11.12.2017 - 06:55:06

Von A bis Z

Alphabetisches Register
Für den schnellen Überblick: Das Schlagwortverzeichnis der Artikel und Rezensionen (nur für Clubmitglieder)
Nachrichten > Personalia

Königliche Ehrung für Max-Planck-Direktor

Kategorie: Personalia
14.08.2017 -   MPG EVA / CS

Jean-Jacques Hublin, Direktor der Abteilung für Humanevolution am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, wurde am 30. Juli 2017 im Rahmen des Thronfestes (Fête du Trône) von König Mohamed VI von Marokko als einem von drei Preisträgern der Wissam Al Kafaa Al Fikria-Orden verliehen. Diese höchste marokkanische Auszeichnung im Bereich Kultur und Wissenschaft würdigt Hublins Forschungsarbeit im Bereich der Paläoanthropologie und seine neuesten Erkenntnisse zum Ursprung unserer Art Homo sapiens.

Verleihung des Wissam Al Kafaa Al Fikria-Orden an Jean-Jacques Hublin (m.) durch König Mohamed VI von Marokko (r.) (© Mohamed Maradji)

Verleihung des Wissam Al Kafaa Al Fikria-Orden an Jean-Jacques Hublin (m.) durch König Mohamed VI von Marokko (r.) (© Mohamed Maradji)

Erst kürzlich berichteten Hublin und Kollegen in der Fachzeitschrift Nature über ihre Entdeckung der bislang ältesten Fossilien unserer Art. Anhand dieser Fossilien und Steinwerkzeuge aus Jebel Irhoud in Marokko konnten die Forscher um Hublin den Ursprung des heutigen Menschen vor etwa 300.000 Jahren in Afrika nachweisen, 100.000 Jahre früher als bisher angenommen. Schon damals hatten wichtige Veränderungen im Aussehen und Verhalten unserer Artgenossen in ganz Afrika stattgefunden.

Die Fundstelle in Jebel Irhoud ist bereits seit den 1960er Jahren für menschliche Fossilien und Steinwerkzeuge bekannt. Neue Ausgrabungen ab 2004 unter Hublins Leitung führten zur Entdeckung weiterer Skelett-Reste des Homo sapiens. Die Funde umfassen die versteinerten menschlichen Überreste von Schädeln, Unterkiefern, Zähnen und Langknochen von wenigstens fünf Individuen.

Im Anschluss an die Zeremonie versicherte König Mohammed VI. den Preisträgern während eines privaten Treffens, die Ausgrabungsstätte bei Jebel Irhoud schützen zu wollen. Er organisierte noch für denselben Tag ein Treffen mit dem Innenminister Marokkos um zu entscheiden, welche Maßnahmen dafür konkret getroffen werden sollen und wie Marokko die Forschung von Hublins Team auch im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen kann.