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Kooperation zwischen Universität Frankfurt und DAI

Kategorie: Universität
05.07.2014 -   Uni Frankfurt / CS

Mit einem feierlich unterzeichneten Kooperationsabkommen haben die Goethe-Universität Frankfurt und das Deutsche Archäologische Institut ihre Zusammenarbeit auf ein neues Fundament gestellt – eine formale Bestätigung des bereits seit vielen Jahren bestehenden regen Austausches und der intensiven gegenseitigen Unterstützung.

Schon im Vorfeld der Frankfurter Universitätsgründung hat sich die Stadt erfolgreich darum bemüht, wichtige wissenschaftliche Institutionen nach Frankfurt zu holen – darunter auch die 1902 gegründete Römisch-Germanische Kommission (RGK) des Kaiserlich Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), die heute am Palmengarten ansässig ist. Von Beginn an gab es eine vielfältige Zusammenarbeit zwischen Universität, RGK und DAI, auch wenn der Fachbereich Archäologie erst viele Jahre später einen Platz an der Goethe-Universität erhalten sollte. Bereits 1916 nahmen Direktoren und Mitarbeiter der RGK Lehraufträge an der Universität wahr, gemeinsam wurden seither zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt. Ein besonderes Privileg für die Studierenden ist bis heute die Nutzung der berühmten Bibliothek der RGK.

"Seit Gründung des damaligen Seminars für Vor- und Frühgeschichte vor rund 50 Jahren ist die Zusammenarbeit noch enger geworden“, sagt Rüdiger Krause, Professor für Früh- und Vorgeschichte am Archäologischen Institut der Goethe-Universität. Die Römisch-Germanische Kommission sei für die Limes-Forschung ein besonders wichtiger Partner, aber inzwischen gebe es auch Querverbindungen zu anderen Abteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts – etwa bei einem Projekt in Sibirien, an dem die Eurasien-Abteilung des DAI beteiligt sei. Jeder bringe seine Expertise mit ein, so dass es immer wieder zu Synergieeffekten komme. Diese Zusammenarbeit solle auch in Zukunft fortbestehen, so Krause. Durch sie sei Frankfurt/Rhein-Main zu einem wichtigen Standort der Archäologie geworden. Insofern sei das bevorstehende Abkommen lediglich ein "Trauschein nach vielen Jahren wilder Ehe". Demnächst wolle man gemeinsam für fünf Projekte die Aufnahme ins Landesförderprogramm LOEWE beantragen.