25.09.2016 - 14:26:50

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Sie suchen Berichte über neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse? Interessieren sich für Nachrichten aus den Universitäten, aktuellen Informationen zu Ausstellungen sowie Studium & Beruf? Dann sind Sie hier richtig!

Hier finden Sie aktuelle Kurznachrichten aus allen Bereichen der Archäologie. Zu einigen der hier aufgeführten Nachrichten stehen auch ausführlichere Berichte in unserer Rubrik Fundpunkt bereit.

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23.09.2016
Forschung, Tagungen
Der Similaun Gletscher (© Südtiroler Archäologiemuseum/Lukas Aichner)

Internationaler Mumienkongress mit neuen Erkenntnissen zu Ötzi

Das Kupfer von Ötzis Beilklinge stammt nicht – wie bisher angenommen ‐ aus dem Alpenraum, sondern wurde aus südtoskanischem Erz gewonnen. Ötzi war wahrscheinlich nicht in den Prozess der Metallverarbeitung eingebunden, wie es erhöhte Arsen‐ und Kupferwerte in seinen Haaren bislang vermuten ließen. Seine Ermordung vor über 5.000 Jahren scheint auf eine persönliche Konfliktsituation Tage vor seinem Tod zurückzugehen, und der Mann aus dem Eis litt trotz Normalgewichts und viel Bewegung unter etlichen Gefäßverkalkungen. Diese und andere neue Erkenntnisse präsentieren Wissenschaftler aus aller Welt in diesen Tagen auf dem internationalen Mumienkongresses in Bozen. Zum 25. Jubiläum von Ötzis Entdeckung waren alle drei Kongresstage, vom 19. ‐ 21.9.2016, dem Mann aus dem Eis gewidmet.

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23.09.2016
Tagungen
Prof. Dr. Rind und Dr. Bernhard Stapel, beide LWL-Archäologie für Westfalen, in der Diskussion. (Foto: LWL)

Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung

Von Sonntag bis Mittwoch dieser Woche fand in Münster die 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung (NDWV) statt. Rund 360 Teilnehmer - darunter Archäologen aus der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Schweden und Estland - waren zu Gast. 131 Vorträge deckten ein breites Spektrum an Themen ab. Unter dem Motto "Archäologische Defizite - Forschungslücken, methodische Grenzen oder Abbilder historischer Wirklichkeit?" wurden offene Fragen der Forschung beantwortet und neue Projekte geplant.

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23.09.2016
Ausgrabungen

Ausgrabung von Kultanlage bei Quedlinburg abgeschlossen

Durch mehrjährige Ausgrabungen konnten Archäologen der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zeigen, dass eine kreisförmige Kultanlage mit einem Durchmesser von 98 Metern aus der frühen Jungsteinzeit (ca. 4800 v. Chr.) in der Nähe von Quedlinburg vermutlich der Himmelsbeobachtung diente.

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20.09.2016
Forschung
Eingang zur Grotte du Renne (rechts). (© M. Hardy)

Paläoproteomik hilft bei der Unterscheidung zwischen modernem Menschen und Neandertaler

Forscher entschlüsseln uralte Proteine von Neandertalern aus dem Châtelperronien

Für die Beantwortung der Frage, was für Fähigkeiten die Neandertaler besaßen und warum sie ausgestorben sind, nimmt die archäologische Kultur des Châtelperronien eine Schlüsselstellung ein. Trotz intensiver Forschung blieb jedoch unklar, wer die Châtelperronien-Kultur geschaffen hatte: der moderne Mensch oder der Neandertaler. Bislang gab es keine direkten molekularen Daten für Neandertaler im Zusammenhang mit dem Châtelperronien. Um dieses Problem zu lösen, hat sich ein internationales Forscherteam jetzt aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Proteinanalyse zunutze gemacht und in Kombination mit zahlreichen weiteren Belegen zeigen können, dass während des Châtelperronien Neandertaler die Grotte du Renne, eine archäologische Stätte im nördlichen Zentralfrankreich, bewohnten.

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19.09.2016
Ausgrabungen
Luftbild von Khirbet al-Jabariya (R. Bewley/APAAME)

Prähistorische Befestigungsanlagen in Jordanien entdeckt

Im Rahmen eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes erforscht die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts seit 2010 die Basaltwüste im Nordosten Jordaniens. Dabei wurden unter anderem befestigte Siedlungen entdeckt, die im frühen bis mittleren vierten Jahrtausend v. Chr. auf Vulkanen in dieser Region errichtet wurden und somit zu den frühesten Befestigungen in Vorderasien zu zählen sind.

