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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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14.08.2017
Personalia
Verleihung des Wissam Al Kafaa Al Fikria-Orden an Jean-Jacques Hublin (m.) durch König Mohamed VI von Marokko (r.) (© Mohamed Maradji)

Königliche Ehrung für Max-Planck-Direktor

Jean-Jacques Hublin, Direktor der Abteilung für Humanevolution am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, wurde am 30. Juli 2017 im Rahmen des Thronfestes (Fête du Trône) von König Mohamed VI von Marokko als einem von drei Preisträgern der Wissam Al Kafaa Al Fikria-Orden verliehen. Diese höchste marokkanische Auszeichnung im Bereich Kultur und Wissenschaft würdigt Hublins Forschungsarbeit im Bereich der Paläoanthropologie und seine neuesten Erkenntnisse zum Ursprung unserer Art Homo sapiens.

13.08.2017
Forschung

Christen und Muslime im mittelalterlichen Nordapulien

Videoreihe zum mittelalterlichen Siedlungsplatz Tertiveri

Historiker aus Trier & Mainz präsentieren auf L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, eine Visualisierung von Ausgrabungen in Nordapulien und Ergebnissen eines Forschungsprojekts über die Transformation eines christlichen Bischofssitzes zu einer sarazenischen Adelsresidenz in insgesamt sieben Episoden.

11.08.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Alesi, der Schädel der neuen ausgestorbenen Menschenaffenart Nyanzapithecus alesi (KNM-NP 59050). © Fred Spoor

Affenschädel belegt Ursprung von Menschenaffen und Menschen in Afrika

13 Millionen Jahre altes Fossil »Alesi« aus Kenia wirft Licht auf die Herkunft der Menschenaffen

Die Entdeckung eines bemerkenswert gut erhaltenen fossilen Affenschädels in Kenia zeigt, wie der gemeinsame Vorfahr aller heute lebenden Menschenaffen und Menschen ausgesehen haben könnte. Der Fund gehört zu einem Affen-Kleinkind, das vor etwa 13 Millionen Jahren lebte.

11.08.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Stockfisch auf den Lofoten. Getrockneter Kabeljau (Dorsch) aus Nordnorwegen wird noch heute bis nach Südeuropa und Afrika geliefert. Im Mittelalter war er ein gewinnbringendes Handelsgut der Hanse. die neue Studie zeigt jedoch, dass der Handel mit Dorsch von den Lofoten mindestens bis in die Wikingerzeit zurückgeht. Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Sveter">Petr Šmerkl, Wikipedia</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Drying_Stockfish_Lofoten_2009_1.JPG">Drying Stockfish Lofoten 2009 1</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC BY-SA 3.0</a>

In Haithabu kam Lofoten-Dorsch auf den Tisch

Internationales Wissenschaftsteam weist frühen Lebensmittel-Fernhandel nach

Getrockneter Kabeljau von den Lofoten gehörte nachweislich seit dem 13. Jahrhundert zu den Handelsgütern, die Hansekaufleute mit guten Gewinnen bis nach Südeuropa lieferten. Doch wie alt der Fischhandel mit Nordnorwegen tatsächlich war, ist in der Wissenschaft umstritten. Eine neue Studie belegt, dass schon die wikingerzeitlichen Menschen in Haithabu Kabeljau von den Lofoten speisten.

11.08.2017
Veröffentlichungen

Weitere Thüringer Archäologie-Publikationen digital verfügbar

Auch 2017 setzt das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) sein Vorhaben, archäologische Publikationen aus dem Bestand seiner Bibliothek online zur Verfügung zu stellen, konsequent fort. Die gedruckten und oftmals schon vergriffenen Bücher werden dazu Seite für Seite eingescannt (retro-digitalisiert). Das TLDA sieht sein Digitalisierungsprojekt als Maßnahme und Service, archäologische Information und Wissen jedem Interessierten auf einfachem Wege und frei zur Verfügung zu stellen.

