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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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29.07.2016
Ausstellungen
Die Bestattungen liegen in unmittelbarer Nähe der Bauernkirche in Iserlohn. Die Ausgrabungen begleiteten Bauarbeiten für eine Neugestaltung des angrenzenden Platzes. Foto: LWL/Baales

Bauarbeiten förderten Skelette zutage

LWL-Archäologen untersuchen Bestattungen an der Bauernkirche in Iserlohn

Ein Verstorbener hatte einen Knochenfortsatz am Oberschenkel - vermutlich von einem Bruch oder einer Krankheit. Einem anderen war ein Menschenschädel auf die Brust gelegt worden. Ein weiterer hatte kaum noch Zähne im stark zurückgebildeten Unterkiefer. Die Bauarbeiten auf dem Fritz-Kühn-Platz in Iserlohn mit der sogenannten Bauernkirche gaben den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) jetzt interessante Einblicke in die Gesundheit und in das Alltagslebeben der Iserlohner im 18. Jahrhundert. Die Skelette werden demnächst anthropologisch näher untersucht.

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29.07.2016
Forschung
Elemente der römischen Siphon-Wasserleitung bei Patara: Jeder Stein wiegt rund 800 Kilogramm (Foto/©: Cornelis Passchier, JGU)

Kalkablagerungen geben Aufschluss über Klima zu Zeiten Neros

Kalkablagerungen von einem Aquädukt, der die antike Hafenstadt Patara im Südwesten der Türkei mit Wasser versorgte, geben Aufschluss über das Klima während der Herrschaft des römischen Kaisers Nero. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben die Ablagerungen in zerbrochenen Keramikleitungen untersucht, die neben der Brücke gefunden wurden. Die zwei Zentimeter dicken Kalkschichten bildeten sich demnach im Laufe von 17 Jahren.

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29.07.2016
Ausgrabungen
Der älteste Balinger (Quelle: LAD)

Überreste des bisher »ältesten Balingers« gefunden

Bei Ausgrabungen in Balingen (Zollernalbkreis), die wegen der Umverlegung eines Parkplatzes notwendig wurden, fanden Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg erstmals frühmittelalterliche Siedlungsbefunde. Bisher waren von dort nur Grabfunde aus dieser Zeit bekannt. Außerdem stießen die Ausgräber bei den Untersuchungen auf die bisher ältesten menschlichen Überreste am Ort: eine Bestattung aus der Zeit zwischen 3.500 und 2.000 v. Chr.

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29.07.2016
Veröffentlichungen
Die vermutete Fundstelle des eiszeitlichen Löwenmenschen im 3D-Modell der Vogelherdhöhle im Lonetal. © LAD

Die »Höhlen der ältesten Eiszeitkunst« in 3D

In Höhlen der Schwäbischen Alb wurden die weltweit ältesten Nachweise von figürlicher Kunst und Musik gefunden. Sechs dieser Fundstellen und ihr Umfeld in Ach- und Lonetal sollen aufgrund der weltweit einzigartigen archäologischen Fundlandschaft auf die Welterbeliste der UNESCO gesetzt werden. Im Zusammenhang mit dem Welterbeantrag werden die Höhlen dreidimensional dokumentiert. Sozusagen als Nebenprodukt der Dokumentationsarbeiten können bisher vier der Höhlen auch online virtuell begangen werden. Seit der Erstpräsentation vor zwei Jahren sind 3D-Modelle der Sirgensteinhöhle und des Vogelherds neu hinzugekommen.

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29.07.2016
Denkmalschutz

Zwölf weitere Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste

Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner 40. Sitzung in Istanbul am 17.7.2016 zwölf weitere Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu zählt auch das Werk Le Corbusiers mit zwei Häusern der Stuttgarter Weissenhofsiedlung.

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23.07.2016
Funde & Befunde
Mit diesem Werkzeug aus Mammutelfenbein stellten die modernen Menschen vor 40.000 Jahren Seile und Schnüre her. Foto: © Universität Tübingen

Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung

Archäologen der Universität Tübingen präsentieren gut erhaltenen Fund aus Mammutelfenbein – Test an der Universität Lüttich bestätigt Funktion

Schon vor 40.000 Jahren haben Menschen ein spezielles Werkzeug zur Herstellung von Seilen genutzt. Wie Professor Nicholas Conard und seine Grabungsmannschaft von der Universität Tübingen am Freitag berichteten, wurde bei Ausgrabungen im »Hohe Fels« auf der Schwäbischen Alb ein gut erhaltenes Exemplar dieses Werkzeugs gefunden. Das sorgfältig geschnitzte Stück aus Mammutelfenbein ist 20«4 Zentimeter lang und diente dazu, Pflanzenfasern zu Seilen zu drehen, wie Tests an der Universität Lüttich in Belgien zeigten.