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19.09.2016
Ausgrabungen
Eine der beiden neuen, langschmalen linienbandkeramischen Gruben in Werl. (Foto: LWL-AfW/M. Baales)

Weitere bandkeramische Spuren in Werl

Werl im Kreis Soest entwickelt sich zu einem ergiebigen Fundort für die Relikte der frühen Jungsteinzeit. Archäologen haben hier jetzt erneut Zeugnisse aus dieser Epoche entdeckt. Das deutet auf eine dichte Besiedlung der Hellwegregion insgesamt durch die ersten Bauern hin, denn hier könnte eine weitere Siedlung der so genannten linienbandkeramischen Epoche existiert haben, vermuten die Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

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13.09.2016
Forschung
Sitz der Einstein Stiftung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Foto ©Angelika Fischer

Neues Einstein-Zentrum in den Altertumswissenschaften

In Berlin wird es mit »Chronoi« ab 2018 das erste geisteswissenschaftliche Einstein-Zentrum geben. Das von der Einstein Stiftung Berlin für fünf Jahre geförderte Zentrum setzt die international einzigartige institutionenübergreifende Zusammenarbeit in den Berliner Altertumswissenschaften fort. Thematischer Schwerpunkt sind »Zeit und Zeitbewusstsein«.

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11.09.2016
Ausgrabungen
Das Luftbild zeigt den vollständig freigelegten mittelalterlich-neuzeitlichen Kellergrundriss an der Königsstraße. Foto: EggensteinExca/G. Eggenstein

Kellergrundriss, Brandspuren und markante Keramikscherben

Archäologische Funde in der Briloner Altstadt reichen zurück in die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg

Spuren eines Brandes, ein Keller mit Treppenzugang aus der Zeit vor dem 17. Jahrhundert und Hinweise auf die Wirren des Dreißigjährigen Krieges: Das sind die Zeugnisse der Vergangenheit, die Archäologen für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Brilon dokumentiert haben. Ein überraschendes Ergebnis für die dicht besiedelte Innenstadt, das den LWL-Archäologen Einblick in das Mittelalter und die frühe Neuzeit in diesem bisher nur schlecht erforschten Gebiet gibt.

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09.09.2016
Veröffentlichungen
Altorientalist Prof. Dr. Norbert Nebes und sein Team von der Uni Jena machen altsüdarabische Texte wie diese steinerne Inschrift in einem Online-Wörterbuch der Öffentlichkeit zugänglich. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Alte Sprache wird im Internet lebendig

Sabäisches Wörterbuch der Universität Jena ist online

Das Sabäische wird ähnlich wie Latein oder Altgriechisch nicht mehr gesprochen. Genau genommen weiß man heute gar nicht genau, wie es klang, wenn sich zwei Bewohner des Südens der Arabischen Halbinsel vor fast 2.000 Jahren unterhielten, da die Sabäer Vokale in ihrem Alphabet nicht ausgedrückt haben. Dank der Orientalisten der Friedrich-Schiller-Universität Jena erwacht die Sprache der Sabäer aber nun zu neuem Leben, und zwar – wie es sich für das 21. Jahrhundert gehört – im Internet.

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09.09.2016
Ausgrabungen
Ausgrabung am Kapellenberg bei Hofheim am Taunus. Foto: J.Vorrath / Stadt Hofheim (2016)

Wallanlage am Kapellenberg im Fokus

Auch 2016 gräbt ein Team von Archäologen wieder am 6.000 Jahre alten, jungsteinzeitlichen Fundplatz auf dem Kapellenberg bei Hofheim am Taunus. Die siebte Grabungskampagne auf der etwa 45 Hektar großen Wallanlage startete am 15. August und konzentriert sich auf die Wallanlage am Plateau des Meisterturms. Sie wird von Studenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Goethe-Universität Frankfurt in einer Zusammenarbeit zwischen dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM) und der hessenARCHÄOLOGIE durchgeführt.

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09.09.2016
Denkmalschutz, Tagungen
Konferenzteilnehmer vor der Zenrale des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin. Foto: Irmgard Wagner, DAI

Internationale Experten berieten in Berlin über den Schutz des irakischen Kulturerbes

Mit der Konferenz »Iraqi Medieval and Historical Architecture. Deliberate Destruction and Challenges for Conservation and Restoration« knüpfte das Deutsche Archäologische Institut in der vergangenen Woche einmal mehr an seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit irakischen Institutionen auf dem Gebiet des archäologischen Kulturerhalts an.

