16.12.2017 - 04:12:42

Von A bis Z

Alphabetisches Register
Für den schnellen Überblick: Das Schlagwortverzeichnis der Artikel und Rezensionen (nur für Clubmitglieder)
Nachrichten > Universität

Mit GPS und Laserscanner

Kategorie: Universität, Studium
17.09.2014 -   LDA BaWü / CS

Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und die Universität Tübingen bilden Studierende in modernsten archäologischen Hightech-Methoden aus. "Die Kooperation zwischen Universität und Landesdenkmalpflege bietet die Möglichkeit für zukünftige Archäologen, modernste Methoden der Feldarchäologie kennenzulernen", sagt der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl.

Das Anwenden modernster Methoden hat in der Archäologie inzwischen einen festen Platz und kann die Ergebnisse archäologischer Feldarbeiten enorm verbessern. Luftgestützte und terrestrische Laserscanner und GPS-Geräte kommen hierbei ebenso zum Einsatz wie hochsensible Systeme zur Vermessung des Magnetfelds im Boden oder Fotodrohnen. Nun haben Studierende die Möglichkeit, diese technischen Methoden in Theorie und Praxis kennenzulernen und zu erproben: Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem eScience-Center, dem Geographischen Institut, der Computergrafik und den archäologischen Disziplinen der Universität Tübingen und dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart findet erstmals eine zweiwöchige "Fieldschool" statt.

Diverse Spezialisten am Landesamt für Denkmalpflege wenden Methoden wie Geländescanning, 3D-Dokumentation und Drohnenfotographie in der archäologischen Denkmalpflege bereits erfolgreich an und werden ihre Fachkompetenz im Rahmen der Fieldschool einbringen. Gemeinsam werden Mitarbeiter unterschiedlicher Universitätsinstitute sowie der Landesdenkmalpflege die jeweiligen Spezialmethoden aus ihren Fachbereichen zusammen mit den Studieren in einem Fundareal, in dem Besiedlungsspuren von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter nachgewiesen sind, in der näheren Umgebung von Ammerbuch-Reusten im Kreis Tübingen einsetzen.

Vorgesehen sind Geländebegehungen, um aufgepflügte archäologische Zeugnisse im Ackerland zu finden und um archäologische Luftbildbeobachtungen sowie Auffälligkeiten im Laserscan aus der Luft zu prüfen. Weiterhin sollen Methoden der Geophysik, GPS-Vermessung und Drohnen zur Erkundung und Dokumentation von im Boden verborgenen Strukturen angewendet werden.

Geleitet wird das Vorhaben von Seiten der Denkmalpflege von Dr. Jörg Bofinger und von Seiten der Universität von Dr. Matthias Lang vom eScience-Center. Das eScience-Center der Universität ist eine zentrale Einrichtung zur Unterstützung geisteswissenschaftlicher Forschung mit digitalen Methoden und wurde mit Mitteln der Exzellenzinitiative aufgebaut.