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23.07.2016
Forschung, Veröffentlichungen
Der Eingang zur Yoram Höhle liegt in einer fast senkrecht aufragenden Felswand rund vier Meter oberhalb eines schmalen Pfades. Foto: Ehud Weiss / Credit: Nature genetics, DOI: 10.1038/ng.3611

Steinzeitliches Getreide: Gerstengenom aus 6.000 Jahre alten Samen entschlüsselt

Erstmals ist es einem internationalen Forschungsteam gelungen, das Genom uralter Gerstensamen zu entschlüsseln. Die Samen wurden aus einer Höhle in der Nähe des Toten Meers geborgen und sind rund 6.000 Jahre alt. Es handelt sich damit um das älteste bislang rekonstruierte Pflanzengenom. Genetisch unterscheidet sich die steinzeitliche Gerste kaum von heutigen, lokalen Gerstensorten in Ägypten und der südlichen Levante. Damit stützen die neuen Ergebnisse die Hypothese, dass die Domestikation der Gerste im Oberen Jordantal ihren Ursprung hat.

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23.07.2016
Ausgrabungen
Die Ausgrabungsfläche aus der Luft: Viel Stadtgeschichte auf kleinem Raum. Foto: EggensteinExca

Ein 400-Quadratmeter-Zeitfenster zur Stadtentwicklung in Hamm

Spuren aus der Zeit der Stadtgründung, der ersten Häuser, einer verheerenden Brandkatastrophe und von bürgerlicher Wohnbebauung dokumentieren die wechselvolle Entwicklung der Stadt Hamm. Mit den Untersuchungen an der Königstraße 39, die jetzt beendet wurden, haben die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Hammer Stadtgeschichte um einige Aspekte ergänzt.

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23.07.2016
Ausgrabungen
Überblick über die Grabungsfläche: Im Vordergrund ist der Keller eines Hauses aus dem 15. Jahrhundert zu sehen, darüber liegt die ehemalige Klostermauer aus dem 17. Jahrhundert. In der Mitte der Betonbau eines Bier- bzw. Eiskellers einer Gastwirtschaft, die bis zur unmittelbaren Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hier gestanden hat. Foto: LWL/Manz

Blick in 2.000 Jahre Stadtgeschichte zum Volksfest

Ausgrabung am Landeshospital fördert zum Libori-Fest 2.000 Jahre Paderborner Geschichte zu Tage

Pünktlich zu Libori, einem der ältesten und größten Volksfeste in Deutschland, haben die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) jetzt die Ausgrabungen auf einem Grundstück am ehemaligen Landeshospital beendet und können das historische Festtreiben mit 2.000 Jahren Paderborner Siedlungsgeschichte ergänzen. Bis in die vorrömische Eisenzeit reichen die Spuren der ältesten Bewohner an dieser Stelle zurück. Gewerbetreibende, Schmiede, die Entwicklung der Wohnbebauung vom ersten bürgerlichen Steinhaus über das Kapuzinessen-Kloster bis zur Gastwirtschaft: An der Ecke Kisau/Spitalmauer spielte sich die ganze Bandbreite des städtischen Alltags ab.

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23.07.2016
Denkmalschutz
Neben den Parteienantworten im Wortlaut sowie in einer knappen Synthese hat die DGUF getrennt davon auch eine Einordnung und Bewertung dieser Positionen vorgenommen. Eine schnelle Übersicht über die fachliche Einschätzung der DGUF bietet diese stark vereinfachende Grafik. Quelle: DGUF

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Die Archäologie-Wahlprüfsteine

Welche Position vertreten die Parteien in Sachen Archäologische Landesmuseum, Verursacherprinzip und Personalausstattung?

