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Nachrichten
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Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.
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Ötzi hatte Veranlagung zu Herz-Kreislauferkrankungen
Erste Analyse des Genoms der Gletschermumie liegt vor
Vor rund eineinhalb Jahren gelang Wissenschaftlern die Entschlüsselung des kompletten Genoms des Mannes aus dem Eis, also seines gesamten Erbguts. Die Weichen, um weitere Rätsel rund um die älteste Gletschermumie der Welt aufzulösen, waren damit gestellt. Nun folgt der nächste Meilenstein: Die Forscher des Instituts für Mumien und der Europäischen Akademie Bozen (EURAC), des Instituts für Humangenetik der Universität Tübingen und der Universität des Saarlandes haben die Rohdaten der DNA-Sequenzierung auf verschiedene Aspekte hin ausgewertet. Die Ergebnisse hat das Fachmagazin „Nature Communications“ kürzlich publiziert.
ArchaeoMontan - Bergbauforschung im Grenzbereich
Ein groß angelegtes Projekt erforscht Archäologie und Geschichte des Bergbaus im Erzgebirge beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze unter Beteiligung von sieben Partnern aus Tschechien und Sachsen.
Vietnam-Ausstellung kommt nach Deutschland
Am Dienstag, den 28.2.2012 unterzeichneten Vertreter aus Deutschland und Vietnam in Hanoi die Absichtserklärung über die Präsentation einer großen Vietnam-Ausstellung in Deutschland.
Goldschmuck von Hiddensee zu Gast in Berlin
Nur für kurze Zeit bis zum 18.3.2012 ist der wikingerzeitliche Goldschmuck von Hiddensee im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel im Original zu sehen.
Römischer Tempel in Tunesien kann vor Verfall gerettet werden
Mit den kürzlich genehmigten Mitteln aus dem Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland kann der römische Kaiserkulttempel in Simitthus (Chimtou, ehem. Chemtou/Tunesien) vor dem bevorstehenden Verfall gerettet und für die Öffentlichkeit neu präsentiert werden.
20.0000 Jahre alte Hütten in Jordanien entdeckt
Dass die sesshafte Lebensweise, bzw. der Beginn größerer dörflicher Strukturen im Vorderen Orient nicht erst mit dem Beginn des Ackerbaues einsetzt, wird in der Forschung schon länger nicht mehr bezweifelt. Die Forschungsergebnisse eines internationalen Archäologenteams am Fundort Kharaneh IV in Jordanien scheinen den Anfang dieser Entwicklung allerdings nochmals um 10.000 Jahre zu verschieben.
Die älteste Felszeichnung Amerikas?
Forscher der Universität von São Paulo und der University of Washington in Seattle glauben die älteste sicher datierbare figürliche Felszeichnung der Neuen Welt gefunden zu haben. Ihre Ergebnisse haben Sie kürzlich in dem Online-Wissenschafts-Magazin PLoS ONE veröffentlicht.
Goldene Zeiten in Niedersachsen
Die Nordeuropäische Erdgasleitung NEL ist eine große Herausforderung und zugleich Chance für die Archäologie, denn die 36 m breite Trasse schneidet über 200 km durch 10.000 Jahre Kulturgeschichte Niedersachsen. Im Zuge der baubegleitenden Ausgrabungen wurde im letzten Jahr ein bronzezeitlicher Goldschatz entdeckt.
Der Palastgarten von Ramat Rachel »erblüht« wieder
Bisher konnte man nur vermuten, womit die ausgedehnten Gartenanlage des antiken Palastes von Ramat Rachel bepflanzt war. Archäologen der Universität von Tel Aviv ist es nun gelungen aus den Putzschichten der Bewässerungsanlagen Pollen zu extrahieren und ein erstes Bild des Gartens zu entwerfen.
500.000 Besucher sahen bereits die Pergamon-Ausstellung
Bereits 19 Wochen nach der Eröffnung konnten Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Yadegar Asisi, Panoramakünstler und Andreas Scholl, Direktor der Antikensammlung, in der Ausstellung "Pergamon. Panorama der antiken Metropole" den 500.000sten Besucher begrüßen.