11.08.2017
Studium
Die im Landesamt für Archäologie Sachsen tätige forensische Archäologin, Dr. Patricia van der Burgt (links im Bild) absolvierte eine Ausbildung auf der Body Farm in Knoxville, Tennesse, USA. Foto © Forensic Anthropology Center, University of Tennessee Knoxville 2014

Polizisten lernen von Archäologen

Das Landesamt für Archäologie Sachsen bietet für angehende Kriminalisten der Hochschule der Sächsischen Polizei Fortbildungen im Bereich der Forensischen Archäologie an. In der deutschen Polizeiarbeit ist eine solche Spezialisierung noch relativ neu.

11.08.2017
Ausgrabungen
Steinpackungsgrab der Aunjetitzer Kultur (Harsleben, Fundstelle 11). © Melanie Weber, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Gräber bei Harsleben entdeckt

Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Neubaus der Ortsumgehung B79 bei Harsleben (Landkreis Harz) legten Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt einen Bestattungsplatz der ausgehenden Jungsteinzeit und der anschließenden Frühbronzezeit frei. Bei der ältesten Bestattung handelt es sich um ein Grab der Glockenbecherkultur (2.800 bis 2.200 v. Chr.).

11.08.2017
Denkmalschutz
Die Arbeit beginnt. Ein Mitarbeiter der Fachfirma mit dem Bodenradar auf dem Weg zum Einsatzort im Bereich der Festungsmauer in Rüsselsheim. Foto © Dr. B. Leinthaler, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE

Auf der Suche nach Pulvermühle und gesprengter Bastion in Rüsselsheim

Prospektion mit Georadar im Bereich der Festung Rüsselsheim

Mit zerstörungsfreien Untersuchungen sollen bisher noch unbekannte Baustrukturen im Boden »sichtbar« gemacht werden. Die dabei gewonnenen Ergebnisse sind Bestandteil für die weitere Erforschung der Festungsanlage. Sie sind Grundlage für zukünftige Planungen in diesem Bereich und ermöglichen ressourcenschonende Maßnahmen - und damit auch Planungssicherheit für Bauträger und Archäologie.

11.08.2017
Ausstellungen
Doppelt und dreifach durchlochte Perle aus Mammutelfenbein – diese Herstellungsart ist nur aus den Weltkulturerbe-Höhlen der Schwäbischen Alb bekannt. Foto: Hildegard Jensen / Universität Tübingen

Perlenfunde aus Eiszeithöhlen drückten Gruppenidentität aus

Universität Tübingen und Urgeschichtliches Museum Blaubeuren präsentieren 42.000 Jahre alten Schmuck aus Mammutelfenbein: Herstellung und Tragen waren wohl nur auf der Schwäbischen Alb Tradition

08.08.2017
Forschung, Veröffentlichungen
Blick von der antiken Stadt Polonnaurwa in Sri Lankas tropischen Trockenwald. Foto © Patrick Roberts

Menschen verändern seit mindestens 45.000 Jahren die Tropenwälder

Die erste umfassende Studie über die globalen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Tropenwälder zeigt, dass diese Wälder bereits seit mindestens 45.000 Jahren durch menschliche Eingriffe verändert werden. Dieses Ergebnis wirkt der Auffassung entgegen, dass Tropenwälder bis zum Aufkommen der modernen Landwirtschaft und der Industralisierung unberührte Naturgebiete gewesen sind.

07.08.2017
Funde & Befunde

SPK erforscht Herkunft von menschlichen Überresten aus Ostafrika

Im Rahmen eines Pilotprojektes wird die Striftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ab Anfang Oktober die Provenienz von rund tausend menschlichen Schädeln erforschen, die aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika stammen. Das Projekt ist am Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin angesiedelt und wird von der Gerda Henkel Stiftung gefördert.