Am 8. Juni baten die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. (DGUF) und ihre Partner die für den Landtag kandidierenden Parteien um Stellungnahmen zu fünf drängenden Fragen zur Zukunft der Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt sind die Reaktionen eingegangen und ausgewertet.

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15.07.2016
Funde & Befunde
Auf den ersten Blick unscheinbar, aber mit wichtigem archäologischen Inhalt: Dieser Levallois-Kern ist ein Produkt des Neandertalers. Foto: LWL/H. Menne

Neandertaler im Kreis Olpe

Heimatforscher findet den ersten Nachweis für den Neandertaler

Für ungeübte Augen sieht er aus wie ein schlichter dunkelgrauer Stein. Bei den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sorgt er jetzt für mehr als bloße Begeisterung. Das gerade einmal acht Zentimeter lange Stück Kieselschiefer trägt eine kleine Sensation in sich, ist es doch ein Werkzeug des Neandertalers. Damit ist dieser Stein, den die Fachleute als »Levallois-Kern« bezeichnen, der erste Nachweis für den Neandertaler im Kreis Olpe. Entdeckt haben ihn weder hochmoderne Techniken noch die bei »Schatzjägern« aktuell besonders gefragten Metallsonden, sondern schlicht die geübten Augen von Heimatforscher Gilbert Schmelter.

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15.07.2016
Denkmalschutz

Neun neue Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste

Das UNESCO-Welterbekomitee hat heute auf seiner 40. Sitzung in Istanbul neun neue Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu gehören die Ausgrabungsstätte von Nalanda Mahavihara in Indien, die antike Stätte von Philippi in Griechenland, das persische Qanat-Bewässerungssystem im Iran und die archäologische Stätte von Ani in der Türkei. Erstmals auf der Welterbeliste vertreten sind die Föderierten Staaten von Mikronesien mit Nan Madol, einem zeremoniellen Zentrum in Ostmikronesien.

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15.07.2016
Veröffentlichungen
Das kostenlose Download-Angebot der Publikations-Reihe »Archäologie in Westfalen-Lippe« ist besonders gefragt. Foto: LWL

Große Resonanz für Open Access Publikationen

Zugriff auf Online-Version der LWL-Archäologie-Publikationen übertrifft Erwartungen

Forschung dient immer auch der Allgemeinheit. Deshalb sollten Forschungsergebnisse für alle schnell, frei und unkompliziert zugänglich sein. Die neuen Medien bieten hier auch für die Archäologie ganz neue Möglichkeiten, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als eines der ersten Landesämter wahrgenommen hat. Die Resonanz auf die Publikationsangebote im Internet übertrifft seitdem alle Erwartungen.

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14.07.2016
Forschung, Veröffentlichungen
Der fruchtbare Halbmond (schattiert) vor dem Hintergrund einer politischen Karte. Angezeigt sind die archäologischen Fundorte der neolithischen Periode im Iran (blau), aus denen prähistorische Genome gewonnen wurden, sowie Fundorte aus der nördlichen Ägäis (rot), deren Bewohner die Vorfahren der ersten europäischen Bauern waren, die aber nicht mit der iranischen Gruppe verwandt waren. Abb. © Joachim Burger, JGU

Steinzeit-Genome aus Zagrosgebirge zeigen verschiedene Abstammungslinien für Europäer und Südasiaten

Prähistorische Genome der weltweit ersten Bauern analysiert: Neolithische Zagros-Siedler waren Vorfahren heutiger Menschen in Südasien, jedoch nicht der ersten Bauern in Europa

Eine der ersten steinzeitlichen Kulturen, die Ackerbau betrieben, lebte im Zagrosgebirge, einer Region im heutigen Iran, die im östlichen Teil des Fruchtbaren Halbmondes liegt. Diese bislang unbekannte Bauernpopulation gehört jedoch nicht zu den Vorfahren der ersten Bauern Europas und ebenso wenig zu den Ahnen moderner Europäer. Allerdings zählen diese Steinzeitmenschen aus dem Zagrosgebirge zu den Vorfahren der meisten modernen Südasiaten. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Palaeogenetikern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) anhand von Genomanalysen. Demnach zeigen sich vor allem Ähnlichkeiten der Zagros-Population mit der heutigen Bevölkerung Pakistans und Afghanistans, ganz besonders aber zu iranischen Zoroastriern.

