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Vietnam-Ausstellung kommt nach Deutschland

Kategorie: Ausstellungen
02.03.2012 -   LWL / CS

Am Dienstag, den 28.2.2012 unterzeichneten Vertreter aus Deutschland und Vietnam in Hanoi die Absichtserklärung über die Präsentation einer großen Vietnam-Ausstellung in Deutschland.

In Hanoi unterzeichneten Vertreter aus Deutschland und Vietnam eine Absichtserklärung. (Foto: LWL)

In Hanoi unterzeichneten Vertreter aus Deutschland und Vietnam eine Absichtserklärung. (Foto: LWL)

Demnach wird die geplante Ausstellung "Schätze des aufsteigenden Drachen - Archäologie des Kaiserreichs Vietnam" im Jahr 2014 zuerst im LWL-Museum für Archäologie in Herne und danach bei den Kooperationspartnern in Chemnitz und Mannheimzu sehen sein. Themen der Ausstellung sind Kultur und Geschichte des südostasiatischen Landes von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Schwerpunkt sind die archäologischen Funde aus dem Kaiserpalast Thang Long ("aufsteigender Drache") - der mittelalterlichen Hauptstadt Vietnams.

Das inhaltliche Konzept des Projekts erstellen die Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zusammen mit den Reiss-Engelhorn-Museen (Mannheim) und dem Haus der Archäologie und Geschichte (Chemnitz) sowie Fachleuten aus Vietnam, internationalen Experten und mit der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des Deutschen Archäologischen Instituts (KAAK).

Für die deutsche Seite unterschrieben am Dienstag der stellvertretende Botschafter Carsten Meyer-Wiefhausen, für die vietnamesische Seite der Vizekulturminister Le Kahnh Hai das Memorandum Of Understanding. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale dazu: "Jetzt sind wir sicher, dass wir unseren Besuchern 2014 die umfangreichste Schau zur Kultur Vietnams zeigen können, die bisher in Deutschland zu sehen war." Mit ihr freuten sich Prof. Dr. Alfried Wieczorek, Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen und Sachsens Kulturministerin Prof. Dr. Sabine von Schorlemer über den Durchbruch bei den Verhandlungen.

Zur Vorbereitung der Ausstellung fand vom  29.2.2012 bis heute im Goethe-Institut Hanoi zudem ein international besetztes wissenschaftliches Kolloquium statt. In 22 Vorträgen berichteten renommierte Fachleute aus vier Kontinenten über die Kultur Vietnams von der Steinzeit bis in die jüngste Vergangenheit.

Auf der Tagung, an der mehr als 120 Wissenschaftler teilnahmen, war unter anderem eine eigene "Vietnamesische Mauer" Thema: Über 127 Kilometer lang trennte das Bollwerk in Mittel-Vietnam im 19. Jahrhundert zwei Bevölkerungsgruppen. Weiteres Thema: Schon vor 2000 Jahren schmückten Reliefszenen Bewaffneter auf ihren wendigen Kriegsschiffen die riesigen Bronzetrommeln der Dong Son-Kultur. Im 11. Jahrhundert schützen Drachenköpfe aus Terrakotta die Palastanlage von Thang Long, die 2010 zum Weltkulturerbe ernannt wurden.

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