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09.09.2016
Ausgrabungen
Auch ein neuzeitlicher Knopf gehört zu den Funden aus dem Tagebau von Profen. Foto @ LDA Sachsen-Anhalt

Über 2.000 Jahre alte Siedlung bei Ausgrabungen im Tagebau Profen entdeckt

Auch während der jüngsten archäologischen Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt gibt die Region um den Tagebau Profen wieder Zeugnisse aus der Vergangenheit preis.

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09.09.2016
Forschung
Pestopfer - junge Frau und junger Mann, die auf dem Friedhof von Altenerding-Klettham gemeinsam bestattet wurden mit Grabbeigaben (nicht maßstabsgetreu). © Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie München / Archäologische Staatssammlung München

Dem Erreger der Justinianischen Pest auf der Spur - Erste komplette Genom-Rekonstruktion

Einem deutschen Forscherteam ist es jetzt erstmals gelungen, das Genom des Erregers der Justinianischen Pest vollständig zu rekonstruieren. Anhand von Proben aus einem bereits vor 50 Jahren in Süddeutschland geborgenen Skelett konnten die Wissenschaftler um Johannes Krause und Michal Feldman vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena sowie Michaela Harbeck von der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie in München neue Einblicke in evolutionäre Schlüsselereignisse, Adaptionen und die Pathogenität eines Bakteriums gewinnen, das bis heute in vielen Teilen der Welt zu Pestausbrüchen führt.

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05.09.2016
Ausgrabungen
Grabungsmitarbeiter Sven Schelhammer legt das erste Hausfundament in nur 30 cm Tiefe frei. (Foto: LWL/Eggert)

Die Ursprünge der Stadt Büren

Mehr als 800 Jahre zurück reicht die Geschichte der Stadt Büren in Nordrhein-Westfalen. Archäologisch erforscht ist diese Vergangenheit bislang noch nicht. Jetzt allerdings haben die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erstmals die Gelegenheit, einen Blick in den Boden und damit auf die Zeugnisse der 1195 gegründeten Altstadt zu werfen. Auf einem Grundstück an der Bertholdstraße 3 öffnen sie aktuell ein Zeitfenster, das fast 300 Jahre lang unberührt geblieben ist.

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05.09.2016
Ausgrabungen, Forschung
Flechtwerkmatte aus Ästen im Böschungsbereich der Fahrrinne des Karlsgrabens, die offenbar zur Stabilisierung des Untergrunds diente. (Foto: Lukas Werther/FSU)

Nördlichster Teil des Karlsgrabens aus der Zeit Karls des Großen nachgewiesen

Der Karlsgraben ist das bedeutendste und ambitionierteste Infrastrukturprojekt des frühen Mittelalters in Zentraleuropa: Karl der Große wollte im Jahr 793 einen durchgehenden Schifffahrtsweg zwischen Rhein und Donau schaffen. Der etwa drei Kilometer lange Kanal ist eines der größten Bodendenkmäler Süddeutschlands. Nun liefern aktuelle Ausgrabungen einer Forschergruppe der Universitäten Jena, Leipzig und Kiel, des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien Jena sowie des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege neue Ergebnisse.

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30.08.2016
Ausgrabungen
Wie schon im vergangenen Jahr auf diesem Bild werden die Ausgräber des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe auch in der aktuellen Grabungssaison die Gräber aus der Jungsteinzeit in Warburg-Hohenwepel untersuchen. Davon werden mehrere Hundert auf dem Gräberfeld vermutet - das einzige bisher bekannte in Westfalen, das unmittelbar neben einer Siedlung von 7.000 Jahren errichtet wurde. Foto: LWL

Neue Ausgrabungskampagne im Gräberfeld in Warburg-Hohenwepel

Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) greifen in Warburg-Hohenwepel wieder zu Schaufeln, Pinseln und Vermessungsinstrumenten. Hier ist die einzige bisher bekannte Stelle in Westfalen, an der die Menschen in der bandkeramischen Epoche der Jungsteinzeit sowohl eine Siedlung als auch ein Gräberfeld errichtet haben.

