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Von A bis Z

Reiche Ernte in 3000 Metern Höhe
Alle zwei Jahre stellt der World Monuments Fund in New York die World Monuments Watch List vor, die Liste der 100 am meisten bedrohten Stätten des Weltkulturerbes. Neben so prominenten Vertretern wie dem Inka-Mysterium Macchu Picchu, den Buddhastatuen von Bamiyan in Afghanistan und der Medrese von Buchara an der Seidenstrasse wurde auf der Liste 2008 erstmals auch ein kleines Dorf in den peruanischen Anden aufgeführt: Laraos. Begründung für die Aufnahme war ein Erhaltungskonzept, das Berliner Studierende erstellt hatten.
Laraos liegt in über 3500 Metern Höhe in den Anden, nicht weit entfernt von der Hauptstadt Lima. Seine Terrassenlandschaft ist eine der größten zusammenhängenden Anlagen Perus. Erst durch diese geniale historische Konstruktionsweise - sie wurde 2006 vom Nationalen Kulturinstitut zum archäologischen Bauerbe erklärt - wurde es möglich, die Steilhänge in den Anden zu kultivieren. Doch Lagerung, Transport und Marketing der Erträge sind heute nicht mehr gewinnbringend genug. Die Folge: Bauern verlassen ihre "Scholle", nehmen ihre Kenntnisse der Terrassenlandwirtschaft mit und lassen Arbeitskräftemangel, ungeklärte Besitzverhältnisse und erodierende Terrassenhänge zurück.
Ideen gemeinsam mit den Bewohnern entwickelt 15 Studierende aus einem interdisziplinären Studienprojekt der TU Berlin besuchten, unterstützt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V. und der deutschen Botschaft in Peru, nun die Region mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf dieses bedrohte Kleinod des andinen Ökosystems und die historischen Terrassenanlagen zu lenken und gemeinsam mit Bewohnern und Nutzern Ideen und Anregungen zu sammeln sowie Konzepte zu erstellen für den Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Dabei waren Studierende der Landschaftsplanung, des technischen Umweltschutzes, der Theaterwissenschaft, der Altamerikanistik, der Ethnologie, Geologie und der interdisziplinären Lateinamerikastudien.
Zwei Studierende eines Studienprojekts, Marco Otto (Landschaftsplanung, TU Berlin ) und Sabrina Apitz (Theaterwissenschaften, FU Berlin) bauten zusammen mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Thomas Nehls aus dem Fachgebiet Standortkunde und Bodenschutz auf den aus dem Projekt gewonnenen Daten die Weiterführung der Arbeit auf. Dieses nun erarbeitete Konzept, das auch in Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsstudenten der Universidad Nacional Agraria de Peru in Lima erstellt wurde, diente als Grundlage für die erfolgreiche Bewerbung um die Nominierung für die "List of Most Endangered Monuments" beim World Monument Watch.



Kommentare
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Hier im Bergischen Land gibt es fast auf jedem Hügel eine Wallanlage, aber die zuständigen "Römerexperten" stört das wenig und so gehen auch diese Stellen langsam der Vernichtung entgegen. Auch in der Eifel sind Hunderte von Wallanlagen. Aber auch hier wird nur oben an der Aldenhofener Platte seit 30 Jahren gebuddelt. Alles andere ist vollkommen "wurscht".
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Es steht Ihnen doch völlig frei, für das Sie interessierende Thema die Initiative zu ergreifen! Mobilisieren Sie Leute, suchen Sie Unterstützung und retten Sie die Wallanlagen!
Ansonsten ist Ihr Kommentar zu dem obigen Text völlig wertlos.
Und unterlassen Sie gefälligst Anschuldigungen, die sie nicht beweisen können! Typen wie Sie sind der Grund, warum ich in Deutschland nicht arbeiten möchte!
MfG
Nehls
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