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12.07.2016
Forschung, Veröffentlichungen
Der fossile Fußabdruck eines Homo erectus ist von dem einen modernen Menschen kaum zu unterscheiden. Foto © Kevin Hatala

Homo erectus ging wie wir

1,5 Millionen Jahre alte Fußabdrücke geben Einblicke in das Leben von Frühmenschen

Fossile Knochen und Steinwerkzeuge verraten uns viel über die menschliche Evolution. Doch wie sich unsere Vorfahren zum Beispiel fortbewegten oder miteinander interagierten lässt sich daraus kaum ableiten. Unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der University of Washington entdeckte ein internationales Forscherteam im Norden Kenias Fußspuren von Homo erectus, die die Fortbewegungsmuster und Gruppenstrukturen dieser Urmenschen hervorragend dokumentieren. So fanden die Forscher mithilfe neuester Analysemethoden heraus, dass die Gangart vom Homo erectus der des modernen Menschen stark ähnelt. Darüber hinaus belegen die Forscher anhand der Fußabdrücke ein Sozialverhalten, das mit dem moderner Menschen vergleichbar ist.

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12.07.2016
Veröffentlichungen
Die Inventarbücher des RGZM sind online zugänglich. Bild: Screenshot der RGZM-Webseite

Inventarbücher des Römisch-Germanischen Zentralmuseums jetzt online zugänglich

Transparenz durch unmittelbaren Einblick in die Museumsarbeit des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) erhält die interessierte Öffentlichkeit über eine Datenbank auf der Webseite des am RGZM angesiedelten Leibniz-Forschungsinstituts für Archäologie. Nach mehr als einem Jahr Vorbereitung ist der Onlinezugang zu den seit Mitte des 19. Jahrhunderts geführten und nahezu vollständig erhaltenen Inventarbüchern gesichert.

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09.07.2016
Forschung
Die unterschiedlichen Kategorien menschlicher Bearbeitung an den Knochen aus den Goyet-Höhlen: Femur I (links) zeigt Schlagspuren und Femur II (rechts) Schnittmarken. Femur III zeigt zudem Spuren, die bei der Bearbeitung von Steinwerkzeugen entstehen. (Foto: Royal Belgian Institute of Natural Sciences)

Kannibalismus unter den späten Neandertalern?

Ein Forscherteam unter Tübinger Beteiligung entdeckt an Funden aus den Höhlen von Goyet in Belgien zudem Hinweise auf Gebrauch der Menschenknochen als Werkzeuge.

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08.07.2016
Ausgrabungen
Hochmittelalterliches Steinwerk während der Ausgrabung in Schmalkalden, im Hintergrund eine frühneuzeitliche Zisterne. Foto: Ch. Bickel, TLDA, Römhild

Neue archäologische Erkenntnisse zur Stadtentwicklung Schmalkaldens

800-jährige Siedlungskontinuität

Seit April 2016 finden in Schmalkalden archäologische Untersuchungen auf dem ca. 1800 m² großen Grundstück Hoffnung 3–5 durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) statt. Die Lage im Altstadtbereich und im Umfeld des Judenviertels bzw. der 2015 entdeckten Mikwe in der Hoffnung 38 waren von Anfang an vielversprechend – und wurden nun sogar noch übertroffen.

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08.07.2016
Denkmalschutz
Original des Pantherweibchens links, Replik rechts (THD Prof. Maxzin)

Technische Hochschule Deggendorf erstellt ungewöhnliche Nachbildung einer Bronze-Statuette

König Maximilian II. von Bayern liebte das Reisen. So führte ihn sein Weg auch über die Alpen gen Süden, von wo er sich gewiss Andenken an den Hof mitgebracht haben wird. Vermutlich zählt dazu ein bronzenes Pantherweibchen, das ab Mitte des 19. Jahrhunderts in einer Vitrine auf der Roseninsel im Starnberger See zu sehen war. Durch den Einsatz aktueller innovativer Verfahrenstechniken gelang Forschern des 3D-Labors der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) unter der Leitung von Prof. Joerg Maxzin jetzt die ungewöhnliche Nachbildung des Pantherweibchens.