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29.08.2016
Funde & Befunde, Ausgrabungen
Frachtschein, Siegel oder Botschaft aus der Bronzezeit? Das Brotlaibidol aus dem Bornhöck. Foto: Torsten Schunke / LDA Sachsen-Anhalt

Eine verschlüsselte Botschaft aus der Frühbronzezeit?

Erste Ergebnisse der diesjährigen Forschungs- und Lehrgrabung am Großgrabhügel »Bornhöck«

Bis in das 19. Jahrhundert war der »Bornhöck« im Saalekreis mit 15 m Höhe der größte der frühbronzezeitlichen Fürstengrabhügel. Dann wurde er wegen des dort geplanten Braunkohleabbaus weitgehend abgetragen. Seit 2014 werden die Überreste des Großgrabes im Rahmen von Lehrgrabungen vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg untersucht. Herausragender Fund der diesjährigen Kampagne ist ein sog. Brotlaibidol mit eingestempelten Kreisen und Querstrichen.

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26.08.2016
Personalia, Aus aller Welt, Denkmalschutz

Bundesverdienstkreuz für Engagement um die Weltkulturerbestätten Angkor, Ayutthaya und Borobudur

Prof. Dr. Hans Leisen und Dr. Esther von Plehwe-Leisen ausgezeichnet

Seit über 20 Jahren gebieten Prof. Dr. Hans Leisen und Privatdozentin Dr. Esther von Plehwe-Leisen dem Verfall der kambodschanischen Tempelstadt Angkor Einhalt. Das Ehepaar erhielt jetzt das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges Engagement im Rahmen des »German Apsara Conservation Project« (GACP) und der Projekte am Wat Ratchaburana Tempel im thailändischen Ayutthaya und am Borobudur Tempel in Indonesien.

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26.08.2016
Forschung
Maya-Ruine »Las Monjas« in Uxmal, Yucatán, Mexiko. Chromolithographie von Frederick Catherwood, 1844.

Das Ende der Maya: Wasserknappheit kann Kulturen zerstören

Irgendetwas Dramatisches muss passiert sein, im neunten Jahrhundert, als die klassische Periode der Maya zu Ende ging. Innerhalb kurzer Zeit erlebte die blühende Hochkultur in Mittelamerika einen Einbruch, die Bevölkerungszahl ging stark zurück, monumentale Steinbauten, wie man sie vorher auf Yucatán errichtet hatte, wurden danach keine mehr gebaut. Der Grund für diesen Niedergang ist bis heute umstritten. Eine mögliche Erklärung liefern nun Modellrechnungen der TU Wien: Gerade die Bewässerungstechnik, die den Maya in Dürrezeiten oft wichtige Dienste geleistet hat, könnte die Gesellschaft verwundbarer gegenüber großen Katastrophen gemacht haben.

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26.08.2016
Funde & Befunde, Ausgrabungen
Ein Team um LMU-Archäologen Philipp Stockhammer hat bei Ausgrabungen in der Siedlung »Bresto« aus der Bronzezeit mykenische Keramik gefunden. Der Fund ist für die Region eine Seltenheit und lässt Rückschlüsse auf damalige Handelsbeziehungen zu. Foto: P. Stockhammer

Mykenische Keramik in Bulgarien gefunden

Ausgrabungsfunde in einer spätbronzezeitlichen Siedlung in Südbulgarien deuten auf frühe Handelsbeziehungen in die Ägäis hin.

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26.08.2016
Forschung
Prof. Dr. Norbert Nebes von der Universität Jena vor einem Bild des Tempels des sabäischen Hauptgottes Almaqah in Yeha (Äthiopien). Foto: Anne Günther/FSU

Antike Auswanderer

Altertumswissenschaftler der Universität Jena erforschen die Spuren der Sabäer in Äthiopien

Wie zwei Ufos stehen die beiden Monumentalbauten im Hochland des Nordens von Äthiopien: der Tempel von Yeha und der etwa 200 Meter von ihm entfernte Grat Be«al Gebri. Während die Originalmauern des Kultbaus für den sabäischen Gott Almaqah fast 15 Meter in den Himmel ragen, reichen die Wände des Verwaltungsgebäudes sogar 27 Meter in die Höhe. So eindrucksvoll die beiden Bauwerke sind, so rätselhaft ist ihre Geschichte. Und dieser gehen Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena in den kommenden zwölf Jahren auf den Grund.

