewitter, ließ uns in die Atmosphäre einer mittelalterlichen Burg eintauchen.
Mit den Gästen aus der Umgebung speisten wir im ersten Stock des wiederaufgebauten Palazzos, an langen, schön geschmückten Tafeln, mit tollem Essen und gutem Wein. Nachdem wir wieder unter uns waren, blickten wir gemeinsam auf den Monat zurück, in dem wir als Gruppe zusammengewachsen waren und sich viel auf der Burg verändert hat. Einen Stock höher war der "Dance-Floor", und selbst die sich sonst eher zurückhaltende Gülay tanzte die halbe Nacht durch. Nach und nach zogen sich alle mit ihrem Schlafsack an ein Plätzchen zurück, dass sie für sich ausgeguckt hatten, um wenigstens ein paar Stunden zu ruhen. Noch einmal gab es ein gemeinsames Frühstück auf der Terrasse in Stremiz, dann räumten wir unsere Unterkünfte und machten uns auf den Heimweg - ein wenig mit schwerem Herzen.

Im Sommer 2004 fand erneut eine Grabungskampagne auf der Burg Cucagna statt. Unsere Berliner Gruppe setzte sich aus einigen TeilnehmerInnen vom letzten Jahr, teils aus neu dazugekommenen StudentInnen jüngerer Semester zusammen. Auf diese Weise lassen sich die Erfahrungen des studentisch organisierten Praktikums weiter tragen.

Zeichnen eines Befundes auf der Burg. (Foto: B. Krüger)
Zeichnen eines Befundes auf der Burg. (Foto: B. Krüger)

Wieder können wir auf eine erfolgreiche Grabung und angenehme Zeit in Italien zurückblicken. Nicht nur durch die archäologische Arbeit, die zahlreichen Funde und Befunde, sondern auch das Zusammentreffen mit Architekten aus verschiedenen Ländern Osteuropas und der Türkei konnten wir viel Neues und Interessantes dazulernen. Diese sinnvolle und effektive Kooperation sollte fortgeführt werden und im nächsten Jahr die 5. archäologische Kampagne beim Seminar für mittelalterliche Architektur stattfinden.