07.08.2017
Forschung
Prof. Dr. Mattern u. Dr. Rosemarie Cordie (v.r) sowie die Projektmitarbeiter Sascha David Schmitz u. Angelika Kronenberg (v.l.) stellten Minister Wissing (3.v.r.)u. Unipräsident Jäckel das Projekt vor (Peter Kuntz, Uni Trier)

Startschuss für virtuelle Rekonstruktion historischer Stätten

Spaziergänger stehen vor einer Ruine und rätseln, was vor ihnen liegt und wie es vor der Zerstörung einmal ausgesehen haben könnte. ARmob wird dieses Rätsel lösen. "Antike Realität mobil erleben“, so lautet der volle Name, eines von der Klassischen Archäologie der Universität Trier entwickelten Projekts.

06.08.2017
Studium
Wie in der Antike schlägt Eva Ruchti den Buchstaben »R« mit Hammer und Meißel in eine Steintafel. (Foto: Judith Küfner)

Schwielige Hände von Hammer und Meißel

Archäologen rekonstruieren antike Kulturen, indem sie Skulpturen auf Bearbeitungsspuren hin untersuchen. Stein ist aber nicht gleich Stein: In einem Workshop haben Studierende der klassischen Archäologie das an ihren eigenen Händen erfahren.

05.08.2017
Ausgrabungen
Blick auf die Ausgrabungsfläche mit Gruben und weiteren Befunden der slawischen Siedlung. Foto © LDA Sachsen-Anhalt

Slawische und eisenzeitliche Siedlung bei Theißen entdeckt

Bei Ausgrabungen im Zuge des Neubaus der Ortsumfahrung östlich des Zeitzer Ortsteils Theißen (Burgenlandkreis) wurden die Überreste einer ländlichen mittelslawischen Siedlung des 8.-10. Jh. und Siedlungsbefunde aus der Eisenzeit freigelegt. Die ältesten Befunde sind eine Hockerbestattung aus dem Endneolithikum und eine glockenbecherzeitliche umgebettete Bestattung.

04.08.2017
Forschung
Das Stierspiel-Fresko im minoischen Palast von Knossos auf der griechischen Insel Kreta (Das Original befindet sich im Archäologischen Museum Iraklio; <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Lapplaender">Lapplaender</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Knossos - 06.jpg">Knossos - 06</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode">CC BY-SA 3.0 DE</a> )

Alte DNA enthüllt Herkunft von Minoern und Mykenern

Die minoische Zivilisation und ihr Gegenstück auf dem griechischen Festland, die mykenische Zivilisation, waren Europas erste schriftführenden Gesellschaften und die kulturellen Vorfahren des klassischen Griechenlands. Eine kürzlich in Nature publizierte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Minoer nicht kurze Zeit zuvor aus einer fortschrittlichen, entfernt gelegenen Zivilisation einwanderten, sondern tief in der Ägäis verwurzelt sind.

03.08.2017
Forschung
Hinterkopf-Knochen eines anatomisch modernen Menschen der Fundstelle Buran-Kaya III. (© S. Prat)

Mammut und viel Rohkost

Senckenberg-Wissenschaftler haben die Ernährung des anatomisch modernen Menschen untersucht. Sie konnten in ihrer aktuellen Studie widerlegen, dass sich der frühe Homo sapiens-Vertreter flexibler ernährte, als die Neandertaler.

02.08.2017
Forschung
5400 Jahre alter Rinderunterkiefer. (Universität Basel, IPNA, C. Gerling)

Spezialisierte Rinderhaltung schon in der Jungsteinzeit

Schweizer Bauern haben bereits vor 5400 Jahren unterschiedliche Arten der Tierhaltung betrieben. Dies zeigt eine Studie von Forschenden der Universität Basel sowie aus Deutschland und Grossbritannien. Im Fokus der Untersuchung stand die Siedlung «Arbon Bleiche 3» am südlichen Bodenseeufer.

