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Unbekanntes Kasachstan − Archäologie im Herzen Asiens

Kategorie: Ausstellungen
25.01.2013 -   DBM / AB

Ab Samstag, den 26.1. zeigt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum eine große montanarchäologische Sonderausstellung zum Kupfer- und Zinnbergbau in Kasachstan.

Ausstellungsplakat

Ausstellungsplakat

Die vielfältige Archäologie und Geschichte Kasachstans ist hierzulande fast unbekannt. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) betreibt gemeinsam mit kasachischen Kollegen seit Jahren ein Forschungsprojekt vor allem zum alten Kupfer- und Zinnbergbau in dem weit entfernten Land. Aus dieser Zusammenarbeit heraus entstand die Idee für ein Ausstellungsprojekt, das nun der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Auf 850 m² Ausstellungsfläche wird ein großartiges Land mit unterschiedlichsten Landschaften, freundlichen Menschen und vielen verschiedenen Kulturen aus Tausenden von Jahren vorgestellt. Mehr als 1.000 direkt aus Kasachstan eingeflogene Originale aus 6.000 Jahren Geschichte verdeutlichen den kulturellen Reichtum dieses riesigen Landes. Verschiedene multimediale Präsentationen ermöglichen es, näher in die Thematik einzusteigen oder sich einfach nur von der Schönheit des Landes und seiner Kultur berauschen zu lassen.

Eine original kasachische Jurte, das Wohnzelt der zentralasiatischen Nomaden, mit ihrer aufwendigen und farbenprächtigen Einrichtung bildet den ungewöhnlichen Einstieg in die Ausstellung. Bereits seit Tausenden von Jahren leben Menschen in solchen Jurten, die sich mit wenig Aufwand auf- und wieder abbauen lassen. Dies war notwendig, um die Weidegründe zu bestimmten Jahreszeiten mit den Viehherden wechseln zu können. Auch heute leben noch Menschen in solchen Zelten, die mittlerweile meist mit modernen Geräten wie Mikrowellen, Spülmaschinen, Radios und Satellitenfernsehen ausgerüstet sind.

Großinstallationen wie der Nachbau eines mehr als 2.000 Jahre alten riesigen Kurgangrabes zeigen die handwerklichen Fähigkeiten der alten Kulturen, zeugen beispielsweise aber auch von deren Glaubensvorstellungen. Ein etwa 4.000 Jahre alter »Streitwagen« zählt zu den weltweit ältesten Exemplaren überhaupt. Auch hiervon wird eine in Originalgröße gebaute Replik zu sehen sein.

Begleitend zur Ausstellung werden ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog sowie ein Kurzführer erscheinen.