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05.07.2016
Forschung

Glücksfall öffnet Tür ins mittelalterliche Trier

Video-Serie: Verschollenes Dokument liefert neue Informationen

Die Wiederentdeckung der verschollenen Handschrift mit dem Trierer »Zins- und Hypothekenregister« von 1347 bis 1406 im Mai 2012 hat eine Fülle von bislang unbekannten Informationen über die Stadt Trier im Spätmittelalter zutage gefördert. Für Historiker der Universität Trier war der Fund ein Glücksfall. Ihre Arbeit und ihre Erkenntnisse werden nun in einer Video-Dokumentation vorgestellt.

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01.07.2016
Ausgrabungen, Funde & Befunde
Gefunden auf dem antiken Schlachtfeld in Kalkriese: Acht Goldmünzen. Foto: Hermann Pentermann, Varusschlacht im Osnabrücker Land

Acht Goldmünzen in Kalkriese gefunden

Archäologen vermelden herausragenden Fund

Bei den seit sechs Wochen laufenden Ausgrabungen im Museumspark Kalkriese sind die Forscher auf einen kleinen Schatz getoßen: Acht prägegleiche Goldmünzen vom Typ Gaius/Lucius hat der Boden dort freigegeben. Die Aurei wurden in den Jahren zwischen 2 v. Chr. und 4/5 n. Chr. geprägt und zählen zu den Schlussmünzen, d.h. den jüngsten Prägungen vor der Varusschlacht.

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01.07.2016
Ausstellungen
Das letzte i-Tüpfelchen wird unter den Augen von LWL-Direktor Matthias Löb (oben links), Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp (oben rechts) von den Handwerkern und Schreinern Bernhard Terhalle (unten links) und Stefan Witte (unten rechts) angebracht: Die Bauinschrift für den Nachbau des Westtores, der Holz-Erde-Mauer, der Inklusionsrampe und der vorgelagerten Spitzgräben - natürlich auf Latein. Foto: LWL/Burgemeister

Eröffnung der LWL-Römerbaustelle Aliso

Geplant haben mehrere Generationen von Ausgräbern, Museumsleitern und Archäologen die Rekonstruktion der Befestigung eines der größten römischen Militärkomplexe und der geplanten Machtzentrale Roms im rechtsrheinischen Germanien. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Realisierung geschafft und eröffnete am Mittwoch in Haltern am See die Römerbaustelle Aliso mit dem Nachbau des Westtores, der vorgelagerten Spitzgräben, der angrenzenden Holz-Erde-Mauer und einer inklusionsgerechten Zugangsrampe.

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01.07.2016
Personalia
Für seine Studien über mittelalterliche Schwerter in Westfalen wurde der Archäologie Dr. Ulrich Lehmann ausgezeichnet. Foto: LWL

Auszeichnung für Studien zu westfälischen Schwertern

Dr. Ulrich Lehmann erhält LWL-Preis für westfälische Landeskunde

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am vergangenen Montag (27.6.) seinen mit 3.100 Euro dotierten Preis für westfälische Landeskunde an Dr. Ulrich Lehmann verliehen. Der Archäologe erhält die Auszeichnung für seine Studien zu frühmittelalterlichen Waffen in Westfalen.

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01.07.2016
Ausstellungen
Wanderausstellung »PIPELINE:ARCHÄOLOGIE«. Foto: Thomas Köhler

Standortanalyse für Archäologisches Landesmuseum in Mecklenburg-Vorpommern liegt vor

Die Landesregierung treibt die Pläne für die Gründung eines Archäologischen Landesmuseums weiter voran. Ein Gutachten hat neun mögliche Standorte in Mecklenburg-Vorpommern genauer unter die Lupe genommen und sie im Hinblick auf die Erreichbarkeit, Infrastruktur, Chancen und Risiken näher untersucht sowie eine Konkurrenzanalyse vorgenommen.

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24.06.2016
Ausgrabungen
Grabungsübersicht mit Blick auf die Kirchhofsmauer mit einem vorgesetzten Stützpfeiler. Foto: LWL/J. Glaw

Ausgrabung am Alten Kirchplatz mit Überraschungen

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Gütersloh das bislang älteste Haus der Stadt aus dem 12. Jahrhundert entdeckt. Nicht nur die Mauer des Kirchhofes war im Keller als Wand verbaut. Auch die Schieferplatten des ersten Daches, Reste der Glasfenster und Bruchstücke der mittelalterlichen Tonpfeifen der Bewohner tauchten unter den Werkzeugen der Fachleute in einem Haus am Kirchplatz 11 in Gütersloh auf. Noch tiefer im Boden waren die Pfostenspuren eines Baus aus dem 12. Jahrhundert verborgen.