02.08.2017
Malaria-Mücken stachen auf Sardinien schon zu römischen Zeiten zu. (Foto: istockphoto, mit Genehmigung der Universität Zürich)

Nachweis von Malaria schon zu römischen Zeiten

Malaria war auf Sardinien bereits zu Zeiten der Römer verbreitet und nicht erst im Mittelalter. Forschende des Instituts für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich weisen dies anhand eines vor rund 2000 Jahren verstorbenen Römers nach.

02.08.2017
Ausgrabungen
In den Schweizer Alpen wurde 2012 ein rund 4000 Jahre altes Holzgefäß mit Anhaftungen früher Getreidesorten gefunden. (Rolf Wenger, Marcel Cornelissen and Badri Redha, Archaeological Service of the Canton of Bern)

Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box

In einem rund 4000 Jahre alten Holzbehälter, der 2012 in den Berner Alpen gefunden wurde, hat eine Forscherin vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam Überreste früher Weizensorten aus der Bronzezeit entdeckt.

01.08.2017
Studium
Studierende untersuchen mit einem 3D-Scanner Wandmalereien in der AULA der Universität Bamberg. (Tim Kipphan/Universität Bamberg)

Masterstudiengang "Digitale Denkmaltechnologien" startet jetzt

Ob 3D-Objekterfassung, Datenbanken, Mess- und Analysetechnik oder digitaler Modellbau – durch die fortschreitende Digitalisierung wird es auch in der Denkmalpflege immer wichtiger, sich mit digitalen Technologien auszukennen. Um diese neuen Methoden und Kenntnisse zu vermitteln, bieten die Universität Bamberg und die Hochschule Coburg ab dem Wintersemester 2017/18 gemeinsam den Masterstudiengang "M. Sc. Digitale Denkmaltechnologien" an.

26.07.2017
Ausgrabungen
Grabungshelfer vermessen und zeichnen die archäologischen Befunde. Foto: LWL/S. Deiters

Mittelalterliches Gehöft in Velen-Ramsdorf freigelegt

In Velen-Ramsdorf (Kreis Borken) haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bei Ausgrabungen im Vorfeld von Bauarbeiten Reste von Häusern aus dem Mittelalter entdeckt. Auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern standen auf dem geplanten Neubaugebiet einst drei Holzbauten, die zu einem bäuerlichen Gehöft gehörten.

25.07.2017
Ausgrabungen

Im Garten Siedlungsspuren aus 7.000 Jahren gefunden

In Werl haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf einer kleinen Baufläche fast einhundert Befunde entdeckt, die von der Steinzeit bis zum Mittelalter reichen.

25.07.2017
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Durch die Jahrringe des Holzes lässt sich das Fälldatum bestimmen (&copy; Landesamt für Denkmalpflege (LAD))

Der historische Holzweg von Schorndorf

Unter der heutigen Fahrbahn der Wangener Straße in Schorndorf-Oberberken (Rems-Murr-Kreis) in Baden-Württemberg konnten an zwei ca. 35 Meter auseinander liegenden Stellen hölzerne Überreste eines ehemaligen Bohlenweges nachgewiesen werden. Der historische Holzweg konnte von den Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege nun auch datiert werden.

24.07.2017
Ausgrabungen
1989 legten Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen einen Teil der Befestigung frei und stellten hier eine ursprünglich massiv gesetzte Trockenmauer fest. (Foto: LWL/H. Menne)

Überraschung im Bohrkern

LWL-Archäologen datieren Kindelsberg in die Eisenzeit

Der Kindelsberg östlich von Kreuztal im Siegerland ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel. Er ist auch von archäologischem Interesse, da seine Datierung umstritten ist. Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) konnten nun Licht ins Dunkel bringen: Aktuelle Bohrproben ergeben, dass der Kindelsberg nicht aus dem Mittelalter stammt, sondern aus der Eisenzeit. Er ist somit weit über tausend Jahre älter als bisher angenommen und das Siegerland um eine seltene keltenzeitliche Wallburg reicher.