Zentrales Schwerpunktmuseum für Eiszeitfunde und Archäopark auf der Schwäbischen Alb geplant
Das Land Baden-Württemberg und regionale Träger haben sich auf ein Museumskonzept für Eiszeitfunde aus den Höhlen der Schwäbischen Alb geeinigt. Ein zentrales Schwerpunktmuseum soll die originalen Fundstücke, die zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit gehören, am Fundort präsentieren. An der Vogelherdhöhle soll ein Archäopark mit Informationscenter und Aktivitätsflächen entstehen.
Genom der Denisova-Menschen entschlüsselt
Nur 10 Milligramm fossiles Knochenmaterial genügten den Forschen am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, um das gesamte Genom des vor 30.000 Jahren ausgestorbenen Denisova-Menschen zu entschlüsseln. Möglich machten dies die Entwicklung neuer hochempflindlicher Untersuchungstechniken. Das gesamte Genom ist schon vor der eigentlichen Publikation im Internet veröffentlicht worden.
Archäologie-Preis Baden-Württemberg 2012 ausgeschrieben
Die Auszeichnungen für besondere Verdienste bei der Erforschung, Publikation und Präsentation archäologischer Funde wird in diesem Jahr zum achten Mal vergeben. Vorschläge und Bewerbungen sind noch bis zum 15.6.2012 möglich.
Das merkwürdige Wesen Mensch
Matthias Steinhart ist der neue Inhaber des Lehrstuhls für Klassische Archäologie der Universität Würzburg. Gleichzeitig hat er damit auch die Leitung der Antikenabteilung des Martin-von-Wagner-Museums übernommen. Die Leidenschaft für die Lehre hat ihn von München nach Würzburg geführt.
Keltische Grabfunde vom Glauberg sind national wertvolle Kulturgüter
Das Land Hessen hat die international herausragenden Grabfunde der keltischen Herrschergräber auf dem Glauberg in das »Verzeichnis national wertvoller Kulturgüter« aufgenommen.
Verschollene Objekte kehren von Leipzig nach Berlin zurück
44 Objekte spätantik-byzantinischer Alltagskultur wurden kürzlich in Leipzig als Eigentum des Berliner Museums für Byzantinische Kunst identifiziert und kehren nun ins Bode-Museum zurück. Die Stücke waren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die Sowjetunion transportiert worden und gelangten 1958 im Zuge der Rückgabeaktion an die DDR fälschlicherweise in das Ägyptische Museum - Georg Steindorff - der Universität Leipzig.
UNESCO-Welterbeantrag zum Schutz der Höhlen der Schwäbischen Alb in Vorbereitung
Die Landesregierung von Baden-Württemberg bereitet einen UNESCO-Welterbeantrag zum Schutz der Höhlen der Schwäbischen Alb als Fundstätten der ältesten Kunst der Menschheit vor. Das Kabinett hat heute einen entsprechenden Vorschlag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft beschlossen. Das Ministerium ist oberste Denkmalschutzbehörde in Baden-Württemberg.
Bandkeramische Langhäuser ohne Ende
Ungewöhnlich viele Grundrisse von jungsteinzeitlichen Langhäusern kamen bei den Ausgrabungen an der geplanten Ortsumgehung bei Mügeln im Landkreis Nordsachsen ans Licht.
Neue Datenbank für islamische Urkunden des 8. bis 15. Jh.
Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beteiligen sich an dem Aufbau einer Datenbank für arabische Urkunden aus dem 8. bis 15. Jahrhundert. Gesammelt werden Rechtsurkunden aus dem gesamten arabischsprachigen Raum, die vor Gericht angefertigt oder gerichtlich bezeugt wurden wie beispielsweise Kaufverträge, Nachlassinventare, Schuldanerkenntnisse, Ehe- und Scheidungsurkunden.
Mesoamerikanisten gegen den Weltuntergang
Das »Ende des Mayakalenders« ist gerade der bestimmende Weltuntergangsmythos. Auf der 15. Mesoamerikanistik-Tagung an der Universität Bonn wollen sich die Forscher vehement gegen diese abstruse Interpretation stemmen. Innerhalb des dreitägigen Kongressen wird ein Tag dem »Mythos 2012« gewidmet.



