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24.06.2016
Forschung
Der Nachwuchschemiker Ferdinand Drünert von der Universität Jena fand eine mögliche Antwort für die Trübung von rot-opakem Glas aus dem 15. Jahrhundert. Anne Günther / FSU

Das geheimnisvolle rote Glas

Bei Ausgrabungen im Umfeld einer Glashütte im Taunus fanden die Archäologen um Dr. Peter Seppuhn in den Jahren 2001-2005 haufenweise rote, undurchsichtige Glasscherben aus dem 15. Jahrhundert. Der Herstellungsprozess dieser Glasart blieb lange Zeit ein Rätsel. Nun liefert die Arbeit des Doktoranden aus Jena eine mögliche Erklärung. Seine Untersuchungen wurden kürzlich mit dem »R. E. Taylor-Award« ausgezeichnet.

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21.06.2016
Denkmalschutz, Aus aller Welt
Überblick über die Restaurierungsarbeiten im Peristylhof von Wohneinheit 2 des Hanghauses 2 in Ephesos. Foto: CCA

Mosaiken in neuer Farbenpracht

Restauratoren aus Jordanien, Tunesien und Libyen zur Weiterbildung in Ephesos

An dem fünfjährigen Kursprogramm, das auf Initative des Ephesus Foundation eingerichtet wurde, nahmen 15 Restauratoren aus fünf Nationen teil. Zum Abschluss des Programms restaurierten die Teilnehmer, die künftig in ihren Heimatländern eine neue Generation von Restauratoren ausbilden sollen, zahlreiche gefährdete Mosaiken im sog. Hanghaus 2.

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19.06.2016
Ausstellungen, Forschung
Raumakustische Simulation einer Ansprache auf dem Forum aus 50 m Distanz. Bild © digitales forum romanum

Forscherteam macht Ansprachen auf dem antiken Forum hörbar

Interdisziplinäres Projekt am Exzellenzcluster »Bild Wissen Gestaltung« entwickelt virtuelle Modelle der politischen Kommunikation im Alten Rom

Zentrale Bühne für die öffentliche Kommunikation in der Antike waren die großen Platzanlagen in den Städten – wie etwa die Agora in Athen oder das Forum Romanum in Rom. Hier wurden in öffentlichen Ansprachen alle wichtigen und staatspolitisch relevanten Themen der Bürgerschaft bekannt gegeben, um dann von Mund zu Mund ihren Weg weiter in die Stadt zu nehmen. Wie aber können und sollen wir uns solche Ansprachen vor dem Volk vorstellen? Wie gut waren die Politiker damals hörbar? Und wie viele Bürger auf dem Platz konnten die Ansprachen überhaupt hören?

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17.06.2016
Personalia, Ausstellungen
Dr. Thomas Otten ist seit dem 1. Juni der neue Leiter der Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum. Foto: Uwe Weiser / LVR

Museumsdirektor der Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum im Amt

Der Archäologe Dr. Thomas Otten hat am 1. Juni seinen Dienst als neuer Leiter der Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum aufgenommen. Der 49jährige verantwortet die Konzeption des derzeit im Bau befindlichen Museums. Mit Eröffnung des Hauses im Jahr 2019 wird er zum Gründungsdirektor. Otten löst Dr. Martin Müller, Direktor des LVR-Archäologischen Parks Xanten, ab, der fast zwei Jahre lang als stellvertretender Projektleiter die Anfangsphase der Museumskonzeption gesteuert hat.

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17.06.2016
Forschung
Der bronzezeitliche Patient hat die Operation überlebt: bei dieser Trepanation wurde der Schädel mittels Schabetechnik geöffnet. Foto: DAI / J. Gresky

Rituelle Schädeloperationen in der Bronzezeit?

Ein deutsch-russisches Team entdeckte in Südrussland 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen (Trepanationen). Anthropologen des Deutschen Archäologischen Instituts vermuten rituelle Gründe für die hoch riskante Operation mit einfachsten Mitteln. Die Überlebenschancen standen aber offenbar dennoch gut - die meisten Patienten, deren Überreste die Forscher im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Studie untersuchten, hatten den Eingriff überlebt.

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