24.07.2017
Personalia
Der neue Leiter des Freilichtmuseums Heuneburg: Klaus Haller (Foto: Klaus Haller)

Klaus Haller neuer Leiter des Freilichtmuseums Heuneburg

Der Osnabrücker Archäologe Klaus Haller hat zum 1. Juli 2017 die Leitung des keltischen Freilichtmuseum Heuneburg – Pyrene in Herbertingen, Landkreis Sigmaringen, übernommen.

23.07.2017
Ausgrabungen
Die Steine am Boden dieser großen Grube deuten darauf hin, dass darin Fleisch und Gemüse gegart wurde. Es ist der erste Befund dieser Art in Westfalen. Foto: LWL/M. Baales

Eisenzeitliche Gargrube in Schwerte ausgegraben

In Schwerte-Wandhofen haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über 2.000 Jahre alte Spuren einer Siedlung aus der Eisenzeit entdeckt. Neben einem Hausgrundriss kam auch eine ungewöhnliche Grube zum Vorschein, in der vermutlich Nahrung gegart wurde. Es ist der erste derartige Befund in Westfalen.

21.07.2017
Denkmalschutz
3D-Scanning: Verschiedene Figuren aus den Höheln der Schwäbischen Alb, (©Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, M. Steffen)

Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb in UNESCO-Welterbeliste aufgenommen

Das UNESCO-Welterbekomitee hat in Krakau die Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura in Baden-Württemberg in die Welterbeliste aufgenommen. Sie sind Fundorte der ältesten mobilen Kunstwerke der Welt. Das Welterbekomitee betonte, dass die Dichte der Funde, die Bedeutung des Ensembles für die Geschichte der Entwicklung der Künste sowie der Beitrag der Stätte zur Erforschung des Jungpaläolithikums weltweit einzigartig sind. Die Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura sind die 42. Welterbestätte Deutschlands.

21.07.2017
Forschung, Ausgrabungen
Beigabe aus dem Grab des Chummose während der Bergung. Bild: LMU

Neue Funde aus dem Goldland der Pharaonen

Bei ihren Ausgrabungen im Sudan fand die Münchner Ägyptologin Julia Budka unter anderem ein Pyramidengrab für einen Goldschmiedemeister, das etwa 1450 vor Christus auf der Nilinsel Sai angelegt wurde. Diese Entdeckung fließt nun ein in eine aktuelle Untersuchung der Folgen interkultureller Kontakte im antiken Ägypten.

21.07.2017
Forschung
Der Schädel des 4.700 Jahre alten neolithischen Hundes aus der Kirschbaumhöhle im Labor, kurz bevor sein komplettes Genom sequenziert wurde. (Foto/©: Amelie Scheu, JGU)

Hunde haben wohl nur einen geographischen Ursprung

Durch die DNA-Analyse zweier prähistorischer Hunde aus Deutschland hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Dr. Krishna R. Veeramah von der Universität Stony Brook, USA, festgestellt, dass ihre Genome wahrscheinlich die Vorfahren moderner europäischer Hunde darstellen. Die Studie legt weiterhin nahe, dass alle heutigen Hunde einen gemeinsamen Ursprung haben und aus einem einmaligen Domestikationsprozess von Wölfen vor 20.000 bis 40.000 Jahren hervorgegangen sind.

21.07.2017
Forschung
Das Kuperbeil des Mannes aus dem Eis (&copy; Südtiroler Archäologiemuseum)

Weitreichende Beziehungen in der Kupferzeit

Das Kupfererz von Ötzis Beil stammt aus der südlichen Toskana. Erste Forschungserkenntnisse darüber waren bereits im vergangenen September 2016 von Prof. Gilberto Artioli von der Universität Padua auf dem Mumienkongress vorgestellt worden, der vom EURAC-Institut für Mumienforschung und dem Südtiroler Archäologiemuseum anlässlich des 25. Auffindejahrtags von Ötzi organisiert worden war. Die Ergebnisse von Artioli und seiner Forschergruppe wurden mittlerweile verifiziert und liegen nun als Publikation in der wissenschaftlichen Zeitschrift PLOS ONE vor.