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25.08.2016
Funde & Befunde
Köcher des Mannes aus dem Eis (©  Südtiroler Archäologiemuseum/Harald Wisthaler)

Neue Ergebnisse zur Ausrüstung und Bekleidung des Mannes aus dem Eis

Versuche die Fellreste zu bestimmen gab es in den fast 25 Jahren Forschung rund um den Mann aus dem Eis mehrere – nicht zuletzt daran lässt sich auch die rasante Entwicklung der wissenschaftlichen Untersuchungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahrzehnten aufzeigen. Ein Forschungsteam des Institutes für Mumien und den Iceman an der EURAC um Niall J. O'Sullivan hat in der vergangenen Woche neue Resultate der genetischen Untersuchungen einiger Lederreste aus dem Fundkomplex "Mann aus dem Eis" vorgelegt. Dabei handelt es sich um die Analyse von neun Leder- bzw. Fellproben und die Bestimmung deren mitochondrialer DNA.

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25.08.2016
Ausgrabungen
Studierenden haben ein Profil angelegt. Deutlich ist die Torflinse als dunkle Schicht über dem hellen Sand zu erkennen. (Foto: LWL/Hallenkamp-Lumpe)

In Delbrück der Vorgeschichte auf der Spur

Ein Altarm der Lippe mitten in einer Kiesgrube mit fast 2000 Jahre alter Holzkohle, Resten von verbrannten Knochen und Keramikscherben: Hier haben die Menschen kurz nach Christi Geburt Teile von Tieren verbrannt. Was sich genau hier vor 2.000 Jahren abgespielt hat, versuchen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) jetzt zusammen mit Studierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in einer Grabungskampagne herauszufinden.

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25.08.2016
Forschung
Der Aufenthaltsraum im Haus "der vergoldeten Amoretten" in Pompeji zeigt eine aufwändige Boden- und Wandgestaltung. (Foto: Prof. Dr. Annette Haug)

ERC Grant für die Erforschung von Gestaltungsformen in Pompeji und Herculaneum

Als der Vesuv im Jahr 79 nach Christus ausbrach, vernichtete er mühelos die Städte am Golf von Neapel: Pompeji und Herculaneum wurden unter Asche und vulkanischem Gestein begraben und kamen erst durch die Hände von Archäologinnen und Archäologen wieder ans Tageslicht. Die Ruinenstädte erzählen spannende Geschichten aus der Antike. Die Einblicke in das Leben der damaligen Zeit werden jetzt noch facettenreicher: Professorin Annette Haug, Direktorin der Abteilung Klassische Archäologie des Instituts für Klassische Altertumskunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), hat vom Europäischen Forschungsrat (ERC) dafür einen der begehrten ERC Consolidator Grants erhalten.

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24.08.2016
Aus aller Welt
Vermessung eines Metopen-Triglyphenblocks in Olympia. Foto U. Wulf-Rheidt / DAI, CC-BY-NC-ND

Austauschprogramm mit dem Palastmuseum in Peking begonnen

Das Architekturreferat des Deutschen Archäologischen Instituts und das Palastmuseum Peking kooperieren im Bereich der archäologischen Bauforschung

Dorisch, ionisch, korinthisch, dorischer Eckkonflikt, Entasis und Kurvatur, dies sind alles Begriffe, die für chinesische Archäologen bei der Erforschung und Bewahrung der überwiegend aus Holz errichteten Bauten der Palastanlagen der chinesischen Kaiser in Peking keine Rolle spielen. Umso interessierter haben zwei chinesische Mitarbeiter des Palastmuseums bei ihrem dreiwöchigen Aufenthalt in Griechenland diese für sie neue Steinarchitektur studiert.

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24.08.2016
Funde & Befunde
Im Museum Burg Linn in Krefeld wurde ein 2650 Jahre alter griechischer Bronzehelm erstmals vorgestellt. Dabei handelt sich um die seltene Variante des sogenannten korinthischen Helmes aus dem siebten Jahrhundert vor Christus. Weltweit sind nur 20 Exemplare dieses Helmtypes bekannt. Der Archäologe Dr. Hans-Peter Schletter und die neue Museumsleiterin Dr. Jennifer Morscheiser haben nun erstmals den Helm der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

2.650 Jahre alter griechischer Helm wiederentdeckt

Im Museum Burg Linn in Krefeld wurde ein 2.650 Jahre alter griechischer Bronzehelm erstmals vorgestellt. Dabei handelt sich um die seltene Variante des sogenannten korinthischen Helmes aus dem siebten Jahrhundert vor Christus. Weltweit sind nur 20 Exemplare dieses Helmtypes bekannt. Der Archäologe Dr. Hans-Peter Schletter hat den Helm bei Arbeiten im Depot der Archäologischen Sammlung zufällig wieder entdeckt. Eine Vielzahl von Indizien sprechen inzwischen dafür, dass er aus Olympia stammt und dort als symbolische Opfergabe dargebracht wurde, so Schletter. Olympia war das Heiligtum des Gottes Zeus und der Austragungsort der Olympischen Spiele in der Antike.

