- 1: Magazin.
- 1.1: Thema.
- 1.1.1: Phänomen Varusschlacht.
- 1.1.2: Archäoastronomie.
- 1.1.3: Am Rand der keltischen Welt.
- 1.1.4: Das Pferd.
- 1.1.5: Burgenarchäologie im Friaul.
- 1.1.6: Experimentelle Archäologie.
- 1.1.7: Mythos Neandertaler.
- 1.1.8: Neues aus dem Alten Ägypten.
- 1.1.9: Der Limes.
- 1.1.10: Pfahlbauten und Seeufersiedlungen.
- 1.1.11: Montanarchäologie.
- 1.1.12: Die Alamannen.
- 1.1.13: Syrien.
- 1.1.14: Musikarchäologie.
- 1.1.15: Fürstengräber.
- 1.1.16: Archäologie 2000.
- 1.1.17: Häuser im Moor.
- 1.2: Fundpunkt.
- 1.3: Nachrichten.
- 1.4: Aus der Presse.
- 1.5: TV-Programm.
- 1.6: Kalender.
- 1.1: Thema.
- 2: Guide.
- 3: Digger.
- 4: Bibliothek.
- 5: Mediathek.
- 6: Forum.
- 7: Club.
- 8: Autoren.
- 9: FAQ.
Von A bis Z

Astronomie im Nascaprojekt Dresden
In Würdigung und Fortführung der jahrzehntelangen Arbeit von Dr. Maria Reiche wurde im Jahre 1994 der Verein „Dr. Maria Reiche - Linien und Figuren der Nasca- Kultur in Peru“ e.V. gegründet und das Forschungsprojekt „Nasca“ ins Leben gerufen. Ein Ziel dieses Forschungsprojektes besteht in der Untersuchung der Astronomie- und Kalendertheorie. Hierfür wurden folgende Projektziele definiert:
- Berechnung der Positionen von Sternen, Planeten, Sonne und Mond zur Nasca- Zeit
- Überprüfung der Richtungen (Azimut und Höhenwinkel) langer Linien und Flächen mit denen der Himmelskörper zu ausgewählten astronomischen Ereignissen (Auf- und Untergang, Sonnenwende, etc.), siehe Abb. 2a.
- Prüfung auf Übereinstimmung von Geoglyphen mit bekannten Sternbildern, siehe Abb. 2b.
Astronomische Untersuchungen
Allgemeines zur Bestimmung astronomischer Orientierungen
Mit den Koordinaten der Linien (geographische Länge und Breite, sowie Höhe über NN) werden Azimut und Höhenwinkel (Altitude in Abb. 3) aller Linien berechnet. Diese beiden Winkel legen die astronomische Richtung innerhalb des jeweiligen lokalen Horizontalsystems fest und können nun mit den ebenfalls zu berechnenden Richtungen der Auf- und Untergänge von Himmelskörpern verglichen werden.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass für die Berechnung der Richtungen zu den Himmelskörpern folgende Unterscheidungen zu treffen sind: Für die Sterne werden Sternkataloge, wie z. B. der Fundamentalkatalog 5 (FK5) benutzt, während die Bewegungen von Sonne, Mond und Planeten den Gesetzen von Simon Newcomb, einem berühmten amerikanischen Astronom, folgen. Die notwendigen Transformationen zwischen den verschiedenen astronomischen Koordinatensystemen sind bekannt.
Die präzise Bestimmung, wo und wann ein Himmelskörper am Horizont erscheint oder untergeht ist relativ kompliziert. Erst eine exakte Kenntnis der Himmelsmechanik und die Berücksichtigung weiterer lokaler Phänomene erlauben eine genaue Berechnung. Folgende Effekte verursachen eine zum Teil signifikante Änderung im Azimut und im Höhenwinkel des zu betrachtenden Himmelskörpers:
- Bewegung des gesamten Universums (zeitabhängig)
- Präzession und Nutation (zeitabhängig)
- Refraktion des Lichtes (atmosphärenabhängig)
- Absorption des Lichtes (atmosphärenabhängig)
- Erdkrümmung (entfernungsabhängig)
- Abweichung des Höhenwinkels vom Horizont (Berge oder Täler)
Auf eine Erläuterung dieser Phänomene muss hier verzichtet werden; es wird auf die umfangreiche Spezialliteratur verwiesen.