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12.08.2016
Forschung, Funde & Befunde
Die neu entdeckte Kreisgrabenanlage La Loma del Real Tesoro II (nahe Carmona). Bild: SFB 1070 RessourcenKulturen, Javier Escudero Carrillo und Helmut Becker

Kupferzeitliche Kreisgrabenanlage in Südspanien entdeckt

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen an der Universität Tübingen haben in Südspanien eine Kreisgrabenanlage entdeckt, die aus der Zeit von 2.600 bis 2.200 v. Chr. aus der sogenannten Glockenbecherkultur stammt. Der Name dieser Periode in der späten Kupferzeit wird von der charakteristischen Form der damals hergestellten Gefäße hergeleitet. Die Stätte könnte rituellen Zwecken gedient haben. Ähnliche Kultstätten waren bislang nur aus Nordeuropa bekannt.

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12.08.2016
Denkmalschutz
Der überdachte Basar von Aleppo soll als 3D-Modell rekonstruiert werden. Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2011, vor der Zerstörung. Foto: (Ergo), <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/legalcode" target="_blank">CC BY 2.0</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank">Kurzfassung</a>), Ausschnitt. Originaldatei: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Old_covered_suq_in_Aleppo.jpg" target="_blank">Old covered suq in Aleppo</a>

Was wird aus Aleppos historischem Erbe?

Gerda Henkel Stiftung stellt knapp 750.000 Euro für Grundlagenforschung zur Gestaltung des Wiederaufbaus bereit

Hunderttausende Menschen sind derzeit in der syrischen Stadt Aleppo eingeschlossen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nennt die humanitäre Lage »katastrophal«. Auch wenn die Kampfhandlungen andauern, gilt es aus Sicht syrischer und internationaler Experten bereits jetzt, Szenarien für die Zeit nach dem Ende des Bürgerkriegs zu entwickeln: Wie kann die UNESCO-Welterbestätte Aleppo wieder aufgebaut werden? Was soll mit den zerstörten oder noch erhaltenen historischen Bauten geschehen? Syrische und deutsche Wissenschaftler haben sich nun zusammengeschlossen, um wesentliche Informationen zu sammeln und zukünftigen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit als Planungsgrundlage zur Verfügung zu stellen.

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12.08.2016
Veröffentlichungen
Die Philippinen-Insel Bohol ist bekannt für die Chocolate Hills und für einen Schatz, der nie gefunden wurde, obwohl schon seit langem Legenden darüber kursieren. Foto: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/User:RamirBorja" target="_blank">Ramir Borja</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode" target="_blank">Creative Commons CC-by-sa-3.0 de</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">Kurzfassung</a>). Originaldatei: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chocolate_Hills.jpg" target="_blank">Chocolate Hills.jpg</a>

Auf der Suche nach dem vermeintlichen Schatz

Die Jagd nach Kriegsbeute auf den Philippinen hat versteckte Bedeutungen

In der Hoffnung auf Reichtum zerstören illegale Schatzsucher immer wieder bedeutende archäologische Fundstätten auf den Philippinen. Dabei hat der berühmte Schatz aus dem Zweiten Weltkrieg, den japanische Soldaten hinterlassen haben sollen, wahrscheinlich nie existiert. Stattdessen ist die gerne erzählte Geschichte die Fortsetzung einer wesentlich älteren volkstümlichen Überlieferung, erläutert Piers Kelly vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena in einer neuen Studie, die im Journal of Folklore Research veröffentlicht wurde.

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12.08.2016
Forschung

VolkswagenStiftung fördert museale Forschungen mit 3,9 Mio. Euro

Sammlungen neun deutscher Museen im Fokus

Innerhalb der Förderinitiative "Forschung in Museen" hat das Kuratorium der VolkswagenStiftung neun kooperative Forschungsvorhaben von Museen und Hochschulen bewilligt, darunter auch zwei archäologische Projekte.

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